Boot 2015 17.01.2015, 06:55 Uhr

Umweltfreundliche Elektroantriebe rücken in den Fokus

Grünes Schippern ist großes Thema der Boot 2015: Motorenhersteller, Werften und Ingenieure zeigen auf der weltgrößten Wassersportmesse, was heute schon machbar ist mit Solarpanels, Brennstoffzellen, Hybrid- und Elektromotoren.

Die letzten Vorbereitungen laufen: Monteure arbeiten kurz vor Messestart an Booten. Ein Fokus der Boot 2015 liegt auf umweltfreundlichen Schiffantrieben.

Die letzten Vorbereitungen laufen: Monteure arbeiten kurz vor Messestart an Booten. Ein Fokus der Boot 2015 liegt auf umweltfreundlichen Schiffantrieben.

Foto: dpa/Federico Gambarini

Eines ist sicher: Die Halle 6 der Düsseldorfer Messehallen wird in der kommenden Woche von interessierten Besuchern förmlich überschwemmt. Denn dort stehen die Boliden der Boot 2015, der weltgrößten Wassersportmesse. Dort sind die Luxusjachten zu bestaunen, vorne weg die Princess 98 des Herstellers Princess Yachts International aus Plymouth. Das mit 30 Metern Länge größte Schiff auf der Boot 2015 ist mit 7,3 Millionen Euro auch das teuerste Gefährt.

Auch der Betrieb eines solchen schwimmenden Boliden in teuer: Der Tank der Princess 98 nimmt die unglaubliche Menge von 11.000 Litern Treibstoff auf. Damit kann man ein normales Auto mit einem 50-Liter-Tank 220 Mal volltanken.

Salon der Sunseeker 86: Die knapp 27 Meter lange Yacht kostet rund 6,85 Millionen Euro.

Salon der Sunseeker 86: Die knapp 27 Meter lange Yacht kostet rund 6,85 Millionen Euro.

Foto: dpa/Federico Gambarini

Das eine solche Ressourcenverschwendung angesichts knapper werdender Erdölvorkommen nicht zukunftsträchtig ist, hat auch die Messe erkannt und in diesem Jahr einen neuen Schwerpunkt gesetzt. „Mit dem Schwerpunkt auf Elektro- und Hybridantriebe möchten wir die Industrie ermutigen, verstärkt zu investieren“, sagt der Projektleiter der Boot, Goetz-Ulf Jungmichel.

Hybrid-Technologie scheint vor großer Zukunft zu stehen

Die zukunftsweisenden Antriebskonzepte werden in Düsseldorf in der Halle 10 in dem neu konzipierten Blue Tech Innovation Center vorgestellt. Dort präsentieren Motorenhersteller, Werften und Ingenieure, welche Möglichkeiten zum Beispiel Solarpanels, Brennstoffzellen, Hybrid- und Elektromotoren für die Wassersportbranche bieten. Vor allem die Hybrid-Technologie mit Motoren, die einfach von Diesel- auf Elektroantrieb umgeschaltet werden können, scheint vor einer großen Zukunft zu stehen.

Zwei Models fahren in Düsseldorf auf der Boot 2015 ein Kajak. Die weltgrößte Wassersportmesse findet von 17. bis 25. Januar 2015 statt.

Zwei Models fahren in Düsseldorf auf der Boot 2015 ein Kajak. Die weltgrößte Wassersportmesse findet von 17. bis 25. Januar 2015 statt.

Foto: dpa/Maja Hitij

„Auf allen Seen, auf denen Verbrennungsmotoren verboten sind, werden Elektromotoren eingesetzt“, sagt Gerhard Hesse vom deutschen Bootsmotorspezialisten Fischer Panda. „Zahlreiche Gemeinden und Kommunen haben entschieden, auf Hybridtechnologie umzustellen, um für eine saubere Luft in der Innenstadt zu sorgen.“ Hesse nennt als prominente Beispiele die Kommunen Amsterdam und Venedig, die Verbrennungsmotoren verbieten wollen. „Der Gesetzgeber muss die Vorgaben machen, dann ziehen auch Industrie, Hersteller und Verbraucher nach.“

2,1 Millionen deutsche Urlauber machten 2013 auf hoher See Ferien

2,1 Millionen deutsche Urlauber verbrachten ihre Ferien 2013 auf Hochsee- oder Flussschiffen. Erstmals hat die Boot in diesem Jahr auf diesen Trend reagiert und präsentiert Kreuzfahrten. „Gemeinsam mit dem Reiseveranstalter Tui haben wir in Halle 14 den Cruise Pavillion aus der Taufe gehoben, in dem sich unter anderem neun Reedereien präsentieren“, sagt Messechef Werner Dorscheidt. Die Boot 2015 wird damit für aktive Wassersportler und für passive Genießer des Wellengleitens eine richtige Sause.

Auch das klassische Surfbrett erfährt auf der Messe eine Erweiterung: Ein Surfer präsentiert ein Elektro-Surfboard der Firma Waterwolf.

Auch das klassische Surfbrett erfährt auf der Messe eine Erweiterung: Ein Surfer präsentiert ein Elektro-Surfboard der Firma Waterwolf.

Foto: dpa/Federico Gambarini

Etwas besonders Entspanntes präsentiert die Firma Pimiento Crazy Chair aus Großkalorinenfeld im oberbayrischen Landkreis Rosenheim in Halle 11. Die deutsche Manufaktur hat sich auf Hängematten und Hängesessel für den Bordgebrauch spezialisiert. Die Crazy-Chairs lassen sich auf Segelyachten problemlos zwischen den Relings oder auch am Baum befestigen, so dass man tiefenentspannt am ausgeschwenkten Baum sogar frei über dem Wasser schwebend relaxen kann.

  

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