Interaktive App für Rollstuhlfahrer 04.07.2013, 11:55 Uhr

Ampelfarben informieren über barrierefreie Wege

Einfacher zum Ziel gelangen können Rollstuhlfahrer jetzt mit dem neuen Orientierungssystem „Wheel-Guide“. Die App kann sogar vom Nutzer eigenhändig erweitert werden. 

Rollstuhlfahrer überquert einen Zebrastreifen: Fortbewegung ist für Rollstuhlfahrer oft beschwerlich. Erst recht, wenn Hindernisse hinzu kommen. Informatikstudenten der Hochschule Darmstadt haben jetzt das neue Orientierungssystem „Wheel-Guide“ für Smartphones entwickelt. Mit dessen Hilfe finden sich Behinderte insbesondere in einer unbekannten Gegend besser zurecht. Die App informiert über Hindernisse auf dem Weg, die nicht bewältigt werden können und bietet Alternativ-Routen an.

Rollstuhlfahrer überquert einen Zebrastreifen: Fortbewegung ist für Rollstuhlfahrer oft beschwerlich. Erst recht, wenn Hindernisse hinzu kommen. Informatikstudenten der Hochschule Darmstadt haben jetzt das neue Orientierungssystem „Wheel-Guide“ für Smartphones entwickelt. Mit dessen Hilfe finden sich Behinderte insbesondere in einer unbekannten Gegend besser zurecht. Die App informiert über Hindernisse auf dem Weg, die nicht bewältigt werden können und bietet Alternativ-Routen an.

Foto: dpa

Rollstuhlfahrende haben es oft schwer genug, ihr Ziel zu erreichen. Wenn dann noch unvorhergesehene Hindernisse auftauchen, kann es sehr anstrengend werden. Informatik-Studenten der Hochschule Darmstadt haben jetzt das neue Orientierungssystem „Wheel-Guide“ für Smartphones entwickelt, mit dessen Hilfe die Behinderten insbesondere in einer unbekannten Gegend ihr Ziel besser erreichen können. „Wheel Guide soll es Rollstuhlfahrenden ermöglichen, in einer unbekannten Gegend sicher von A nach B zu finden und diese Route mit Gewissheit auch alleine zu schaffen“, sagt Professorin Bettina Harriehausen-Mühlbauer, die das Projekt leitet.

Die App

Die App „Wheel Guide“ zeigt ein Hindernis an und beschreibt es. 

Quelle: h_da/Waldemar Müller

Das Besondere an der Wheel-App ist, dass der Nutzer völlig neue Routen in die App eingeben kann. Aber auch temporäre Hindernisse wie Schilder, umgestürzte Bäume oder auf dem Weg stehende Mülltonnen können von ihm eigenhändig hinzugefügt werden, wenn er ihnen unterwegs begegnet.

Barrieren wie Treppen, Engstellen, Rampen, Passagen und schlechte Wege hat die neue „Wheel-Guide“-App im Programm. Ein Klick auf „Points of Interest“ und nähere Informationen über diese Hindernisse werden geliefert.

Eine technische Schnittstelle auf dem Kartenprogramm „Open Street Map“, bietet Inhalte wie: Wie viele Stufen hat die Treppe? Wie eng ist der Durchgang tatsächlich? Und welche Beschaffenheit hat der Weg? Mit einer Genauigkeit von drei Metern liefert die App dem Nutzer alle notwendigen Informationen. Sogar Fotos werden angezeigt.

„Wheel-Guide“ arbeitet mit Ampelfarben. Ist der Weg barrierefrei, zeigt die Ampel „grün“ an. Ist er nur eingeschränkt barrierefrei, erscheint Orange. Ist der Weg gar nicht zu bewältigen, leuchtet die Ampel rot. Die App bietet dem Nutzer dann eine alternative barrierefreie Route an.

Zuvor muss der Rollstuhlfahrende ein Profil anlegen. Dazu werden Angaben über seine derzeitige Verfassung benötigt. Außerdem muss er mitteilen, ob er alleine fährt oder in Begleitung unterwegs ist.

Prototyp hat Darmstadt erfasst

Der erste „Wheel Guide“-Prototyp wurde bereits getestet. Darmstadt ist inzwischen vollständig erfasst worden und dank einer Kooperation mit der Abteilung Rollstuhlbasketball des Basketballclubs Darmstadt wurden viele Routen schon erfolgreich getestet.

Jetzt sollen weitere Städte dem Vorbild Darmstadts folgen. Die Stadt Heidelberg kooperiert bereits mit ihrem Projektbüro „Beirat von Menschen mit Behinderungen“und dem Straßenverkehrsamt der Stadt Weiterstadt.

Zudem arbeiten viele Studenten Im Rahmen ihrer Bachelorarbeit am Thema „Wheel Guide“-App. 

Von Petra Funk
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