Bessere Luftqualität 18.01.2014, 12:00 Uhr

London will Black Cab Taxis durch Hybridversionen ersetzen

Für bessere Luftqualität sollen in wenigen Jahren nur noch emissionsarme Taxis durch London fahren. Bürgermeister Boris Johnson will die 20.000 klassischen Black Cabs durch Hybridversionen ersetzen. Der Auftrag fällt wahrscheinlich an den Autobauer Frazer-Nash, der bereits eine Elektroversion der Droschken in nahezu gleichem Design entwickelt hat. 

Weniger als 50 Gramm Kohlendioxid pro Kilometer soll das 2,5 Tonnen schwere Metrocab von Frazer Nash ausstoßen. Wenn London seine 20.000 Taxis schrittweise durch Hybridautos ersetzt, könnte sich die Luftqualität der Hauptstadt deutlich verbessern. 

Weniger als 50 Gramm Kohlendioxid pro Kilometer soll das 2,5 Tonnen schwere Metrocab von Frazer Nash ausstoßen. Wenn London seine 20.000 Taxis schrittweise durch Hybridautos ersetzt, könnte sich die Luftqualität der Hauptstadt deutlich verbessern. 

Foto: Frazer Nash

Sie gehören zu London wie Big Ben und die roten Doppeldeckerbusse: Black Cabs, bullige schwarze Taxis, die sich seit hundert Jahren optisch kaum verändert haben. Die Droschken sind aber auch Teil des Londoner Luftproblems, denn die Dieselmotoren der schweren Fahrzeuge tragen wesentlich dazu bei, dass die Stickoxidkonzentration in der Stadt teils um 50 Prozent über den von der EU vorgegebenen Normen liegt.

Auf die gewohnte Optik will aber niemand verzichten. Auch nicht Bürgermeister Boris Johnson, der für radikale Ideen berüchtigt ist und zuletzt mit dem Plan auffiel, den Flughafen Heathrow komplett auf eine Insel in der Mündung der Themse zu verlagern. Der konservative Exzentriker will nun die Diesel-Monster aus der Stadt verbannen und ab 2018 nur noch Taxis mit einem geringen Schadstoffausstoß zulassen. Mehrere Hersteller arbeiten bereits an Modellen, die diesen Anspruch erfüllen und zugleich den nostalgischen Reiz erhalten.

Weniger Emission trotz Rekordgewicht von 2,5 Tonnen

Als einer der ersten hat das Unternehmen Frazer-Nash jetzt eine Hybridversion vorgestellt, bei der sich nur die Form der Frontleuchten auffällig vom klassischen Design unterscheidet. Unter der Haube hat das MetroCab allerdings keinen Diesel, sondern einen Benzin- und zwei Elektromotoren. Die Stromversorgung übernehmen zwei Lithium-Ionen-Batterien, die 12,2 Kilowattstunden laden können. Sie allein sollen eine Reichweite von mehr als 80 Kilometern ermöglichen. Durch das überwiegende Fahren mit Elektroantrieb sollen die Droschken im Schnitt weniger als 50 Gramm Kohlendioxid pro Kilometer in die Luft blasen – und das bei einem Gewicht von bis zu 2,5 Tonnen. Die Gesamtreichweite beträgt rund 560 Kilometer.

Das neue Metrocab von Frazer Nash bietet sechs Fahrgästen Platz. Mit reinem Elektroantrieb fährt es 80 Kilometer weit, kombiniert mit dem Benzinmotor schafft es eine Reichweite von 560 Kilometern. Die ersten Hybrid-Taxis könnten schon 2015 auf den Straßen der Londoner Hauptstadt rollen. 

Das neue Metrocab von Frazer Nash bietet sechs Fahrgästen Platz. Mit reinem Elektroantrieb fährt es 80 Kilometer weit, kombiniert mit dem Benzinmotor schafft es eine Reichweite von 560 Kilometern. Die ersten Hybrid-Taxis könnten schon 2015 auf den Straßen der Londoner Hauptstadt rollen. 

Foto: Frazer Nash

Bei mehr als 20.000 Taxis, die in London unterwegs sind, würde eine komplette neue Generation umweltfreundlicherer Fahrzeuge durchaus Auswirkungen auf die Luftqualität haben. Deshalb springen auch andere Hersteller auf den Zug auf. So entwickelt auch die Traditionsfirma London Taxi International eine Elektroversion.

E-Taxis von Frazer-Nash sollen nächstes Jahr die Straßen erobern

Frazer-Nash scheint derzeit aber die Nase vorn zu haben und will schon im kommenden Jahr seine Hybrid-Taxis auf die Straßen schicken. Das Unternehmen steht in Großbritannien für Tradition und Autokultur: Als Rennwagenschmiede, die über viele Jahre mit BMW kooperierte und an den Erfolgen des legendären Stirling Moss beteiligt war, hat es bis heute einen klangvollen Namen. Zur Firma gehört unter anderem die Nobel-Marke Bristol Cars.

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