WiFi auf der Autobahn 31.03.2015, 11:26 Uhr

Großbritannien rüstet seine Autobahnen mit Internet und Sensoren aus

Großbritannien stattet seine Autobahnen und Fernstraßen mit Internet aus. Die Straßenbauer werden dazu in die Fahrbahndecke Sensoren einlassen, die nicht nur das Verkehrsgeschehen erfassen, sondern den Autofahrern auch die Nutzung des Internets ermöglichen. 

Autobahn bei Cambridge in Großbritannien: In den nächsten fünf Jahren sollen zahlreiche Autobahnen und Fernstraßen mit Internet ausgestattet werden. Die erste Strecke ist ein 80 Kilometer langer Autobahnabschnitt bei Cambridge.

Autobahn bei Cambridge in Großbritannien: In den nächsten fünf Jahren sollen zahlreiche Autobahnen und Fernstraßen mit Internet ausgestattet werden. Die erste Strecke ist ein 80 Kilometer langer Autobahnabschnitt bei Cambridge.

Foto: Chad Kainz/Flickr (CC BY 2.0)

Die britische Highways Agency, die für den Bau und Unterhalt der Straßen verantwortlich ist, hat jetzt ihr bislang größtes Neubauprogramm im Volumen von 20 Milliarden Euro aufgelegt. Ein Prozent dieser Summe, also 200 Millionen Euro, wird dafür ausgegeben, die Straßen ans Internet anzuschließen. Den Anfang macht dabei Südostengland: Die Straßenbauer wollen zuerst einen Teilabschnitt bei Cambridge und die wichtige Verbindung zwischen der Kanalküste und dem Großraum London aufrüsten.

WiFi-Programm soll bis 2020 umgesetzt werden

In den nächsten fünf Jahren soll eine Reihe von Autobahnen und Fernstraßen mit WiFi-Technik nachgerüstet werden. Die Autofahrer sollen künftig während der Fahrt leistungsfähige Internetverbindungen nutzen können. Zugleich soll das WiFi-Netz die Kommunikation zwischen den Fahrzeugen und zwischen Fahrzeugen und Infrastruktur unterstützen.

Den Anfang macht ein 80 Kilometer langer Abschnitt einer Schnellstraße bei Cambridge nördlich von London. Diese Strecke, Teil der A14, soll die erste Internet-Autobahn Großbritanniens werden. Um das zu verwirklichen, werden in die Straße in kurzen Abständen Sensoren eingebaut, deren Netzwerk mehrere Aufgaben bekommt. Zum einen geht es darum, das aktuelle Verkehrsgeschehen zu erfassen. Dazu gehört nicht nur das Fahrzeugaufkommen im jeweiligen Streckenabschnitt, sondern auch die Geschwindigkeit der Autos.

Zum anderen ermöglichen die Sensoren den normalen WiFi-Betrieb für Telefone und Computer. Diese Möglichkeit will die Straßenverwaltung nutzen, um den Fahrern einfache, automatisierte Hinweise auf Staus und Unfälle im weiteren Straßenverlauf zustellen zu können. Auch automatisierte Telefonanrufe der Straßenverwaltung sollen möglich sein, die die Autofahrer bei Stau auf andere Straßen lotsen sollen. Dazu sollen die Sensoren in der Lage sein, eingeschaltete Mobiltelefone zu erkennen.

Das WiFi-Netz soll seinen Strom vor Ort mit Solarmodulen selbst erzeugen. Überschüssiger Strom soll in das öffentliche Stromnetz eingespeist werden.

Kennzeichenerfassung ist in Großbritannien weit verbreitet 

Die Highways Agency rechnet nicht mit Datenschutz-Problemen und verweist gegenüber Ingenieur.de auf die Fülle anderer Daten, die in Großbritannien bereits im Verkehr erhoben werden. Ein Großteil des Straßennetzes in Großbritannien sowie Parkhäuser, Mautstationen sind mit Kameras ausgestattet, die den Verkehr und auch Kennzeichen erfassen.

Unter anderem würden die Telefondaten beispielsweise auch von den Mobilfunk-Masten der verschiedenen Service-Anbieter ohnehin in ihrem Einzugsbereich laufend erhoben. Allerdings ist in Großbritannien die Empfindlichkeit der meisten Bürger in Sachen Datenschutz ohnehin nicht besonders groß.

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