Stahl 01.11.2002, 18:22 Uhr

Stahl in China schlägt alle Rekorde

195 Mio. t in 2002. Würde man einen Pro-Kopf-Verbrauch wie in Deutschland zugrunde legen, dann müsste er sogar noch vier Mal so groß sein.

Steigender Stahlverbrauch – das bedeutet auch steigender Wohlstand. Etablierte Länder wie Deutschland bringen es auf einen Pro-Kopf-Verbrauch von 450 kg, der EU-Durchschnitt beträgt 383 kg, wohingegen aufstrebende „neue“ Industriestaaten wie Brasilien oder China es nur auf 94 kg. bzw. 110 kg bringen.
„Besser leben mit Stahl“ heißt denn auch das Motto der Jahrestagung 2002 von Verein Deutscher Eisenhüttenleute (VDEh) und Wirtschaftsvereinigung Stahl am 14. und 15. November in Düsseldorf. 3500 Fachleute werden zu diesem Treffen, dem alten „Eisenhüttentag“ erwartet, denn „Wohlstand und Freiräume in Wirtschaft und Politik gründen sich ganz wesentlich auf die Herstellung von Stahlerzeugnissen“. Das gilt auch für Länder wie die Bundesrepublik, deren stahlintensive Infrastruktur schon aufgebaut ist.
Wenn das International Iron and Steel Institute (IISI), Brüssel, beim weltweiten Stahlverbrauch 2002 einen Anstieg um 4,2 % auf 892 Mio. t zum Vorjahr sieht, „dann kommt der entscheidende Beitrag aus China“, sagt IISI-Generalsekretär Ian Christmas.
Der Verbrauch von Fertigstahl in China wird allein in diesem Jahr nach Einschätzung des Branchenverbandes um 14,8 % oder 25 Mio. t auf 195 Mio. t ansteigen. Der weltweite Stahlverbrauch für das Jahr 2002 ohne China wird laut IISI nur 1,2 % oder 7 Mio. t Wachstum im Vergleich zum Vorjahr aufweisen.
Der Branchenverband hat damit seine Prognose für China zum vierten Mal in Folge nach oben korrigiert. Für 2003 geht das IISI in dem aktuellen Marktausblick sogar von einer noch positiveren Entwicklung aus: Der Weltverbrauch „finished Steell“ werde sich um 4,9 % auf 841 Mio. t erhöhen in China jedoch gebe es weiterhin zweistellige Zuwachsraten, aber mit etwas geschwächter Dynamik: So soll die Fertigstahlanwendung 2003 in China um 10,3 % auf 215 Mio. t steigen. Der Stahlverbrauch in den restlichen Ländern der Welt wird laut IISI um 3,1 % oder 19 Mio. t auf 626 Mio. t wachsen.
Auch nach Einschätzung des Londoner Consulting-Unternehmens MEPS (International) Ltd. wird die Diskrepanz zwischen den aufstrebenden neuen Industriestaaten und den gesättigten Industrieländern bestehen bleiben: „Die Fundamentaldaten des Marktes in den Industrienationen sind nicht ausreichend, um die derzeitigen Produktionszahlen aufrechtzuerhalten“, teilte MEPS am 15. Oktober mit. Der Stahlverbrauch in China könne die erwartete Auftragsabkühlung von Kunden aus den Industrienationen aber ausgleichen. Nach Einschätzung der Analysten ist die Hälfte der erhöhten 2002er Nachfrage in westlichen Industriestaaten auf den Aufbau von Lagerbeständen zurückzuführen. Viele Kunden hätten bestellt, um gegen eventuelle Preiserhöhungen gewappnet zu sein, die im Zuge der US-Strafzölle erwartet worden waren. Mit solchen Zyklen hat Chinas Stahlindustrie bisher wenig zu tun. Auch noch nicht mit dem Beschäftigungsabbau wie er in Deutschland stattfand: Von 416 000 in 1960 auf 100 000 in 2001 gleichzeitig stieg die Rohstahlproduktion nur von 34 Mio. t auf 45 Mio. t. KÄM

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