Bewohnbare Planeten 23.08.2013, 13:12 Uhr

Neues Klimamodell erleichtert Suche

Ein neues Klimamodell italienischer Wissenschaftler könnte die Suche nach bewohnbaren Planeten in Zukunft erleichtern. Es soll feststellen helfen, ob die Atmosphäre potentieller Kandidaten ein von Lebendorganismen verursachtes thermodynamisches Ungleichgewicht mit der Planetenoberfläche aufweist. Das Konzept trägt den Namen »Modello Climatico a Bilancio di Energia«.

Bei der Erforschung des Universums spielt auch immer wieder die Frage eine Rolle, ob es irgendwo in den schwarzen Weiten außerhalb unseres Sonnensystems einen Exoplaneten gibt, der für den Menschen zur zweiten Heimat werden könnte. Das bei Neuentdeckungen einschätzen zu können, ist eine der Königsdisziplinen der Astrophysik.

Thermodynamisches Ungleichgewicht als Hinweis auf Lebendorganismen

Italienische Wissenschaftler haben jetzt ein neues Klimamodell erarbeitet, das die Suche nach Planeten mit ähnlichen erdähnlichen Klimabedingungen erleichtern soll. „Unsere Studien ermöglichen die Feststellung, ob die jeweilige Atmosphäre – wie bei einem toten Planeten der Fall – ein thermodynamisches Gleichgewicht mit der Planetenoberfläche aufweist oder ob es – wie bei der Erde –durch die Lebendorganismen verursachte Ungleichgewichte gibt“, erklärt Projektleiter Antonello Provenzale. Das Modell entstand in einer Zusammenarbeit des Istituto di Scienze del‘ Atmosfera und dem Osservatorio Astronomico in der norditalienische Stadt Triest.

Exoplaneten lassen sich mit der Transitmethode aufspüren

Exoplaneten sind Planeten, die um einen anderen Stern als unsere Sonne kreisen. Sie lassen sich mit Hilfe der Transitmethode entdecken. Dabei beobachten Wissenschaftler, ob das Licht des Sterns periodisch schwächer wird. Falls ja, liegt die Vermutung nahe, dass ein Planet vorbeizieht. Und im Vorbeiziehen verrät dieser den Beobachtern viel über seine Größe, Geschwindigkeit sowie Dichte und entpuppt sich gleichzeitig als Gas- oder Gesteinsplanet.

Wann ist ein Exoplanet bewohnbar?

Doch Exoplaneten sind nur dann bewohnbar, wenn eine Reihe von Bedingungen erfüllt sind: Von entscheidender Bedeutung sind Vorhandensein flüssigen Wassers durch optimale Distanz zum Stern, Drehgeschwindigkeit und Neigung der Rotationsachse sowie Druck und CO2-Konzentration im Inneren der Atmosphäre. Ein hoher atmosphärischer Druck sorgt beispielsweise für eine gleichmäßigere Temperatuverteilung und somit auch für eine bessere Bewohnbarkeit.. „Es könnte sein, dass auch einige entfernte Planeten sich nicht allzu sehr von denen des Sonnensystems unterscheiden“, sagt Provenzale. 

Von Patrick Schroeder

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