Forschung 29.09.2006, 19:24 Uhr

Innovationsklima-Index hält Rekordhoch  

VDI nachrichten, Düsseldorf, 29. 9. 06, rok Mit dem Wert von 0,29 ist der Innovationsklima-Index des VDI zum zweiten Mal hintereinander auf dem höchsten Stand seit der ersten Erhebung vor zwei Jahren. „Der Technologiestandort Deutschland befindet sich in einer Aufschwungphase“, interpretiert VDI-Direktor Dr. Willi Fuchs die Ergebnisse.

Wo lange Pessimismus herrschte und über verpasste Chancen diskutiert wurde“, wird Norbert Müller, Vorsitzender der Geschäftsführung der Rittal GmbH & Co. KG, konkret, „etabliert sich wieder ein Klima des Aufbruchs, der Erneuerung und der Zukunftsorientierung.“ Beim Hersteller von Schaltschrank-, Gehäuse- und IT-Infrastruktur Rittal werden jährlich 500 neue Produkte angeboten.

Fuchs sieht das Innovationsklima in Deutschland mittelfristig weiter positiv: „Eine nachhaltige Zunahme des Index in den 30er-Bereich müsste in den kommenden zwölf Monaten möglich sein.“ Er schränkt aber ein, dass das nur eintreten kann, wenn auf dem Arbeitsmarkt genügend Fachkräfte zur Verfügung stehen. Nur noch 22 % der Befragten gaben an, dass sie die Verfügbarkeit von Fachkräften als gut oder sehr gut beurteilen. Im Vorjahr waren es noch 42 %. Dahingegen beurteilen mittlerweile 26 % die Verfügbarkeit als schlecht oder sehr schlecht. Mehr als doppelt so viele wie im Vorjahr (11 %) haben also Schwierigkeiten, auf dem Arbeitsmarkt fündig zu werden. „Wenn der Ingenieurkräftemangel in Höhe von 18 000 zukünftig weiter ansteigt, sehe ich Schwierigkeiten, die Wachstumspotenziale in voller Höhe zu realisieren“, gibt Fuchs zu bedenken.

Am optimistischsten ist die Stimmung derzeit in der Bio- und Medizintechnik, die mit 40 Punkten den höchsten Index aller Branchen aufweist. Mit 39 Punkten wird das Innovationsklima in der Umwelttechnik kaum weniger positiv gesehen. „Besonders erfreulich ist die gute Stimmung in den jungen Technologiesektoren“, freut sich Fuchs über diese Entwicklung. „Den internationalen Vorsprung, den wir in diesen Technologien haben, müssen wir in den kommenden Jahren halten.“ Bei den Fahrzeugbauern (35 Punkte) und den Maschinen- und Anlagenbauern (33 Punkte) ist die Stimmung, obwohl leicht gefallen, ebenfalls weiterhin als sehr gut zu betrachten. Deutschland schaut somit sowohl in den traditionell stark aufgestellten Branchen als auch in einigen Zukunftstechnologien positiv in die Zukunft.

International sehen über 80 % der Befragten Deutschland mindestens im oberen Drittel, was die technologische Wettbewerbsfähigkeit ihrer Branche anbelangt. Spitzenreiter ist die Umwelttechnik mit 56 Punkten, aber auch im Fahrzeugbau (44 Punkte), im Maschinen und Anlagenbau (43 Punkte) sowie in der Bio- und Medizintechnik (39 Punkte) schätzen deutsche Ingenieure die Wettbewerbsfähigkeit ihrer Branche gut ein.

Dennoch sieht es nicht in allen Branchen derart rosig aus. In der Bautechnik sowie der Informations- und Kommunikationsbranche wird die internationale Wettbewerbsfähigkeit mit jeweils 15 Punkten nicht sehr hoch eingeschätzt. In diesen beiden Branchen liegt der Stimmungsindex mit 13 (Bau) und 19 Punkten (Information und Kommunikation) deutlich unter dem Durchschnitt. Da diese Branchen zu den größten gehören, sind diese Zahlen für die Entwicklung der Gesamtwirtschaft negativ anzusehen. Allerdings: Seit dem Start des Innovationsbarometers hat sich auch in diesen Bereichen die Stimmung eher verbessert als verschlechtert. Für die Baubranche kündigt der Hauptverband der Bauindustrie einen Aufschwung an.

Den Umfang der Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten sehen 23 % der Befragten in ihrem Unternehmen in den nächsten drei Monaten steigen. Damit ist dieser wichtige Bereich ebenfalls auf einen bisherigen Rekordwert gestiegen. Am besten aufgestellt sind hier die Bio- und Medizintechnik (23 Punkte), die Energie- und Wasserversorgung (18 Punkte) sowie der Maschinen- und Anlagenbau (16 Punkte). CAESAR SASSE

Von Caesar Sasse

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