Automobilbau 19.08.2005, 18:39 Uhr

Innovative Kennzeichnung gegen Auto-Klau  

VDI nachrichten, Hamburg, 19. 8. 05 – Alle 7 min. wird in Deutschland ein Auto gestohlen – in Europa sogar alle 30 s. Zusätzlich zu Wegfahrsperren und Alarmanlagen sind deshalb weitere vorbeugende Sicherungsstrategien gefragt, die Pkw für Diebe so unattraktiv wie möglich machen. Ein aussichtsreiches Abwehrmittel ist die lasergestützte Scheibenkennzeichnung, denn sie erhöht für Autodiebe den Aufwand, die Identifikation von gestohlenen Fahrzeugen zu verhindern. Es müssten alle Scheiben ausgetauscht werden, um unerkannt zu bleiben.

Gegen den Auto-Klau gibt es eine aussichtsreiche vorbeugende Strategie: Je höher und kostspieliger der Aufwand für Autodiebe ist, die Identifikation entwendeter Fahrzeuge zu verhindern, desto geringer die Wahrscheinlichkeit eines Diebstahls. Mit einer extrem widerstandsfähigen Scheibenkennzeichnung, erschwert der Spezialist für laserbeschriftbare Foliensysteme, Acos Advanced Converting Solutions, Autodieben ihr Handwerk. Denn der neue „LaserTransferFilm“ von der 100 %-Tochter der Hamburger Tesa AG ermöglicht die schnelle, individuelle und manipulationssichere Kennzeichnung mit modernster, computergestützter Lasertechnologie.

Das Prinzip des neuen Lasertransferfilms basiert auf einer lasergestützten Übertragung der Kennzeichnung mit einer selbstklebenden Folie. Dabei wird auf die Glasscheibe zunächst der Film appliziert. Anschließend überträgt ein Laser die kunden- bzw. produktspezifische Kennzeichnung auf die Scheibe. Das Prinzip ähnelt dabei – wenn auch auf einem technologisch völlig anderen Niveau – der Informationsübertragung bei einer Schreibmaschine über das Farbband auf Papier.

Die innovative Lasertechnologie, basierend auf dem „Thermark“-Beschriftungsverfahren, sorgt für einen besonders nachhaltigen Pigmentverbund. Nach dem Entfernen der Klebefolie ist die Scheibe sowohl dauerhaft als auch fälschungssicher gekennzeichnet. Der Untergrund wird dabei weder mechanisch belastet noch gelangen bedenkliche Chemikalien in den Einsatz und bietet damit Vorteile gegenüber herkömmlichen Scheibenkennzeichnungen wie beispielsweise durch Gravur oder Ätzung. Die Kennzeichnungen sind laut Acos zudem extrem widerstandsfähig gegen Chemikalien, Lösungsmittel, Temperaturen und Witterungseinflüsse. Der Hersteller hält auf die spezielle Folientechnologie ein Patent.

Kunden der neuen Technologie bietet der Spezialist für Kennzeichnungssysteme einen maßgeschneiderten Anwendungsservice. Beim Automobilhersteller und im firmeneigenen Forschungszentrum werden alle für eine erfolgreiche Anwendung notwendigen Voraussetzungen penibel untersucht. Bei der Hardware, einem Lasersystem mit glasfasergekoppeltem Galvo-Kopf, arbeitet Acos mit ausgewählten Anbietern zusammen.

Freuen wird Automobilhersteller darüber hinaus die Effizienz der Technologie, die hinter dem Lasertransferfilm steckt: Das Produkt ist als Stanzteil und auf Rolle lieferbar und erlaubt neben der manuellen Kennzeichnung auch hohe Beschriftungsgeschwindigkeiten, die sich unkompliziert in automatisierte Fertigungsprozesse integrieren lassen.

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Davon überzeugen konnten sich schon die Automobilhersteller VW und Skoda. In der VW-Limousine Phaeton wurde der Lasertransferfilm bereits erfolgreich eingesetzt. Bei einem Ranking des britischen Forschungs- und Technologiecenters Thatcham erreichte das VW-Flaggschiff in der Kategorie Diebstahlschutz und Einbruchsicherheit den zweiten Platz unter den Luxuslimousinen.

VW“s tschechische Tochter Skoda geht sogar noch einen Schritt weiter: Tschechiens erfolgreicher Automobilbauer setzte bei seinem in 2004 und 2005 in mehreren Ländern Europas zum „Auto des Jahres“ gekürten Modell schon vorbeugend auf ein neues Sicherheitskonzept mit dem Lasertransferfilm als wichtigen Baustein und rüstet alle Fensterscheiben der neuen Octavia-Modelle serienmäßig damit aus.

Während in einigen anderen Ländern Europas, wie etwa in Großbritannien, die Scheibenkennzeichnung gesetzlich verankert wurde, basiert diese Form von Diebstahlschutz in Deutschland noch auf der Selbstverpflichtung der Hersteller. Doch auch ohne verbindliche Richtlinien gehen die Hamburger Acos-Spezialisten von einem wachstumsstarken Markt aus. Si

 

Ein Beitrag von:

  • Jürgen Siebenlist

    Redakteur VDI nachrichten. Fachthemen: Kunststofftechnik, Logistik, Verpackungstechnik, Textiltechnik.

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