New Horizons nah dran 07.12.2015, 12:27 Uhr

Die schärfsten Starfotos vom Zwergplaneten Pluto

Astronomen sind begeistert von den Bildern, die nach und nach bei der Nasa eintreffen. Sie zweigen Pluto in einer Schärfe, die in den nächsten Jahrzehnten nicht übertroffen werden kann. Die Bilder legen eine Strecke von mehr als fünf Milliarden Kilometern zurück.

Die Fotos zeigen Krater, Bergketten und ausgedehnten Ebenen auf dem Pluto in bislang unerreichter Schärfe. 

Die Fotos zeigen Krater, Bergketten und ausgedehnten Ebenen auf dem Pluto in bislang unerreichter Schärfe. 

Foto: Nasa/JHUAPL/SwRI

Foto: Nasa/JHUAPL/SwRI

Foto: Nasa/JHUAPL/SwRI

Foto: Nasa/JHUAPL/SwRI

Foto: Nasa/JHUAPL/SwRI

Foto: Nasa/JHUAPL/SwRI

Der Zwergplanet Pluto präsentiert sich auf den Bildern, die derzeit bei der amerikanischen Raumfahrtbehörde Nasa gewissermaßen Pixel für Pixel eintreffen, in einer Schärfe, die bisher nicht im entferntesten erreicht worden ist. Bessere sind in den nächsten Jahrzehnten nicht zu erwarten, weil keine Kamera in die Nähe des weit entfernten unwirtlichen Himmelskörpers kommen wird.

Die Bilder, die die amerikanische Raumfahrtorganisation Nasa jetzt veröffentlicht hat, nahm eine Kamera an Bord der Raumsonde New Horizons auf, die am 14. Juli in einer Entfernung von 17.000 km an Pluto vorbeisauste. So nah kam ihm noch nie eine Sonde. 

Nur 700 Bit pro Sekunde

Dass die Bilder erst jetzt eintreffen liegt daran, dass die Bandbreite des Funkgeräts an Bord der Sonde sehr klein ist – es übermittelt gerade mal 700 Bit pro Sekunde. So werden die Astronomen in aller Welt noch monatelang auf die Folter gespannt in Erwartung noch besserer Bilder.

Die Kamera dokumentierte einen etwa 80 km breiten und 800 km langen Streifen vom Horizont über eine Bergkette hin zur eisigen Ebene Sputnik Planum. Zu sehen sind typische Krater, die von Meteoriten-Einschlägen herrühren, Bergketten und ausgedehnte Ebenen. Die Auflösung beträgt 77 bis 85 m pro Pixel, wenig für irdische Verhältnisse, sensationell für die Oberfläche eines Himmelskörpers, der zwischen 4,2 und 7,5 Milliarden km von der Erde entfernt ist.

Plutoniumbatterie liefert Strom

Die Nasa hatte die Sonde 2006 auf den Weg geschickt. Da sie sehr weit entfernt von der Sonne operiert hätten Solarzellen nicht genügend Strom geliefert. Deshalb statteten die US-Forscher den unbemannten Flugkörper, der nur so groß ist wie ein Konzertflügel, mit einer Plutoniumbatterie aus. Außer der Kamera sind noch sechs weitere Messgeräte an Bord, die unter anderem die Atmosphäre des Zwergplaneten analysieren.

Noch ein Himmelskörper im Visier

Vom Pluto ist New Horizon mittlerweile rund 170 Millionen km entfernt, von der Erde 5,2 Milliarden km. Beim gegenwärtigen Kurs wird sie im Januar 2019 das transneptunische Objekt (TNO) 2014 MU69 erreichen und ebenfalls im Vorbeiflug erforschen. TNO sind kleine Himmelskörper, die jenseits der Umlaufbahn des Planeten Neptun unterwegs sind.

Auf 2014 MU69 sind die amerikanischen Astronomen bei der Suche nach Himmelskörpern gestoßen, die die Sonde New Horizons gewissermaßen nebenbei noch erforschen könnte. Pluto gehört übrigens seit 2006 ebenfalls zu den TNO. Zuvor war er als Planet anerkannt.

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