Analyse der Stunts 12.03.2015, 06:48 Uhr

Weltweit erster Sensor für das BMX-Rad entwickelt

Das Lenkrad im Flug drehen, ein Vorwärtssalto schlagen oder eine Drehung um 360 Grad machen: Diese spektakulären Tricks können BMX-Fahrer zukünftig von einem Sensor am Radrahmen analysieren lassen. Er sendet Ergebnisse direkt ans Smartphone. 

Zwei Fahrer, die beide Iddo-Sensoren an ihren BMX-Rädern haben, können ihre Leistungen vergleichen. Möglich macht das eine Smartphone-App, die für jeden Sprung Punkte vergibt. 

Zwei Fahrer, die beide Iddo-Sensoren an ihren BMX-Rädern haben, können ihre Leistungen vergleichen. Möglich macht das eine Smartphone-App, die für jeden Sprung Punkte vergibt. 

Foto: Iddo

Diese kleine unscheinbare Aluminiumscheibe hat es in sich: Sie wiegt nur 50 Gramm, kann aber als weltweit erster BMX-Sensor unglaublich viele Aufgaben bei BMX-Rennen und BMX-Freestyle übernehmen. Montiert am Radrahmen analysiert sie Tricks und Sprünge des Fahrers – etwa den sogenannten Häschen-Hop, den Frontflip oder den Backflip. Möglich macht das ein eingebauter 9-Achsensensor, der die Tricks am Flugverhalten des Fahrrads erkennt.

Smartphone-App zeigt Sprunghöhe und Airtime an

Der Sensor verbindet sich über Bluetooth mit einer Smartphone-App. Dort kann der BMX-Fahrer sehen, wie gut seine Tricks schon funktionieren. Die App zeigt unter anderem die sogenannte Airtime an, also die Zeit, die sich das Rad in der Luft befand; zudem die Höhe des Sprungs und die Genauigkeit der Ausführung. Unter Berücksichtigung der Temperatur und der Luftfeuchte vergibt die App dann Punkte für den Trick.

Der Sensor ist eine 50 Gramm leichte Aluminiumscheibe, die sich am Hinterrahmen montieren lässt. Sie erkennt das Flugverhalten des Fahrrads mit einem 9-Achsensensor. 

Der Sensor ist eine 50 Gramm leichte Aluminiumscheibe, die sich am Hinterrahmen montieren lässt. Sie erkennt das Flugverhalten des Fahrrads mit einem 9-Achsensensor. 

Foto: Iddo

Mit dem Iddo-Bikesensor können sich BMX-Sportler gegenseitig herausfordern. Dazu muss der sogenannte Ghost Challenge Modus aktiviert werden, der einen Punktevergleich ermöglicht. Erfolge können auch über Facebook und andere soziale Plattform geteilt werden.

Der Sensor verfügt zudem über ein GPS-System, mit dem sich die gefahrene Distanz berechnen lässt. Erlaubt der Besitzer eine Verbindung mit Iddo, kann das Unternehmen Routen auch als offizielle Trainingsstrecken markieren.

Start-up finanziert Sensor über Crowdfundingplattform IndieGogo

Doch noch ist der BMX-Sensor nicht in Serienproduktion. Rui Sousa Campos, Geschäftsführer des portugiesischen Start-ups Iddo, wirbt seit dem 1. März 2015 auf der Crowdfundingplattform IndieGogo für seine Idee. Um das Projekt realisieren zu können, werden 40.000 Euro benötigt.

Nach jedem Sprung kann der Fahrer auf sein Smartphone sehen. Die App zeigt ihm dann an, wie hoch er gesprungen ist, wie lange er in der Luft war und wie sauber er den Trick ausgeführt hat. 

Nach jedem Sprung kann der Fahrer auf sein Smartphone sehen. Die App zeigt ihm dann an, wie hoch er gesprungen ist, wie lange er in der Luft war und wie sauber er den Trick ausgeführt hat. 

Foto: Iddo, BMX

Damit will Iddo die ersten 250 Einheiten produzieren lassen. Wer das Projekt unterstützt, kann den Sensor zum Preis von 159 Euro vorbestellen. Erste Auslieferungen sollen Mitte September 2015 erfolgen. 

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