Automobil 06.10.2000, 17:26 Uhr

Klang im Automobil ohne Knistern und Rauschen

Dank Autoradios mit CD-Spieler lässt sich der klangliche Fortschritt moderner Technik im Auto nutzen. Dies gilt für preiswerte Einsteiger-CD-Autoradios bis hin zur teuren Extra-Luxus-Klasse. Doch Klangqualität ist nicht alles. Der Radioempfang muss stimmen, und eine sichere Bedienung ist längst nicht selbstverständlich.

Autoradios mit Kassettenrekorder – die Tage dieser Geräte-Spezies scheinen gezählt. Sie sind zwar preisgünstig, millionenfach bewährt und – sofern mit Fachwissen eingesetzt – auch gut. Doch Compact-Kassetten sind auch schwer- und anfällig. Titelsuchlauf, Dauer-Wiederholung eines Titels dauern viel zu lange oder sind unmöglich. Der hohe Pflegebedarf, genaue Justage der Tonköpfe, Dolby oder nicht – damit möchte sich Otto-Normalfahrer nicht mehr plagen.
Der schmale Schlitz eines CD-Autoradios deutet auf neuere Technik hin: Rauschfreie Digitalqualität verspricht besseren Klang mit bequemem Bedienungskomfort. Praktisch ist das CD-Teil im Armaturenbrett auch noch, weil dadurch die Musiksammlung sowohl in der Wohnung als auch im Auto nutzbar ist.
Unser Test berücksichtigt fünf Autoradios in einem breiten Ausstattungs- und Preisbereich mit Radio-Daten-System sowie CD-Laufwerk zur Wiedergabe von CDs und CD-Rs. Alle Geräte zeichnen sich entweder klanglich oder dadurch aus, dass sie zentraler Baustein eines Audio-Informations- und Unterhaltungszentrums sein können.
Ist der CD-Klang erst einmal im Auto, wird deutlich hörbar, wie groß der Qualitätsunterschied zum UKW-Radio ist. Nach 17 Jahren CD erscheint es dringend erforderlich, auf der Senderseite die Ultrakurzwelle durch ein zeitgemäßes Radio-Sendeverfahren in digitaler Qualität abzulösen.
Rauschen, Knacken und Knistern gehören im Auto zur Standarddekoration des Rundfunkklanges: Aus der UKW-„Welle der Freude“ wurde im fahrenden Auto mit heutiger Senderdichte eine „Welle der Probleme. Was gerade durch den Übergang von Kassette zu CD beseitigt wurde, scheint beim Empfang noch für Jahre unabweislich dazuzugehören.
Dabei gibt es bereits mit DAB (Digital Audio Broadcast) ein digitales Radio in CD-Qualität. Es führt jedoch ein Schattendasein (teure Geräte, wenige Programme) und ist bei weitem noch nicht in allen Bundesländern flächendeckend oder überhaupt zu empfangen.
Weil die Radioqualität so zu wünschen übrig lässt, wurden andere Tonquellen im Auto wichtiger denn je. Die Compact-Disc machte den Anfang, Sonys Minidisk folgte, die MP-3-Speicherkarten (noch sehr teuer) ohne bewegte Teile stehen am Start.
Die meisten Autoradios dieses Testfeldes sind schön, klein und leistungsfähig. Aber sie sind wohl mehr für die Kajüte eines langsamen Bootes als für ein schnell fahrendes Auto gemacht.
Die Beschriftung ist oft viel zu klein, ebenso deren Kontrast. Ohne Gefährdung sind sie nicht einmal mehr in allen Grundfunktionen wie Sendersuchlauf oder Laut/Leise-Einstellung bedienbar. Sie zeigen deutlich die Grenzen von Geräten mit normgerechten DIN-Abmessungen auf.
Hi-Fi im Auto ist schön, viele Möglichkeiten, den Klang zu verbessern, auch. Sicher und sinnvoll ist das nicht. Gute Mehrwege-Lautsprecher in den Fahrzeugecken und – bei besonderen Ansprüchen eine zusätzliche Vierkanal-Endstufe – reichen für zufrieden stellenden Klang aus. Die Aufmerksamkeit beim Fahren gehört zuerst der Straße, dann der Information und Unterhaltung.
Ein Beispiel für Hi-Fi-Komfort ist die die SCM-Schaltung. Sie verhilft normalen Serienlautsprechern zu besserem Klang. Das Clarion lässt sich in dieser Standardfunktion sehr gut bedienen, alle weitergehenden Einstellungswünsche erfordern wegen kleiner Schrift ohne Kontrast auf der Frontplatte einen Beifahrer mit Lupe. Dasselbe gilt für das exzellent klingende Kenwood, das per Menü individuell an die Wünsche des Benutzers angepasst werden kann.
Wohin Perfektionsdrang führt, beweist das Panasonic CQ-DRX900: Alle Optionen der Radiozukunft inklusive DAB und Navigation mit digitaler Entzerrung sind zu finden. Um es mit seinem lebendigen Display zu bedienen, empfehlen sich allerdings Extra-Beleuchtung, Lupe sowie ein eigener Beifahrer fürs Autoradio. Im Armaturenbrett von Selbstfahrern ist diese Hightech-Kombination trotz Fernbedienung gefährlich. REINHARD FRANK

 

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