FCKW-VERBOT hilft 04.07.2016, 12:55 Uhr

Ozonloch: Erde auf dem Weg der Besserung

Seit 2000 sind FCKW weg vom Fenster, dürfen weder als Treibmittel in Spraydosen noch als Kühlmittel eingesetzt werden. Jetzt beginnt die Maßnahme zu wirken. Im September 2015 war das Ozonloch kleiner denn je. Dass es im Oktober wieder größer wurde lag an den Ausbrüchen von Vulkanen.

Computersimulation des antarktischen Ozonlochs am 22. Oktober 2015: Im September 2015 war es um mehr als vier Millionen Quadratkilometer kleiner als 15 Jahre zuvor. MIT-Wissenschaftler sind sicher, dass dies auf das Verbot von Fluorchlorkohlenwasserstoffen (FCKW) zurückzuführen ist. Wegen Vulkanausbrüchen vergrößerte es sich dann im Oktober wieder etwas. Langfristig ist aber zu erwarten, dass es sich sogar ganz schließt.

Computersimulation des antarktischen Ozonlochs am 22. Oktober 2015: Im September 2015 war es um mehr als vier Millionen Quadratkilometer kleiner als 15 Jahre zuvor. MIT-Wissenschaftler sind sicher, dass dies auf das Verbot von Fluorchlorkohlenwasserstoffen (FCKW) zurückzuführen ist. Wegen Vulkanausbrüchen vergrößerte es sich dann im Oktober wieder etwas. Langfristig ist aber zu erwarten, dass es sich sogar ganz schließt.

Foto: Nasa/Goddard Space Flight Center

Das Ozonloch beginnt sich zu erholen. Im September 2015 war es um mehr als vier Millionen Quadratkilometer kleiner als 15 Jahre zuvor. Der Rückgang entspricht der Fläche der Europäischen Union. Das haben Wissenschaftler des Massachusetts Institute of Technology (MIT) in Cambridge herausgefunden. Damit gibt es erstmals ein Zeichen dafür, dass das Verbot von Fluorchlorkohlenwasserstoffen (FCKW), das seit dem Jahr 2000 gilt, Wirkung zeigt.

FCKW wurden von Chemischen Reinigungen und als Kältetransportflüssigkeit in Kühlschränken genutzt, vor allem aber als Treibmittel in Sprayflaschen. Das Gas sorgt dafür, dass die Ozonschicht, die einen Teil der Krebs erregenden ultravioletten Strahlen von der Erde abhält, viele Jahre immer weiter schrumpfte.

Die Erde ist auf dem Weg der Besserung

„Wir können jetzt sicher sein, dass die Maßnahmen, die wir ergriffen haben, unseren Planeten auf den Weg der Besserung gebracht haben“, sagt Susan Solomon, Professorin für Atmosphärische Chemie und Klimawissenschaften am MIT, die das Forscherteam leitet.

Das Ozonloch über der Antarktis am 24. September 2006 (re.) und am 9. Juni 2013 auf einer Computergrafik. Die blauen und violetten Farben zeigen an, dass die Ozonschicht dünn ist, die gelben, grünen und roten weisen auf mehr Ozon hin. 

Das Ozonloch über der Antarktis am 24. September 2006 (re.) und am 9. Juni 2013 auf einer Computergrafik. Die blauen und violetten Farben zeigen an, dass die Ozonschicht dünn ist, die gelben, grünen und roten weisen auf mehr Ozon hin. 

Foto: Nasa/dpa

Das Ozonloch entsteht vor allem über der Antarktis im dortigen Winter. Es wird allerdings auch über der Arktis beobachtet.

Klimawandel reduziert den Ozonabbau

Anfang der 1950er-Jahre wurde das Ozonloch entdeckt. 1987 beschloss die Weltklimakonferenz in Montreal den Ausstieg aus der FCKW-Produktion. Forscher in aller Welt hatten herausgefunden, dass in erster Linie diese Chemikalie für den Ozonabbau verantwortlich ist.

Temperatur und die Sonneneinstrahlung spielen ebenfalls eine wichtige Rolle bei diesem fatalen Prozess. Je kälter es in der Stratosphäre ist, umso stärker ist der Ozonabbau. Ausgerechnet der Klimawandel auf der Erde trägt dazu bei, dass der Ozonabbau verlangsamt wird, denn er sorgt für eine höhere Temperatur in der Stratosphäre.

Ozonloch könnte sich komplett schließen

Das Ozonloch, das im September 2015 so klein war wie seit vielen Jahren nicht, vergrößerte sich im Monat darauf allerdings erheblich, obwohl der Gehalt an FCKW in der Stratosphäre weiter abnahm. Das ändert allerdings nichts an der positiven Einschätzung. Denn die MIT-Forscher fanden andere Schuldige: Vulkanausbrüche wie den des chilenischen Calbuco, die Partikel in große Höhen schleudern. Die fungieren als Keime für die Entstehung von Wolken, die mit den noch verbliebenen FCKW reagieren. Die Folge ist der Abbau von Ozon.

Nicht vom Menschen verursacht: Vulkanausbrüche wie die des chilenischen Calbuco im April 2015 sind schuld, wenn sich das Ozonloch wieder vergrößert. 

Nicht vom Menschen verursacht: Vulkanausbrüche wie die des chilenischen Calbuco im April 2015 sind schuld, wenn sich das Ozonloch wieder vergrößert. 

Foto: Alex Vidal Brecas/dpa

Trotz auch in Zukunft zu erwartender Vulkanausbrüche glaubt Solomon, dass das Ozonloch weiter schrumpft. In der Mitte des Jahrhunderts könne es sich sogar komplett schließen. „Wir sehen, dass es dem Planeten besser geht“, sagt Solomon. „Das ist wundervoll.“

Von Wolfgang Kempkens Tags:

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