Anstieg um 67 Prozent 01.03.2014, 12:01 Uhr

757.000 Deutsche nutzen mittlerweile Carsharing

Carsharing ist auf dem Vormarsch: Zu Beginn des Jahres waren 757.000 Kunden bei 150 deutschen Anbietern registriert. Das entspricht einem Zuwachs von 67 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. 

Mit einer Parade in Mannheim startete das Unternehmen JoeCar im Juli 2013 einen stationsunabhängigen Carsharing-Service. Bislang gibt es solche Angebote nur in 14 deutschen Städten. 

Mit einer Parade in Mannheim startete das Unternehmen JoeCar im Juli 2013 einen stationsunabhängigen Carsharing-Service. Bislang gibt es solche Angebote nur in 14 deutschen Städten. 

Foto: Bundesverband Carsharing

Wie der Bundesverband CarSharing in seiner Jahresbilanz 2013 meldet, waren zu Beginn des Jahres etwa 757.000 Kunden bei 150 deutschen Anbietern registriert. Das entspricht einem Anstieg um 67,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Erstmals ist auch der Anteil junger Autofahrer ab 18 Jahre auf über ein Prozent gestiegen.

Stationäre Angebote sind in 380 Städten und Gemeinden zu finden

Beim stationären Carsharing stellen Anbieter ihre Fahrzeuge auf fest angemietete Parkplätze. Oftmals befinden sie sich in der Nähe von Bahnhöfen oder Busstationen, um für ihre Nutzer gut erreichbar zu sein. Derzeit stehen etwa 7700 Fahrzeuge auf 3900 Stationen. Durchschnittlich 42 Autofahrer teilen sich ein Fahrzeug. Bei diesem System stehen sie in der Verantwortung, das Auto rechtzeitig zurückzugeben – ansonsten droht eine Strafzahlung.

Beim stationsunabhängigen Carsharing sind die Fahrzeuge mit Chips ausgestattet. Interessenten können sich dann auf dem Smartphone anzeigen lassen, auf welchen öffentlichen Parkplätzen Fahrzeuge vorhanden sind. Derzeit teilen sich durchschnittlich 70 Nutzer eines der 6250 stationsunabhängigen Autos. „Die Dynamik der stationsunabhängigen Angebote beschränkt sich auf wenige deutsche Städte“, sagt Willi Loose, Geschäftsführer des Bundesverbands Carsharing. Diese Services seien erst in 14 Städten zu finden. Die Flächenausbreitung des Carsharing würde hingegen von den stationsbasierten Angeboten geleistet, die mittlerweile in 380 Städten und Gemeinden zu finden sind.

Karlsruhe ist Carsharing-Hauptstadt Deutschlands

Die meisten Carsharing-Teilnehmer sind in Karlsruhe zu finden. In der badischen Stadt gibt es etwa zwei Carsharing-Autos pro 1000 Einwohner. „Das Autoteilen entlastet die Innenstadt vom Individualverkehr, reduziert die Abgasbelastung und macht sich auch im privaten Budget der Nutzenden positiv bemerkbar“, erklärt Frank Mentrup, Oberbürgermeister von Karlsruhe. „Der Karlsruher Anbieter stadtmobil und alle anderen Carsharing-Anbieter leisten einen nicht zu unterschätzenden Beitrag für die Lebensqualität in unseren Städten.“

Ein Viertel der Carsharing-Kunden sind laut Jahresbilanz derzeit Unternehmen und Behörden, die die Fahrzeuge gewerblich nutzen, anstatt einen eigenen Fuhrpark zu verwalten. Sie reduzieren damit ihre Kosten für Anschaffung, Versicherungskosten, Wartung, Reparatur und Parkfläche.

Grundsätzlich ist Carsharing dann preisgünstiger als ein eigenes Fahrzeug, wenn die jährlich gefahrenen Kilometer zwischen 10.000 und 20.000 Kilometern liegen. Eine Modellberechnung der Stiftung Warentest kam bei 5000 Jahreskilometern auf Kosten von 138 Euro pro Monat. Beim eigenen Wagen belaufen sie sich auf durchschnittliche 206 Euro monatlich.

Von Petra Funk
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