Wie moderne Schreinerei 05.08.2016, 10:20 Uhr

Area 404: Facebook eröffnet zentrales Labor für Hardware

Fräsen, Drehbänke, ein Elektronenmikroskop: Facebooks neues Labor sieht aus wie eine extrem moderne Schreinerei. Hier soll neuartige Hardware entstehen. Nicht bloß so überaus gewöhnliche Dinge wie 360-Grad-Kameras und VR-Brillen, sondern zum Beispiel auch ein Flugzeug, das monatelang in der Luft bleiben kann.

Eher Werkstatt als Labor: Die neue Area 404 in der Facebook-Zentrale. 

Foto: Facebook

Das neue Hardware-Labor von Facebook ist mit 50 Werkbänken ausgestattet.

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Eine Wasserstrahlmaschine, die fingerdicke Stahlplatten zerschneiden kann, Fräsmaschinen und Drehbänke: Area 404 ist mit modernsten Maschinen ausgestattet.

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Eine Wasserstrahlmaschine, die fingerdicke Stahlplatten zerschneiden kann, Fräsmaschinen und Drehbänke: Area 404 ist mit modernsten Maschinen ausgestattet.

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Elektronisches Mikroskop: Area 404 ist mit modernsten Maschinen ausgestattet.

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Eine Wasserstrahlmaschine, die fingerdicke Stahlplatten zerschneiden kann, Fräsmaschinen und Drehbänke: Area 404 ist mit modernsten Maschinen ausgestattet.

Foto: Facebook

Sie nennen es „Area 404“. Den Ort, an dem zu finden ist, was nie zu finden war. In Anspielung auf den berüchtigten Fehler 404, wenn eine Suchmaschine mal so gar kein Ergebnis liefern kann, haben sie bei Facebook ihre neue Zentralwerkstatt getauft.

Gut 2.000 m2 mit natürlich modernster, aber doch sehr bodenständiger Technik. Fräsen, Drehbänke und alles andere, was man für die präzise Verarbeitung von Metallen und Kunststoffen so braucht – einschließlich einer Wasserstrahl-Maschine, deren Druck ausreicht, um fingerdicke Stahlplatten zu zerschneiden.

In dem Areal innerhalb der Firmenzentrale führt Facebook letztlich zusammen, was bislang nur in einzelnen Labors geschah. Hier wurde an der im Frühjahr vorgestellten 360-Grad-Kamera gearbeitet, da an einer Virtual-Reality-Brille geforscht. In der „Area 404“ sollen die Spezialisten nun in Menlo Park einen Ort haben, an dem sie sich austauschen und gemeinsam arbeiten können.

Viele Projekte in der Entwicklung

Das Unternehmen nennt sogar eine Reihe von Beispielen für die konkrete Entwicklungsarbeit. Dazu gehören modulare Servertechnologien ebenso wie optische Verfahren. So haben Facebook-Ingenieure beispielsweise schon Komponenten für die Laserkommunikation entwickelt, die diese Technik deutlich vereinfachen sollen. Ziel ist, moderne Kommunikationstechnik wirklich noch in den letzten Winkel der Welt bringen zu können.

Genau darin liegt auch der Hauptgrund für Facebooks Interesse an Hardware: Will man den ja schon beachtlichen Kundenstamm von derzeit rund 1,7 Milliarden Menschen noch erweitern, muss das Internet wirklich die ganze Welt erobern.

Flugzeug soll das Internet überall hin bringen

Wie ehrgeizig Mark Zuckerberg und sein Unternehmen in Sachen Hardware tatsächlich sind, zeigt vor allem das Projekt „Aquila“: ein solarbetriebenes Flugzeug, das die Spannweite einer Boeing 737 haben und dabei weniger als ein Pkw wiegen soll. Aquila ist geplant als unbemannte Flugmaschine, die monatelang in der Luft bleiben kann, die höher steigt als herkömmliche Flugzeuge und von dort ein Kommunikationssignal im Radius von 50 km ausstrahlen soll.

Das Fluggerät aus Carbonfaser, das im Juli einen Testflug erfolgreich absolvierte, ist jedenfalls eines der Projekte, die nun in der Area 404 weiterentwickelt werden sollen.

Geheimnisvolle Forschungsgruppe

Eine Heimat in der Area 404 finden soll auch die Forschungsgruppe mit dem geheimnisvollen Namen „Building 8“, in die Zuckerberg nach eigener Aussage in den nächsten Jahren mehrere hundert Millionen Dollar investieren will. Sie arbeitet seit dem Frühjahr unter anderem an Themen wie der Künstlichen Intelligenz. Wie konkret all das wird, ist schwer abzusehen, aber eines ist klar: Hardware ist das Thema der Stunde bei Facebook.

 

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