Concept Car EZ-GO 15.03.2018, 09:45 Uhr

Renault präsentiert hochautomatisiertes Roboter-Taxi

Barrierefrei, urban, praktisch – das sind die Adjektive, die einem zur Studie EZ-GO von Renault einfallen. Das auf dem Genfer Autosalon vorgestellte Fahrzeug soll natürlich elektrisch und autonom fahren, es bietet aber einige weitere Features.

Concept Car EZ-GO

Dass ein Concept Car autonom und elektrisch fährt, ist mittlerweile fast schon selbstverständlich. Deshalb addieren die Autohersteller weitere Vorzüge.

Foto: Renault

EZ-GO mit aufgeklappter Rückseite (Heckklappe und Dach)

Etwa einem barrierefreien Zugang. Bei der Renault-Studie EZ-GO öffnet sich dafür die komplette Rückfront.

Foto: Renault

U-förmige Sitzreihe im Innenraum des EZ-GO

Der Innenraum erinnert weniger an ein Auto als an einen Bus. Mit einer U-förmigen Sitzanordnung, bei der sich die Passagiere gegenübersitzen.

Foto: Renault

Display des EZ-GO

Obwohl die Passagiere nicht selbst fahren, können Sie alle relevanten Fahrinformationen von einem gigantischen Display im Cockpit des Roboter-Taxis ablesen.

Foto: Renault

Concept Car EZ-GO

Bei der Studie EZ-Go wird es nicht bleiben. Renault hat bereits weitere Konzepte zum urbanen Verkehr in diesem Jahr angekündigt.

Foto: Renault

Der jährlich stattfindende Automobilsalon in Genf ist die wichtigste Fahrzeugmesse. Auf ihr stellen die Fahrzeughersteller ihre neuen Innovationen zur Schau. Der französische Automobilbauer Renault präsentiert auf dem 88. Genfer Autosalon seine Vision von einem Roboter-Taxi. Das Fahrzeug der Studie EZ-GO ist ein batterieelektrisches, voll vernetztes und autonomes Concept Car, das Platz für sechs Personen bietet und per mobiler App bestellt wird.

Die technischen Daten des EZ-GO

Die Hinterräder des Fahrzeugs werden von einem leistungsstarken Elektromotor angetrieben. Die maximale Geschwindigkeit hat der Hersteller Renault auf 50 Stundenkilometer limitiert. Das ist nicht viel, aber für den urbanen Verkehr ausreichend. Das Fahrzeug steuert, beschleunigt und bremst autonom, kann die Spur wechseln und überwacht die ganze Zeit über sein Fahrumfeld. Unter dem Dach des Fahrzeugs befinden sich Kameras, Ultraschall-, Radar- und Lidarsensoren. An der Front und am Heck sind LED-Lichtleisten angebracht, die dem Fahrzeug zur Kommunikation mit seiner Umwelt dienen. An den LED lässt sich beispielsweise anzeigen, ob das Taxi frei, besetzt oder reserviert ist.

Künftig soll es auch eine Fußgänger-Anzeige geben, die darüber informiert, dass das Taxi die anderen Verkehrsteilnehmer erkannt hat und diese sicher die Straße überqueren können. Das Concept Car von Renault fährt fast lautlos und lädt induktiv. Dazu steuert das Fahrzeug selbstständig eine Ladestation an. Über eine Smartphone-App können Passagiere das Fahrzeug zu ihrem Arbeitsplatz oder nach Hause rufen. Zusätzlich sollen die selbstfahrenden Roboter-Taxis den Passagieren rund um die Uhr in den Innenstädten an speziellen Stationen zur Verfügung stehen.

Komfortables und barrierefreies Ein- und Aussteigen

Das Concept Car der Studie EZ-GO ist 5,2 Meter lang und 2,2 Meter breit. Damit ist der autonome Renault deutlich größer als ein normales Stadtauto. In seinem Inneren finden maximal sechs Passagiere Platz: Zwei Passagiere sitzen in Fahrtrichtung und jeweils zwei weitere Passagiere nehmen seitlich auf einer U-förmigen Sitzbank Platz. Dank dieser besonderen Anordnung bietet der EZ-GO genügend Platz für Gepäck, Kinderwagen und Rollstühle. Der Grund für die außergewöhnlichen Maße liegt an den Flanken des Fahrzeugs. Dort befinden sich
keine klassischen Türen, sondern eine aufrechte Einstiegsmöglichkeit. Zum Ein- und Aussteigen schwingt ein großer Teil der Glaskuppel nach oben. Damit eignet sich das Concept Car hervorragend für ältere, besonders große oder kranke Menschen.

