Verkehr 24.02.2006, 18:42 Uhr

Chinas Ministerium für Wissenschaft und Technologie pusht die Magnetbahntechnik  

VDI nachrichten, Chengdu, 24. 2. 06, wop –

Treibende Kraft der Magnetbahntechnik in China ist das Ministerium für Wissenschaft und Technologie (MOST bis 1998 Kommission für Wissenschaft und Technologie), das die Entwicklung von Beginn an gegen den Willen des Eisenbahnministeriums (MOR) vorantreibt. Dass die dadurch entstandenen Spannungen zwischen MOST und MOR abgenommen haben, ist nicht festzustellen.

Gegen Ende der Kulturrevolution, Mitte der 1970er-Jahre, startete das MOST die Forschungs- und Entwicklungsarbeiten (F+E) zur Linearmotor-Technik. Die meisten F+E-Arbeiten konzentrierten sich auf den Kurzstator-Linearmotor. Beteiligt waren zunächst auch noch Universitäten und Institute in Beijing, Hangzhou (Zhejiang) und Shanghai.

Seit 1980 flossen die Fördermittel reichlicher, in Schwerpunkte wie: Grundtheorie der Normal- und Supraleittechnik Stabilität von Kontrollsystemen der Magnetschwebetechnik Antreiben, Schweben, Führen und optimale Parameter für Normalleitung-Magnetschwebebahnen – Linear-Motoren Rechnersimulation der Fahrwegdynamik. An der SWJU und der NUSDT haben die Arbeiten in kleinen Gruppen begonnen, die das MOST 1992 mit weiter erhöhten Fördermitteln beschleunigte. Die Arbeiten zum Einsatz von Magnetschwebebahnen konzentrieren sich in China bis ca. 1998 auf den Kurzstator-Linearmotor. An der SWJU hat man aber auch mit Arbeiten zur „Super-Conduct-Maglev“ begonnen. Das damit betraute Team am Institute of Electrical Engineering um den namhaften Wissenschaftler Prof. Lian Jisan will „große Fortschritte“ in der Entwicklung dieser Technik gemacht haben.

Die F+E-Arbeiten führten zum Bau von kurzen Schwebe-Laborstrecken und Fahrzeugen in Kurzstator-Linearmotor-Technik: 1994 an der SWJU – ein Magnetbahnfahrzeug mit zwei Schwebegestellen und eine kurze Laborteststrecke von 43 m 1995 in Changcha an der NUSDT – ein Versuchsbetrieb mit einem Schwebegestell auf einer 12 m langen Laborstrecke 1998 in Beijing ein Fahrzeug mit einem Schwebegestell auf einer 36 m langen Laborstrecke von Academy of Railway Science and Research, Electrical Engineering Institute of China Science Academy und der Changchun Railway Vehicle Factory.

Mit dem Einsatz des Transrapids in Shanghai und der Erfahrung, die mit der Langstator-Technik seit 2003 gewonnen wird, dürfte der Kurzstatorantrieb in den Hintergrund der Entwicklung rücken. Die Aktivitäten in China zeigen jedoch ganz deutlich, dass dort die Qualitäten der „Bahn der Zukunft“ erkannt wurden und sie dort auch große Perspektiven hat.

WOLFGANG PESTER

Von Wolfgang Pester
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