CeBIT 2015 11.03.2015, 12:12 Uhr

Total digital und wieder auf Wachstumskurs

Zum ersten Mal seit 14 Jahren ist die CeBIT in Hannover wieder gewachsen – jedenfalls gemessen an der Ausstellungsfläche. Der Wandel von der bunten Schau für Konsumenten zur B2B-Veranstaltung scheint sich auszuzahlen. Ab 16. März steht die Digitalisierung der Wirtschaft im Zentrum der Messe.

Die Fahnen flattern schon: Am 16. März startet in Hannover die weltgrößte Messe für Informationstechnologie CeBIT. 

Die Fahnen flattern schon: Am 16. März startet in Hannover die weltgrößte Messe für Informationstechnologie CeBIT. 

Foto: Deutsche Messe

3300 Aussteller aus 70 Ländern, 200.000 erwartete Besucher, gut fünf Prozent mehr Ausstellungsfläche als im Vorjahr: Die CeBIT sieht sich im Aufwind. Zwar sind die Zahlen immer noch deutlich geringer als zur Jahrtausendwende mit bis zu 8000 Unternehmen und 800.000 Gästen, aber die Hannovermesse will aus der Not eine Tugend machen – die CeBIT als Kontaktbörse für Unternehmen, weniger Leistungsschau für Konsumenten. Im Mittelpunkt steht die Digitalisierung der Wirtschaft, vor allem der Trend zur „Industrie 4.0“, der vernetzten, durch und durch automatisierten Produktion.

Die CeBIT hat sich von der bunten Schau für Konsumenten zur B2B-Veranstaltung gewandelt. 

Die CeBIT hat sich von der bunten Schau für Konsumenten zur B2B-Veranstaltung gewandelt. 

Foto: Deutsche Messe

Was nicht heißt, dass es an populären Angeboten mangeln würde. Mehr als 5000 Innovationen aus der digitalen Welt verspricht Messechef Oliver Frese. Einen besonderen Schwerpunkt setzt die CeBIT bei den Innovationen junger Unternehmen: In drei Hallen dürfen sich mehr als 350 Start-ups präsentieren. Eine „kreative und geschäftige Atmosphäre“ soll entstehen, sagt Frese.

Zugpferd China

Aber natürlich kann eine Messe, die nach Auffassung ihres Leiters „die global wichtigste Veranstaltung der digitalen Welt“ ist, nicht als geschlossene Gesellschaft funktionieren.  Die CeBIT setzt auf zwei ganze starke Zugpferde: das Gastland China und die Reihe prominenter Redner.

Eröffnungs-Pressekonferenz mit Oliver Frese, CeBIT-Vorstand der Deutsche Messe (2.v.r.), BITKOM-Präsident Professor Dieter Kempf (2.v.l.) und Shi Mingde, Chinesischer Botschafter.

Eröffnungs-Pressekonferenz mit Oliver Frese, CeBIT-Vorstand der Deutsche Messe (2.v.r.), BITKOM-Präsident Professor Dieter Kempf (2.v.l.) und Shi Mingde, Chinesischer Botschafter.

Foto: Deutsche Messe

Mehr als 600 chinesische Unternehmen präsentieren sich allein an dem Zentralstand des Gastlandes in Halle 6. Darunter sind Firmen, die innerhalb weniger Jahre zu Weltkonzernen aufgestiegen sind, allen voran Alibaba. Das IT-Unternehmen hat Ende vergangenen Jahres 25 Milliarden Dollar mit seinem Börsengang erlöst – ein einsamer Weltrekord. Der gesamte IT-Markt in China wächst jedes Jahr zweistellig. Nach Einschätzung von Branchenkennern dürfte es keine zehn Jahre mehr dauern, bis China den Weltmarktführer USA überflügelt.

Snowden per Video zugeschaltet

Alibaba-Gründer Jack Ma ist auch einer der prominentesten Sprecher im Konferenzprogramm. Weitere Highlights dürften der Auftritt von Enthüllungsjournalist Glenn Greenwald, bei dem NSA-Whistleblower Edward Snowden per Video zugeschaltet wird, und die Live-Hacker-Performance von Kevin Mitnick sein. Der Amerikaner soll Dutzende Male in das Netzwerk des US-Verteidigungsministeriums eingedrungen sein, saß mehrfach in Haft und betreibt heute eine Beratungsfirma für IT-Sicherheit.

Apple fehlt mal wieder

Die prominenten Namen sind mediale Lockvögel. Wichtiger für die Messe ist, dass sie offenbar in der Branche wieder mehr als zentrale Veranstaltung wahrgenommen wird, der man nicht fernbleiben kann. So kehrten Anbieter wie Rittal, Alcatel und Konica Minolta zurück nach Hannover. Dass von den fünf größten Smartphone-Anbietern der Welt nur vier dabei sind, können die Veranstalter verschmerzen: Apple präsentiert sich halt am liebsten im Soloprogramm und war auch jüngst beim Mobile World Congress in Barcelona wieder mal nicht vertreten.

Auch das Karlsruher Institut für Technologie ist auf CeBIT wieder vertreten. 

Auch das Karlsruher Institut für Technologie ist auf CeBIT wieder vertreten. 

Foto: Deutsche Messe

Trotz der Konzentration auf „B2B“ ist die CeBIT wie immer an allen Tagen auch für das breite Publikum geöffnet. Tagestickets für die Ausstellung gibt es ab 55 Euro. Wer sich eine Dauerkarte mit Zugang zu allen Veranstaltungen sichern kann, muss allerdings knapp 2000 Euro berappen.

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