Apple erhält Großauftrag 29.07.2013, 11:41 Uhr

640.000 iPads für alle Schüler in Los Angeles

Los Angeles schenkt zum Schuljahresbeginn 31.000 Schülern ein eigenes iPad. Bis Ende 2014 sollen alle 640.000 Schüler im LA-Schuldistrikt mit dem Apple-Tablet versorgt werden. Der erste Teil des Bildungsprogramms kostet 30 Millionen Dollar.

Auch in Deutschland gibt es erste Schulen wie die Kölner Kaiserin Augusta Schule, die iPad im Unterricht einsetzen. Jetzt erhalten alle 640 000 Schüler in Los Angeles kostenlos ein iPad gestellt. Das Gerät soll interaktiven Unterricht erlauben und gleichzeitig Schulbücher ersetzen.

Auch in Deutschland gibt es erste Schulen wie die Kölner Kaiserin Augusta Schule, die iPad im Unterricht einsetzen. Jetzt erhalten alle 640 000 Schüler in Los Angeles kostenlos ein iPad gestellt. Das Gerät soll interaktiven Unterricht erlauben und gleichzeitig Schulbücher ersetzen.

Foto: Kaiserin Augusta Schule

Im August, wenn das neue Schuljahr beginnt, werden die ersten 31 000 iPads an 49 Schulen, darunter Gymnasien und Grundschulen, ausgeliefert. Bis Ende 2014 sollen alle 640 000 Schüler an insgesamt 1124 Schulen im Distrikt – dem zweitgrößten im Land – ihr eigenes iPad bekommen. „Wir wollen die Kinder auf die Technologie, die sie nach der Schule erwartet, vorbereiten“, erklärte Mark Hovatter, der an der Schulbehörde in Los Angeles für die Ausstattung der Schulen zuständig ist.

Alle Kinder sollen einen Computer bedienen können

Das Programm werde sich vor allem an Kinder richten, die höchstwahrscheinlich keinen eigenen Computer, Laptop oder iPad besitzen. „Für diese Kinder ist die Schule bisher der  einzige Berührungspunkt mit Computern“, sagte Hovatter. Das reiche nicht aus in einer Welt, in der auf jedem Gebiet die Arbeit am Computer gefragt sei. „Egal welchen Job die Kinder später machen werden, ohne Computererfahrung werden sie in der Gesellschaft nicht bestehen können.“

Die neuen iPads werden mit einer Reihe vorinstallierter Programme ausgeliefert, darunter iWork, iLife und iTunes. Hinzu kommen weitere Apps anderer Anbieter aus dem Bildungsbereich und eine Zusammenarbeit mit dem Bildungsverlag Pearson. Über ihr iPad erhalten die Schüler Zugriff auf Schulbücher und auf andere Texte, die im Unterricht auf dem Lehrplan stehen.

Interaktiver Schulunterricht und digitale Prüfungen

„Durch die iPads soll die Ausbildung wesentlich interaktiver gestaltet werden“, sagte Hovatter. Schüler und Lehrer könnten ihre Stundenpläne besser planen und synchronisieren, sie könnten Videos und Nachrichten teilen sowie interaktive Unterrichtsstunden gestalten. Digitale Tests könnten auf die Fähigkeit und den Wissensstand des einzelnen Schülers abgestimmt werden. Dass die Schulbehörde mit dem Einsatz des iPads einiges an Geld spare, weil sie weniger traditionelle Schulbücher aus Papier kaufen müsse, sei ein willkommener Nebeneffekt.

Die Kritik, dass ein einziger Anbieter in Zukunft alle Schüler mit seinem Produkt ausstatten wird, lässt Hovatter nicht gelten. Die Entscheidung für das iPad sei nach einem langen und detaillierten Auswahlprozess gefallen. „Ein Team von 30 Personen hat sich das Projekt aus jedem Blickwinkel angeschaut, von der Sicherheit über die Stabilität der Geräte bis hin zu den Programmen und Netzwerkmöglichkeiten.“ Schätzungen zufolge soll der Auftrag für Apple ein Gesamtvolumen von einer viertel Milliarde Dollar haben.

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