VDI nachrichten exklusiv 16.01.2014, 13:14 Uhr

Geka rechnet mit 350 Tonnen Reststoffen aus syrischen Chemiewaffen

Rund 350 Tonnen chemischer Reststoffe aus syrischen C-Waffen werden voraussichtlich bei der Gesellschaft zur Entsorgung von chemischen Kampfstoffen und Rüstungsaltlasten (Geka) im niedersächsischen Munster beseitigt. 

Rund 350 Tonnen Reststoffe syrischer Chemiewaffen will die Geka unschädlich machen.

Rund 350 Tonnen Reststoffe syrischer Chemiewaffen will die Geka unschädlich machen.

Foto: Geka

Diese Schätzung machte Geka-Sprecher Jan Gerhard gegenüber der Wochenzeitung VDI nachrichten. „Wir rechnen mit circa 350 Tonnen Hydrolysat“, so Gerhard. Hydrolysat sind die Reststoffe aus den syrischen Chemiewaffen. Westliche und russische Geheimdienste gingen im Herbst davon aus, dass in Syrien rund 1000 Tonnen C-Waffen lagern. Damit würde Deutschland rund ein Drittel der Kampfstoffe unschädlich machen.

„Dieses Hydrolysat wird kontinuierlich in einen unserer Verbrennungsöfen eingedüst“, schildert Gerhard das Vorgehen, wenn die Fracht auf dem Bundeswehrgelände in Munster eintrifft. Bei über 1000 Grad Celsius würden im Ofen alle organischen Reststoffe verbrannt. Das dabei entstehende Rauchgas werde aufwendig in Waschtürmen und Filteranlagen gereinigt und ebenfalls nachverbrannt, bis nur ungefährliche Abgase, die allen Umweltschutzauflagen genügten, über den Schornstein entweichen.

Auch Kriegswaffen werden bei der Geka entschärft und beseitigt.

Auch Kriegswaffen werden bei der Geka entschärft und beseitigt.

Foto: Geka

Doch auch beim Transport der Reststoffe nach Munster bestehe keine Gefahr. Abschussfähige Granaten oder Bomben mit Zünder und Sprengstoff würden nicht nach Deutschland kommen. „Ein Großteil der chemischen Kampfstoffe bzw. ihrer Vorprodukte wurde offenbar noch in Tanks gelagert“, schildert Jan Gerhard. Noch im Mittelmeer würden die Kampfstoffe an Bord eines US-amerikanischen Spezialschiffs zudem durch Hydrolyse entschärft.

Den vollständigen Beitrag finden Sie ab Freitag in der Printausgabe der VDI nachrichten.

Von Axel Mörer-Funk
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