Speichermedien 22.03.2002, 17:33 Uhr

Auf optische Speicher passen bald 6-mal so viel Daten

Mit einer Speicherkapazität von 30 GByte soll die zur CeBIT vorgestellte Ultra Density Optical (UDO)-Technologie des Jukebox-Herstellers Plasmon den Markt für professionelle optische Datenspeicher umkrempeln.

Nach Vorstellung des Jukebox-Spezialisten Plasmon soll Ultra Density Optical, kurz UDO, die Nachfolge der bis dato dominierenden magnetooptischen Datenträger im Bereich professioneller Speichersysteme und Datenarchive antreten.

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„UDO ist eine konvergente Technologie, die sich für eine Vielzahl von Speicherapplikationen eignet, die bisher auf unterschiedlichen optischen Technologien wie 5,25-Zoll-MO (Magnetooptik), 12-Zoll-Trueworm, CD und DVD basierten“, erklärt Nigel Street, CEO von Plasmon. UDO biete sowohl die Leistungsfähigkeit als auch die Vorteile der robustesten optischen Technologien zum Preis einer kostengünstigen Lösung wie DVD.

UDO nutzt einen mit einer Wellenlänge von 405 nm arbeitenden blauvioletten Laser und die bereits von beschreibbaren DVD-Produkten bekannte Phaseänderungs-Medientechnologie. Die Abmessungen der UDO-Medien sind identisch mit derzeitigen 5,25-Zoll-MO-Medien und somit kompatibel zu bestehenden automatisierten Jukeboxen.

Nach Angaben von Plasmon wird es sowohl Worm (Write Once, Read Many) als auch wiederbeschreibbare Datenträger geben. Die erste Produktgeneration unterstützt Speicherkapazitäten von 30 GByte und ermöglicht schnelle Datentransferraten von bis zu
8 MByte/s. Zukünftige Generationen werden, so die Entwickler, sogar Kapazitäten von 60 GByte und 120 GByte aufweisen, wobei die Rückwärtskompatibilität gewährleistet sei.

Die Zielmärkte sind nach Angaben von Plasmon breit gefächert und reichen von der klassischen Archivierung bis zum Dokumenten-Imaging. Zum Einsatz kommen könnten UDO-Laufwerke im Medizinbereich, in der Telekommunikation, bei Banken und Versicherungen, im Rechtswesen sowie bei Ämtern und Behörden.

Nach eigenen Aussagen ist Plasmon in der Lage, sowohl Laufwerke als auch Medien im eigenen Hause zu fertigen. Das 25-Mio.-Dollar-UDO-Entwicklungsprogramm des Unternehmens ist vollständig finanziert und läuft bereits seit Juni 2000. Mehr als 80 Ingenieure sind in diesem Programm engagiert und erste Produktauslieferungen für August 2003 geplant. Plasmon hat Asahi Pentax als Partner gewinnen können. Das Unternehmen entwickelt die opto-mechanische Einheit des Laufwerks auf Basis ihrer bestehenden 5,25-Zoll- MO-Plattform. Mitsubishi Chemical ist Second-Source-Entwicklungspartner für UDO-Medien.

Inwieweit Sony und Hewlett-Packard, die bei der Definition des UDO-Standards maßgeblich mitgewirkt haben, ebenfalls aktiv werden, ist derzeit noch offen. Zumindest bei Sony scheint ein Engagement mehr als fraglich. Mitte Februar stellte Sony gemeinsam mit Hitachi, LG Electronics, Matsushita, Pioneer, Philips, Samsung, Sharp und Thomson Multimedia eine alternative optische Speichertechnologie vor, die ebenfalls auf einem 405 nm blauvioletten Laser basiert.

Unter dem Namen „Blue-ray Disc“ (BD) soll diese Technologie später einmal die DVD im Consumermarkt ablösen. BD-Medien werden über eine Kapazität von 27 GByte verfügen und es dem Anwender erlauben mehr als 2 h hochauflösende digitale Videos (HD-TV) oder alternativ bis zu 13 h Videos in Standardqualität aufzuzeichnen.

Die Pitch-Spur muss mit 0,32 µm nur halb so breit sein wie bei der herkömmlichen DVD. Unregelmäßigkeiten auf welligen Disks sollen ähnlich wie bei UDO durch eine optische 0,1 mm dicke so genannte Transmittance-Protection-Ebene reduziert werden. Wann BD-Laufwerke marktreif sein werden, ist derzeit völlig offen.

BD-Medien werden nicht kompatibel zur bisherigen DVD sein. Experten rechnen daher mit einer langen Einführungsphase. Die Etablierung der DVD zeigt, dass die Entwicklungszeit nicht selten proportional zur Anzahl der am Standard beteiligten Firmen wächst. SIEGFRIED DANNEHL

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