Automobilbau 16.03.2007, 19:27 Uhr

BMW kombiniert ERP und Dealer-Management  

VDI nachrichten, Hannover, 16. 3. 07, pek – Der Automobilmarkt ist ein schwieriger Markt. Das weiß man auch bei BMW und den autorisierten Handels- und Servicepartnern dieses Herstellers. Mit einer Dealer-Management-Lösung (DLM) auf Basis eines ERP-Systems (Enterprise Resource Planning) steigern deshalb verschiedene Automobilhersteller und Autohäuser die Effizienz ihrer geschäftlichen Abläufe.

Die strategische Empfehlung von BMW an die Handels- und Servicepartner ist eindeutig. Sie lautet Microsoft Navision als ERP-System und darauf aufsetzend Incadea von Reynolds & Reynolds als Dealer-Management-System. „Die Gesamtlösung ist bei fast tausend Autohäusern rund um den Globus installiert“, berichtet Michael Wiesner, bei BMW verantwortlich für IT-Planung und Steuerung im Vertrieb Deutschland.

Allein in Belgien und Luxemburg verfügen 74 Autohäuser über die BMW-Lösung, das bedeutet eine Abdeckung von 100 %. Auf die bringt es die das Softwarepaket zudem in der Schweiz. Und auch deutsche Autohäuser finden zunehmend Gefallen an dieser Lösung.

Das Neue an der Lösung: Sie fasst bei den Autohäusern immer mehr Fuß und stellt dort das Informations-Handling bis hin zur Geschäftsanalyse durchgehend auf elektronische Beine. Schon ist der nächste evolutionäre Schritt beim Dealer-Management abzusehen, auf der CeBIT bei T-Systems zu verfolgen: über Unified Messaging mit Schnittstelle zum ERP-System Sprach- und Dateninformationen gleichberechtigt zu behandeln.

Beim Autohaus Drexl + Ziegler in Neusäß konnten vor der Installation der neuen Lösung zwei Mitarbeiter pro Jahr rund 600 Fahrzeuge abwickeln. Heute liegt ihr Output mit 1100 fast doppelt so hoch. Komplettpreis- und Verkettungsgeschäfte sowie Rechnungs-Splitting sind, weil durchgehend elektronisch geregelt, ohne hohen Aufwand möglich. „Und für Kulanz und Garantie muss am Bildschirm nur noch ein Auftrag eröffnet werden, statt vorher drei bis vier“, freut sich Geschäftsführer Florian Ziegler.

Teile- und Fahrzeughandel, Service bis hin zur Zeitwirtschaft und der Finanzbuchhaltung werden auch beim Autohaus Fett & Wirtz mit Niederlassungen in Moers und Kamp-Lintfort über die Branchenlösung elektronisch absolviert. „Natürlich mussten die Kollegen in den einzelnen Bereichen neben ihrer eigentlichen Tätigkeit Vorarbeit für den Wechsel leisten“, räumt Udo Fritzsche, dort IT-Leiter, ein. Aber nach der Einarbeitung in die neuen Abläufe und Informationsschnittstellen habe sich für alle das Tagesgeschäft erleichtert. Das Autohaus geht bereits durch die Konsolidierung ihrer IT mittels der Branchenlösung von hohen Einsparungen bei den Hardware- und Betriebskosten aus. Die notwendigen Konsolidierungs- und Integrationsarbeiten hat auch hier T-Systems übernommen.

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Diese IT-Flurbereinigung bei den autorisierten Handels- und Servicepartnern lohnt auch für BMW. „Früher operierten die europäischen Autohäuser mit 35 verschiedenen Systemen. Den damit verbundenen Aufwand, jede Anwendungsplattform separat in unsere IT integrieren zu müssen, können wir uns heute zunehmend sparen“, verweist Wiesner auf die Vorteile.

Er spricht von drei Systemebenen: „Die erste Ebene ist ERP, die zweite Dealer-Management, nur die dritte ist BMW-spezifisch.“ Denn die Verkaufshäuser, die vermehrt auch Autos anderer Hersteller vermarkten, brauchten die Bewegungsfreiheit, um ihre Effizienzpotenziale gezielt auszuschöpfen. Wiesner ist davon überzeugt: „Stimmen die Geschäftsabläufe, geht die auf ERP basierende Lösung für beide Seiten in puncto Effektivität und Qualitätsverbesserung auf.“ So stehen für eine hieb- und stichfeste Fakturierung Rechnungen, Gutschriften und Fahrzeugbuchungen im direkten Zugriff aller zuständigen Mitarbeiter. Nach Geschäftsführer Ziegler vom Autohaus Drexl + Ziegler hat sich allein durch die fortlaufenden, automatischen Abschlüsse der Aufwand für die Buchhaltung halbiert. Zudem haben sich die Autohäuser mit der auf ERP basierenden DLM-Lösung eine professionelle Geschäftssteuerung an Bord geholt. „Manuelle Eingaben müssen grundsätzlich nur einmal durchgeführt werden und lassen sich dann mit beliebigen Daten für gezielte Auswertungen verknüpfen“, schwärmt Geschäftsführer Fischer von Fischer + Schmidt. Der Handels- und Servicepartner von BMW ist mit Autohäusern in Arnsberg, Werl, Soest und Meschede präsent.

Kundeninformationen können am Bildschirm bis ins Detail zurückverfolgt werden. „Für eine grafische Aufbereitung von Informationen und Kennzahlen können die direkt nach Microsoft Excel exportiert werden. Geschäftsführer Ziegler bestätigt: „Der Informationsgewinn, der sich unseren Mitarbeitern erschlossen hat, ist enorm.“ HADI STIEL

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