Forschung 22.04.2005, 18:38 Uhr

T-Labs: Hochofen für Innovationen  

Am Montag dieser Woche haben Telekom und TU Berlin die Telekom Laboratories eröffnet. „Hier entsteht ein einmaliger Nukleus für Innovationen“, so Telekom-Chef Kai-Uwe Ricke, der Deutschland und der Branche neue Impulse verleihe.

Darmstadt hört auf Berlin. Was in der bundesdeutschen Politiklandschaft nichts besonderes ist, ist bei Deutschlands größtem Telekommunikationskonzern ein Novum. Schließlich galt bislang die südhessische Stadt als Forschungsschwerpunkt der Deutschen Telekom. Jetzt will das Unternehmen seine Forschungsaktivitäten in Berlin bündeln. „Ein guter Tag für Berlin, ein guter für die deutsche Wissenschaftslandschaft“, erklärte Bundeskanzler Gerhard Schröder zur Eröffnungsfeier in der Hauptstadt-Repräsentanz des Bonner Konzerns.

Doch die T-Labs – wie auch TelekomChef Kai-Uwe Ricke die Labore nennt – stehen für mehr als nur für den Forschungsstandort Berlin. „Wir brauchen in Deutschland eine Art Hochofen für Innovationen“, erklärte Ricke. Zwar sei die Bundesrepublik ein Forschungsland und auch die Wissenschaftler genossen in vielen Fachgebieten Weltruf. Doch der Brückenschlag von Industrie und Wissenschaft müsse intensiver vollzogen werden.

An den T-Labs soll sich nun Wissenschaft und Industrie in weltweit einzigartiger Weise miteinander verzahnen. In Form einer Matrix stehen sich strategische Forschung und anwendungsbezogene Diensteentwicklung am An-Institut der TU Berlin gegenüber. Zu den Schwerpunkten zählen unter anderen Gebiete wie intuitive Bedienung, integrierte Kommunikation z.B. über RFID und die Sicherheit von Netzen.

Entscheidend, so der Kanzler, sei „von der Idee zum marktreifen Produkt zu gelangen, ohne dass uns dabei andere den Rang ablaufen“.

Dabei setzen die T-Labs neben dem deutschen Potenzial auf internationales Know-how. Telekomforscher und Wissenschaftler u.a. aus den USA, China, Indien, Griechenland und Deutschland arbeiten hier in Projekten zusammen. Neben der Uni stehen Partner aus der Wissenschaft wie die Fraunhofer Gesellschaft, das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz, aber auch die Ben Gurion Universität, Israel, und Stanford, USA, parat.

Unternehmen von Siemens über DaimlerChrysler und Microsoft bis hin zur France Télécom wollen mitarbeiten. Sun Microsystems hat bereits Interesse bekundet.

Ricke ist überzeugt, dass mit den T-Labs ein „Nukleus für Innovationen“ entsteht, der Impulse für die gesamte globale Branche verleihe. Mehr noch: Die Labore seien ein „Modellprojekt“ – für Deutschland, andere Länder und andere Branchen. Und Schröder weiß: „Auf Impulse dieser Art ist die deutsche Wirtschaft angewiesen.“

In Darmstadt wird man derweil mit Argusaugen verfolgen wie die T-Labs in die Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten des Gesamtkonzerns Telekom eingebunden werden.

Zurzeit stellen die Investitionen für Berliner Labor und Projekte nur einen winzigen Bruchteil der jährlich mit rund 900 Mio. € ausgewiesenen F&E-Aufwendungen des Konzerns. Weit mehr als 90 % gehen in die einzelnen Divisionen der Telekom. Aber: Schon im nächsten Jahr könnten entscheidend mehr Gelder nach Berlin fließen. R. BÖNSCH

www.telekom3.de/

Von R. Bönsch

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