Insolvenz von Hanjin 26.09.2016, 07:51 Uhr

O du fröhliche: Reederei-Pleite bedroht Weihnachtsgeschäft

Der Weihnachtsmann hat ein Problem: Die Reederei Hanjin ist pleite. Somit drohen 80 Containerschiffe und 500.000 Container für die Auslieferung der Geschenke auszufallen. Ist Weihnachten noch zu retten?

Hanjin, die siebtgrößte Reederei der Welt, hat Insolvenz angemeldet und damit eine Krise auf den Weltmeeren ausgelöst. Waren im Wert von 12 Milliarden € hängen fest. 

Hanjin, die siebtgrößte Reederei der Welt, hat Insolvenz angemeldet und damit eine Krise auf den Weltmeeren ausgelöst. Waren im Wert von 12 Milliarden € hängen fest. 

Foto: EPA FILE

Hanjin, die siebtgrößte Reederei der Welt aus Südkorea, hat Ende August Insolvenz angemeldet und damit eine Krise auf den Weltmeeren ausgelöst. Rund 500.000 Container mit Waren im Wert von mehr als 12 Milliarden Euro hängen immer noch auf hoher See fest. Denn viele Häfen verweigern den Ozeanriesen die Einfahrt – aus Sorge vor unbezahlten Hafengebühren. Und in den Häfen könnten Gläubiger die Waren beschlagnahmen. Darunter viele potentielle Weihnachtsgeschenke.

LG kann nicht wie geplant liefern

Die Krise ist ein Schock für Elektronikhändler wie LG, die in der Vorweihnachtszeit normalerweise das größte Geschäft machen. „Ich bin nicht sicher, ob wir mit unseren derzeitigen Beständen die Nachfrage bedienen können“, sagte LG-Hausgerätesparte-Chef Cho Sung-Jin dem Spiegel. Der südkoreanische Konzern lässt bis zu 20 % seiner Nordamerika-Fracht von Hanjin befördern. Ist vielleicht auch einer der teuersten Fernseher der Welt an Bord?

Der Weihnachtsmann könnte Probleme bekommen. Ihm fehlen 500.000 Schiffscontainer, die von der Hanjin-Pleite betroffen sind. 

Der Weihnachtsmann könnte Probleme bekommen. Ihm fehlen 500.000 Schiffscontainer, die von der Hanjin-Pleite betroffen sind.

Und auch Samsung ist betroffen. Der weltgrößte Smartphone-Hersteller sorgt sich um Waren im Wert von 34 Millionen Euro.

Frachtraten steigen um bis zu 50 %

Problematisch für die Unternehmen sind aber nicht nur die Waren, die bereits auf den Meeren festhängen. Seit die 80 Container-Riesen von Hanjin außer Betrieb sind, werden neue Aufträge auch immer teurer. Zwischen Asien und Europa sind die Frachtraten in der ersten Woche nach dem Konkurs um fast 40 % gestiegen, im Verkehr zwischen Asien und den USA um mehr als 50 %. Ob dieser Trend von Dauer ist, lässt sich nach Angaben von Schifffahrtsexperten nicht sagen.

Großaktionär verpasst Hanjin eine Finanzspritze

Es gibt allerdings Grund zur Hoffnung. Denn die südkoreanische Fluggesellschaft Korean Air hat Hanjin als größter Aktionär eine Finanzspritze von 60 Milliarden Won (49 Millionen Euro) gegeben. Weitere 40 Milliarden Won sollen vom gemeinsamen Mutterkonzern, der Hanjin-Gruppe, kommen. Das soll ausreichen, um die festsitzenden Ladungen zu löschen.

Frachtcontainer der insolventen koreanischen Reederei Hanjin im Hafen von Long Beach in Kalifornien: Rund 500.000 Container mit Waren hängen derzeit weltweit fest.

Frachtcontainer der insolventen koreanischen Reederei Hanjin im Hafen von Long Beach in Kalifornien: Rund 500.000 Container mit Waren hängen derzeit weltweit fest.

Quelle: Yonhap/dpa

Frühere Schätzungen des Zentralgerichts in Seoul, das Anfang September dem Insolvenzantrag zugestimmt hat, gehen allerdings von 170 Milliarden Won aus, um alle Ladungen zu löschen. Um viele Weihnachtsgeschenke heißt es also weiter bangen.

Wenigstens in Deutschland könnte sich die Hoffnung lohnen: In der vergangenen Nacht sollte beispielsweise die Hanjin Harmony im Hamburger Hafen einlaufen dürfen. Der Containerriese musste die letzten Tage als „Schiff ohne Befehl“ mit 0,3 Knoten durch den Golf von Biskaya tuckern. Mal sehen, was der Riese an Bord hat.

Und hier finden Sie die größten Schiffe der Welt.

 

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