Material zum Klonen 02.06.2013, 12:00 Uhr

Forscher finden auf Arktisinsel das besterhaltene Mammut der Welt

Russische Forscher fanden in der Ostsibirischen See Überreste eines Mammuts in einem erstaunlich guten Zustand. Aus dem Tier konnten die Forscher sogar flüssiges Blut gewinnen. Das Mammut ist so gut erhalten, dass es Pläne gibt, das Mammut zu klonen.

Wissenschaftler der Universität in Jakutsk haben ein ungewöhnlich gut erhaltenes Mammut auf einer sibirischen Insel des arktischen Meeres gefunden.

Wissenschaftler der Universität in Jakutsk haben ein ungewöhnlich gut erhaltenes Mammut auf einer sibirischen Insel des arktischen Meeres gefunden.

Foto: Universität Jakutsk/Semjon Grigoriew

Immer wieder finden Forscher Überreste der seit zehntausend Jahren ausgestorbenen Tierart. Doch diesmal machten Wissenschaftler der North-Eastern Federal University in Jakutsk einen ganz besonderen Fund: Während einer Expedition auf den abgelegenen Ljachow-Inseln im arktischen Ozean fanden die Forscher am 22. Mai 2013 Überreste eines Mammutweibchens. Der Kadaver, der Tausende von Jahren eingefroren war, enthielt sogar noch flüssige Blutreste und rotes Muskelgewebe. „Das ist die erstaunlichste Entdeckung meines Lebens“, sagte Expeditionsleiter Semjon Grigorjew.

Mammut-Funde in derart guten Zustand, gab es bisher noch nie. Teile des Fleisches zeigten auch nach 10.000 Jahren noch die typisch rote Farbe. Außerdem trat dunkles, flüssiges Blut aus einer Wunde im Körper. Skelettiert waren nur der obere Teil des Körpers, Kopf und das linke Hinterbein. Das Tier soll im Alter von 50 bis 60 Jahren gestorben sein, so die Analysen von Zähnen und Knochen.

Fast komplett in Eis eingeschlossen

Forscher erklärten den guten Zustand des Tieres damit, dass der Mammutkörper zum größten Teil in reinem Eis feststeckte. Nur der obere Teil lag im Tundraboden. Den Rüssel fanden sie abgetrennt unweit vom Körper entfernt. Er ist der am schlechtesten erhaltende Körperteil.

Das Mammut ist so gut erhalten, dass sogar noch rosa-farbenes Fleisch gefunden wurde.

Das Mammut ist so gut erhalten, dass sogar noch rosa-farbenes Fleisch gefunden wurde.

Foto: Universität Jakutsk/Semjon Grigoriew

Die sehr gut erhaltenen Zellen des Fundes könnten möglicherweise genutzt werden, um das Tier zu klonen. „Ja, wir planen, das gefundene Mammut zu klonen. Ob das möglich ist, werden die Analysen von Blut und Gewebe zeigen“, äußerte sich Sergej Fjodorow vom Mammut-Museum in Jakutien sehr optimistisch.

Der Fund des Tieres ist ein Zufall: Normalerweise ist der Permafrostboden in Sibirien das ganze Jahr über gefroren. Doch aufgrund der Klimaerwärmung taut der Boden nun an einigen Stellen auf. Dort werden immer wieder gut erhaltene Mammuts gefunden. Jedoch war bisher kein Mammut so gut erhalten.

Zusammenarbeit mit Klon-Experten

Die Wissenschaftler der Universität Jakutskarbeiten mit Klon-Experten der südkoreanischen Biotechnologie-Stiftung Sooam zusammen. „Wir schließen nicht aus, dass das Gewebe aus dem nun gefundenen Mammut dabei hilft, die Frage des Klonens zu lösen“, so Grigorjew.

In dem Kadaver des Mammut konnten die russischen Wissenschaftler sogar flüssiges Blut sicherstellen.

In dem Kadaver des Mammut konnten die russischen Wissenschaftler sogar flüssiges Blut sicherstellen.

Foto: Universität Jakutsk/Semjon Grigoriew

Trotz aller Visionen und Träumen glauben Moskauer Wissenschaftler jedoch nicht an die Wiedergeburt eines Mammuts. Mammut-Experte Jewgeni Maschtschenko vom Paläontologischen Institut der Akademie der Wissenschaften äußerte sich eher skeptisch. „Die Wissenschaft lebt von Visionen. Im Moment aber ist die Wiedergeburt eines Mammuts ein Wunschtraum.“

Moskauer Forscher glauben nicht an Wiedergeburt

Und Kollege Sergej Saweljew von der Russischen Akademie der Medizinischen Wissenschaften sieht keine Möglichkeiten, das Mammut zu klonen. Er untersucht das erste Mammutgehirn, das jemals gefunden wurde. Da es keine lebenden Zellen gibt, könne auch nicht geklont werden, meint Saweljew.

Das Ziel, ein Mammut wieder zum Leben zu erwecken, gaben im Jahr 2011 auch japanische Forscher bekannt. Sie kündigten an, innerhalb von vier Jahren ein Mammut zu klonen.

Von Petra Funk

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