Stahltechnologie 2012 01.01.2016, 01:07 Uhr

Stahl-Innovationspreis-Preis: 13 Preisträger aus 658 Bewerbungen

Am 27. Juni ist in Düsseldorf der Stahl-Innovationspreis 2012 verliehen worden. Insgesamt 13 Preisträger – jeweils die Top 3 in den vier Kategorien Produkte, Forschung und Entwicklung, Bauteile und Systeme für das Bauen sowie einen Gewinner für den Sonderpreis „Klimaschutz mit Stahl“ wählte die Jury dafür aus den 658 Einreichungen aus. In einem Public Voting konnten dann alle Teilnehmer an der Preisverleihung die Sieger der einzelnen Kategorien wählen.

Schirmherr Wolfgang Reitzle lobt den Innovationspreiswettbewerb.

Schirmherr Wolfgang Reitzle lobt den Innovationspreiswettbewerb.

Foto: Linde AG

„Wenn es diesen Preis nicht schon gäbe, müsste man ihn erfinden, denn er rückt nicht nur spannende Projekte rund um das Produkt Stahl ins Licht der Öffentlichkeit, sondern lenkt die Aufmerksamkeit auch auf das für unsere Wirtschaft so wichtige Thema Innovation“, lobte Schirmherr Wolfgang Reitzle am 27. Juni in Düsseldorf den Innovationspreiswettbewerb des Stahl-Informations-Zentrums. Denn „Kreativität“, so der Vorsitzende der Linde AG, „ist der Kern der deutschen Wettbewerbsfähigkeit.“

Mit 658 eingereichten Projekten wurde laut Jost A. Massenberg eines der besten Ergebnisse seit Bestehen des seit 1989 alle drei Jahre ausgelobten Innovationspreises erzielt. „Kein vergleichbarer Wettbewerb in Deutschland kann eine so hohe Beteiligung verzeichnen“, verdeutlichte der Vorsitzende des Stahl-Informations-Zentrums den Ideenreichtum der Stahlanwender.

Sonderpreis „Klimaschutz mit Stahl” für das Unternehmen Pumpen Strebe

Den Sonderpreis „Klimaschutz mit Stahl“ gewann das Unternehmen Pumpen Strebe. Das Unternehmen aus Wusterhausen bei Stralsund hat eine Venturi-Edelstahlsonde entwickelt, die Herzstück einer Anlage zur effizienten Erschließung von Hydrothermie ist. Sie kann dort eingesetzt werden, wo Grundwasser im ersten Wasserleiter vorhanden ist. Das ist die oberste Grundwasserschicht in Zonen von etwa 5 m bis 10 m Tiefe, die noch nicht zur Trinkwassergewinnung genutzt wird.

Die Sonde erreicht laut den Informationen des Stahl-Informations-Zentrums durch den Werkstoff und ihren inneren Aufbau, der eine schnelle Wärmeaufnahme ermöglicht, eine so hohe Effizienz, dass die notwendige Bohrtiefe für den Wärmetauscher um etwa 50 % geringer ist, als bei Geothermieanlagen mit vergleichbarer Leistung.

Das mobile Hochwasserschutzsystem der Howatec, Netphen, wählten die Teilnehmer der 9. Stahl-Innovationspreisverleihung als Sieger in der Kategorie „Produkte aus Stahl“. Da es besonders leicht und schnell zu errichten ist, eignet sich das System deshalb gut für den effektiven Schutz hochwassergefährdeter Bereiche. Im Vergleich zu herkömmlichen Sandsackbarrieren kann der hohe Zeitaufwand für das Befüllen der Sandsäcke entfallen und das System bleibt auch bei einem Überspülen der Barriere stabil.

Forschungszentrum Jülich gewinnt mit der Werkstoffentwicklung „Crofer 22 H“

In der Kategorie „Forschung und Entwicklung“ erhielt das Institut für Energie- und Klimaforschung des Forschungszentrums Jülich mit der Werkstoffentwicklung „Crofer 22 H“ den 1. Preis. Der Interkonnektor-Werkstoff für Festoxid-Brennstoffzellen zeichnet sich durch seine Hochtemperaturfestigkeit aus und verspricht eine kostengünstigere Fertigung von Hochtemperatur-Brennstoffzellen. Denn laut den Informationen des Kooperationspartners ThyssenKrupp VDM bietet die innovative Legierung aufgrund ihrer hohen Kriechbeständigkeit und verbesserter Oxidationsbeständigkeit Vorteile beim Aufbau von dünnwandigen Interkonnektoren (bipolaren Platten, die der elektrischen Kontaktierung der Brennstoffzellen und der Zuführung der Brenngase dienen).

In der Kategorie „Bauteile und Systeme aus Stahl für das Bauen“ gewann das Berliner Ingenieurbüro Schlaich Bergermann und Partner, Berlin, zusammen mit dem Studio Tobias Rehberger, Frankfurt/Main, mit ihrer skulpturalen Brücke „Slinky springs to fame“. Die Fuß- und Radwegbrücke steht in Oberhausen und windet sich wie ein farbiges Band über den Rhein-Herne-Kanal. Um die gewünschte Leichtigkeit des künstlerischen Entwurfs zu realisieren, hatten die Ingenieure als Tragwerk eine Spannbandbrücke gewählt, bei der zwei massereduzierte, parallel laufende Blechbänder aus hochfestem Feinkornbaustahl S690 mit einer Breite von 460 mm und einer Dicke von 30 mm die Brückenfelder bis zu den äußeren Stützen im Uferbereich tragen.

Stahl-Innovationspreis: Kategorie „Stahl-Design” geht an Eisele Kuberg Design und Friedrich Sailer

In der Kategorie „Stahl-Design“ wurde das von Eisele Kuberg Design und Friedrich Sailer aus Neu-Ulm entwickelte Hygienemöbelsystem HYG-09 mit dem 1. Preis geehrt. Die reinraumgerecht also für höchste hygienische Ansprüche gestaltete Möbelserie wurde von den Kooperationspartnern so konzipiert, dass sie auf einer computergesteuerten Laserschweißanlage mit acht programmierbaren Achsen effizient gefertigt werden können.

Von Jürgen Siebenlist
Von Jürgen Siebenlist

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