Doch auch an Eltern mit Kinderwagen, Rollstuhlfahrer und Rollator-Nutzer ist gedacht: Ein Teil des Bodens fungiert als Rampe und senkt sich für den Einstieg der Passagiere ab. Alternativ dockt das autonome Robo-Taxi an einer barrierefreien Station an. Zum Einsteigen senkt sich die aktive Fahrzeugaufhängung einige Zentimeter nach unten. Im Innenraum des EZ-GO befindet sich an der Stelle des heutigen Cockpits ein zentrales Display, auf dem die Passagiere fahrrelevante Informationen wie ihren aktuellen Standort, die Verkehrslage und die Ankunftszeit sehen. Während der Fahrt können sich die Passagiere zurücklehnen und dank der vorhandenen Schalen ihre Smartphones per Induktion aufladen.

Roboter-Taxis werden von vielen Herstellern erprobt

Das Robo-Taxi von Renault ist nicht das erste Fahrzeug seiner Art, wenngleich das EZ-GO mit Sicherheit zu den interessantesten Modellen gehört. Im Jahr 2019 will der Automobilbauer General Motors seine eigenen Roboter-Taxis in die Städte bringen. Die Fahrzeuge sollen weder Pedale noch ein Lenkrad besitzen und völlig autonom im Straßenverkehr agieren. General Motors hat eine Genehmigung beantragt und ein Testgebiet steht ebenfalls fest. In wenigen Jahren soll es mehr als 2.500 autonom fahrende Elektroautos vom Typ Chevrolet Bolt in den Städten geben.

Neben General Motors gibt es noch weitere Wettbewerber, die mit ihrer Entwicklung ähnlich weit sind. Der bayerische Automobilbauer BMW testet in und rund um München verschiedene selbstfahrende Autos im Stadtverkehr. Die deutschen Unternehmen Daimler und Bosch haben gemeinsam ein Roboter-Taxi angekündigt, nachdem die Stuttgarter bereits Roboter-Taxis an den umstrittenen Uber-Dienst geliefert hat. In der Anfangszeit sollen sie aus Sicherheitsgründen noch mit einem Fahrer besetzt sein. Bisher gibt es noch keine weiteren Informationen zu den autonomen Fahrzeugen. Neben den klassischen Automobilbauern gibt es aber auch Wettbewerber aus anderen Industriezweigen. Zu den größten Unternehmen mit ähnlichen Konzepten gehören Apple und Google – etwa in Kooperation mit Fiat Chrysler. Außerdem spielen die Taxi-App Uber und das Unternehmen Tesla eine Rolle. Abgesehen davon gibt es viele kleine Start-ups wie Nutonomy, mit dem MIT-Ingenieure Roboter-Taxis auf die Straße bringen wollen.

Renault & Shared Mobility

Seit Jahren nimmt das Interesse an kostengünstigen und umweltfreundlichen Mobilitätslösungen zu. Über mobile Anwendungen für Shared Mobility von Unternehmen wie Uber oder Lyft entsteht eine Verbindung zwischen Fahrern und Passagieren. Dies ermöglicht kostengünstige und umweltfreundliche Verkehrslösungen in den Städten. Über die Anwendung Turo können die Nutzer Fahrzeuge von privaten Personen mieten. Experten sind sich sicher, dass sich das umweltfreundliche und kostengünstige Carsharing in Asien und Europa nachteilig auf die Autohersteller auswirken wird. Die Unternehmensberatung BCG ist der Meinung, dass die Autoverkäufe im Jahr 2021 dadurch um rund eine halbe Million abnehmen werden. Das Carsharing sei dabei nur ein Zwischenschritt hin zum Roboter-Taxi. Aus diesen Gründen entwickeln Renault und andere Automobilhersteller geeignete Modelle. Der französische Autokonzern Renault will im Laufe des Jahres 2018 weitere Konzeptstudien für den urbanen Verkehr der Zukunft vorstellen. Bei den autonomen Fahrzeugen scheinen die Franzosen der Konkurrenz einen Schritt voraus. Zumindest verrät das französische Unternehmen deutlich mehr zu seinen Robo-Taxis als die Konkurrenz.

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