IFA 2011 02.09.2011, 12:07 Uhr

Auf der IFA sind die Smartphones los

Die Entwicklung mobiler Anwendungen ist ebenso atemberaubend wie alarmierend. Gestern noch bloßes mobiles Telefon, mausert sich das Handy zur unentrinnbaren Plattform für die private wie berufliche Lebensorganisation. Auf der IFA vom 2. bis 7. September in Berlin wird der entfesselte Persönliche Digitale Assistent (PDA) in unzähligen Variationen zu beobachten sein.

Noch sind es bloß Adaptionen bestehender Anwendungen, die von stationären auf mobile Endgeräte übertragen werden. Zum Beispiel 3-D-Video auf dem Smartphone, das Vodafone zusammen mit LG und HTC präsentiert – jeweils mit den neuen Geräten Optimus und Evo.

Beide haben einen 4,3-Zoll-Touch-
screen mit einer Auflösung von 800 x 480 respektive 540 x 960 Pixel und eine Doppel-Linsen-Kamera. Selbstgemachte 3-D-Videos lassen sich damit ohne Zusatzbrille anschauen oder direkt in den 3-D-Channel von Youtube laden. Letzteres könnte immerhin das Manko fehlender 3-D-Inhalte beheben: User Generated Content der dritten Dimension sozusagen.

Schritt für Schritt aber bewegen sich die Mobilfunker jetzt zusammen mit Geräteherstellern, Appstore-Betreibern und Diensteanbietern in den Bereich dessen, was der damalige IBM-Chef Lou Gerstner bereits vor der Jahrtausendwende noch für den PC-Sektor und das Internet als „Pervasive Computing“ postulierte – das „Immer-und-überall-Computern“.

Genau das steht jetzt auch mit dem Handy bevor. Immer und überall wird der Homo mobiliensis mit seinem digitalen Quasi-Organ in Verbindung stehen und damit seinen Alltag oder sein Büroleben planen und gestalten.

Berliner Kunsthochschule und Telekom arbeiten gemeinsam an atmenden Smartphones

Schon heute arbeitet das Design Research Lab in Berlin, ein gemeinsames Projekt der Deutschen Telekom und der Berliner Hochschule der Künste, unter anderem an einer Radiomütze, einem atmenden Handy oder an PDA-Prototypen, die das Telefonieren um Aspekte direkter oder sogar intimer Kommunikation ergänzen. Entsprechende Designstudien hauchen den Nutzer an und drücken ihm die Hand, situationsbedingt auch mit einer Dosis Feuchtigkeit.

Und das Londoner Labor Bare Conductive Ltd. experimentiert mit ungiftiger, wasserlöslicher, aber elektrisch leitender Farbe. Diese kann beispielsweise genutzt werden, um mit Leiterbahnen auf menschlicher Haut ein Ohrhörerkabel kurzerhand als temporäres Tattoo zu realisieren.

Das ist derzeit noch Zukunftsmusik, der Einsatz solcher Techniken wird aber schon jetzt weltweit geplant und ist auf der IFA auf Nachfrage an den Ständen von Telekom, Vodafone, Sony Ericsson, HTC, LG, Samsung & Co zu sehen.

Waschen und Heizen mit Smartphones

Währenddessen zeigt der Bonner Netzbetreiber auf seinem Messe-Schwerpunkt „Vernetztes Leben“ Beispiele dafür, wie netzaffine und entsprechend zahlungsbereite Anwender per App und Handy ihre Heizung, Waschmaschine, Fenstersysteme oder Alarmanlage ihrer vernetzten Heimstatt steuern können. Und wer bereits über ein entsprechendes Elektroauto verfügt, soll dieses in der Garage via Smart Grid betanken lassen können – Bonner Zukunftsmodelle.

Insbesondere im sogenannten „Home Management“ sehen Fest- wie Mobilfunknetzbetreiber künftige Umsatzchancen und schmieden Allianzen mit Hausgeräteherstellern, die ihre Weiße Ware tendenziell mit WLAN- oder anderer Anschlusstechnik anbieten sollen. Denn nur dann können Ware und Kunde in Verbindung treten und neue Serviceformen wie Stromsparwaschen, energieeffizientes Heizen oder Blutdruck- und Gewichtskontrolle konsumieren.

Telekom-Chef: „Tablets und PDAs werden unverzichtbarer digitaler Begleiter in allen Lebenslagen“

„Auf der IFA wird sich zeigen, dass Tablets oder PDAs endgültig zum unverzichtbaren digitalen Begleiter in allen Lebenslagen werden. Die Voraussetzungen dafür waren nie günstiger als heute, wo die App-Kultur etabliert ist und mobile Bandbreiten massiv ausgebaut werden“, erklärt Niek Jan van Damme, Konzernvorstand der Deutschen Telekom AG. „Also werden wir kurzfristig einen Boom zusätzlicher und gleichzeitig funktional erweiterter Anwendungen in den Bereichen Heimvernetzung, Unterhaltung, Gesundheitswesen oder Elektromobilität erleben.“

Bis dem so ist, kann der IFA-Besucher die bunte Vorstufe mobiler Produkt- und Dienstleistungswelten bewundern. Da liefert die neue schnelle Mobilfunktechnik LTE (Long Term Evolution) – Vodafone-seitig bereits in rund 5 Mio. Haushalten verfügbar – in einigen Bereichen des Bundesgebiets bereits Downloads von bis zu 39 Mbit/s und Uploads von rund 7,8 Mbit/s.

Hinzu kommen Umlaufzeiten im LTE-Netz für Datenpakete, sogenannte Ping-Zeiten, von etwa 44 ms. Das begeistert vor allem Onlinespieler, deren Reaktionszeiten bei niedrigen Ping-Zahlen immer besser werden. Eines der möglichen Geräte für Spiele oder andere Anwendungen könnte das Samsung Galaxy Q sein, das mit einem 5,3 Zoll großen Display einen Smartphone/Tablet-Zwitter darstellt – wenn entsprechende Gerüchte bis zum IFA-Start tatsächlich wahr werden.  

www.bareconductive.com

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