Transport 04.06.2013, 13:30 Uhr

Rheinhäfen verstärken gemeinsam ihren kombinierten Verkehr

Der Güterverkehr in Deutschland ist zwar im Jahr 2012 laut Angaben des Statistischen Bundesamtes um durchschnittlich 2,2 % zurückgegangen, doch erhöht manches Logistikunternehmen mit Blick in die Zukunft weiter sein Transportpotenzial. In den nächsten 20 Jahren erwartet beispielsweise das auf Binnenschifffahrt und Schiene spezialisierte Unternehmen RheinCargo eine Expansion des Transportaufkommens auf der Rheinschiene um rund zwei Drittel.

RheinCargo, das Gemeinschaftsunternehmen der Häfen und Güterverkehr Köln AG und der Neuss-Düsseldorfer Häfen GmbH & Co. KG, will das Transportgeschäft zwischen den nahen Seehäfen (Antwerpen, Rotterdam, Amsterdam) und dem Rheinland sowie weiter nach Süden entlang der Rheinschiene in Richtung Schweiz ausbauen. 

RheinCargo, das Gemeinschaftsunternehmen der Häfen und Güterverkehr Köln AG und der Neuss-Düsseldorfer Häfen GmbH & Co. KG, will das Transportgeschäft zwischen den nahen Seehäfen (Antwerpen, Rotterdam, Amsterdam) und dem Rheinland sowie weiter nach Süden entlang der Rheinschiene in Richtung Schweiz ausbauen. 

Foto: RheinCargo

Entlang der Rheinschiene bewegt sich Gewichtiges: Das Gemeinschaftsunternehmen der Häfen und Güterverkehr Köln AG (HGK) und der Neuss-Düsseldorfer Häfen GmbH & Co. KG (NDH), das im August 2012 unter dem Namen RheinCargo an den Start ging, setzt stark auf eine weitere Zunahme vor allem der Verkehre zwischen den nahen Seehäfen (Antwerpen, Rotterdam, Amsterdam) und dem Rheinland sowie weiter nach Süden entlang der Rheinschiene in Richtung Schweiz. Hier wird nach den Informationen des Logistikdienstleisters für die kommenden 20 Jahre eine Zunahme des Güterverkehrs um rund zwei Drittel vorausgesagt.

RheinCargo will Umsatz 2013 um 20 Prozent steigern

Im Schienengüterverkehr plant das Unternehmen einen weiterhin kräftigen Zuwachs beim Transport in seinem Kerngeschäft, dem Transport von Massengütern wie Kohle, Mineralöl und chemischen Produkten. Hier werde RheinCargo im Jahr 2013 rund 20 % gegenüber dem Vorjahr zulegen, betont Horst Leonhardt, der als einer von zwei Geschäftsführern u. a. die Geschäfte der Eisenbahnsparte leitet.

Auch das Hafengeschäft sei von einem stetigen Ausbau geprägt. „Die Hafenstandorte bewegen sich durchweg auf oder in der Nähe von historischen Höchstständen und werden je nach Verlauf der Konjunktur in den kommenden Jahren weiter prosperieren“, erklärt Rainer Schäfer, der u. a. für die Hafenaktivitäten verantwortliche Geschäftsführer.

Positive Impulse durch erweiterten Rotterdamer Hafen

Positive Impulse für die Entwicklung gab insbesondere der Ausbau des Rotterdamer Hafens. „Mit der Maasvlakte II gehen riesige neue Umschlagflächen an den Markt“, so Schäfer. Ähnliches geschehe in Antwerpen, Hamburg oder Wilhelmshaven. „Diese Anlagen werden zwar nicht vom ersten Tag an voll ausgelastet sein, aber ganz gleich, ob sich das Aufkommen in den kommenden zwanzig Jahren verdoppelt oder verdreifacht: Mit den vorhandenen Kapazitäten werden wir das nicht so einfach bewältigen können.“

Man beabsichtige nun auf den bestehenden Terminals und Anlagen noch produktiver zu werden sowie neue Flächen nutzbar zu machen. In Krefeld plant Schäfer mit einem 50 Mio. € teuren Terminal für den Kombinierten Verkehr den Ausbau des dortigen Hafenstandorts. „Wir wollen mit der Kombination Binnenschiff-Eisenbahn wirtschaftlich attraktive Alternativen zum Lkw anbieten“, betont der Leiter des Hafengeschäfts. „Die Straßen sind voll, die Kapazitäten dieses Verkehrsträgers werden knapp.“ Angesichts der Tatsache, dass allein auf der A 1 täglich rund 20 000 Lkw den Großraum Köln passierten, könne die Region bedeutende Zuwächse nur dann sinnvoll bewältigen, wenn man die Kräfte bündle und gemeinsam mit den Partnern intelligente Konzepte für effiziente Transportketten erarbeite.

Lkw bei Transportradius um 50 Kilometer kaum zu schlagen

Das funktioniert freilich nicht in allen Bereichen. „Der Lkw ist meistens flexibler und fast immer schneller als Bahn und Schiff“, räumt das Unternehmen ein. Deshalb sei dieser bei einem Transportradius von etwa 50 km kaum zu schlagen. Ein Vorteil von Bahn und Schiff sei jedoch die hohe Zuverlässigkeit. Zudem seien beide Verkehrsmittel effizient und damit günstig im Verbrauch. Wenn große Mengen über längere Strecken transportiert werden, sparen Bahn und Schiff in erheblichem Umfang Kraftstoff. Dies senke die Transportkosten und nutze der Umwelt.

Bereits jetzt blicken die Logistikspezialisten auf eine erfolgreiche Geschäftsentwicklung zurück. An den Standorten Köln, Neuss und Düsseldorf hat RheinCargo 2012 auf dem Wasser 27,7 Mio. t bewegt, 1,2 t mehr als im Vorjahr. Auch auf der Schiene geht es voran. Hier wurden mehr als 21 Mio. t auf dem Schienenweg (Vorjahr: 20,7 Mio. t) transportiert.  

Von Lars Wallerang Tags:

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