ELEKTRONIKMESSE CES in LAS VEGAS 07.01.2014, 13:20 Uhr

Systeme und Wecker für besseres Einschlafen und Aufwachen

Wie erholsam der Schlaf ist, lässt sich jetzt steuern. Mit Sensoren und Apps kann der Schlaf überwacht und anschließend mit Licht und Ton verbessert werden. Philips hat jetzt einen Wecker vorgestellt, der dazu das morgendliche Licht simuliert.

Eine halbe Stunde lang verstärkt ein neuartiger Lichtwecker von Philips das Licht und simuliert so dem Körper einen natürlichen Tagesbeginn. 

Eine halbe Stunde lang verstärkt ein neuartiger Lichtwecker von Philips das Licht und simuliert so dem Körper einen natürlichen Tagesbeginn. 

Foto: Philips

Das französische Unternehmen Withings hat auf der Consumer Electronics Show (CES) in Las Vegas „Withings Aura“ vorgestellt, ein System, das während der Schlafphasen Einflüsse von außen aufzeichnet, ein Bild über den Schlafrhythmus liefert und mit Hilfe dieser Daten Einschlafen und Aufwachen positiv beeinflussen soll. Das Produkt ist mit dem CES Innovation Award in der Kategorie Gesundheit und Fitness ausgezeichnet worden.

„Withings Aura“ versucht mit einer Kombination aus verschiedenen, miteinander vernetzten Geräten Einfluss auf die Ausschüttung von Melatonin zu nehmen, dem Hormon, das den Tag-Nacht-Rhythmus des Menschen steuert. So soll ein Schlafsensor unter der Matratze die Körperfunktionen anhand von Bewegungen sowie der Atem- und Herzfrequenz des Schlafenden überwachen. Damit vernetzt ist ein Gerät an der Seite des Bettes, das Nachttischlampe, Lautsprecher und Wecker zusammenfasst und so die Umgebung auf störende Geräusche überprüft und Raumtemperatur und Licht überwacht.

Licht und Ton verbessern den Schlaf

Die gesammelten Daten lassen sich über eine App abrufen. Mit Hilfe der Informationen wird die Schlafumgebung gesteuert: Zum Gerät gehört eine mehrfarbige und dimmbare LED-Lampe. Sie soll die Ausschüttung des Schlafhormons Melatonin fördern und so für besseres Einschlafen sorgen. Dazu sollen auch verschiedene Klangprogramme beitragen. Sie reagieren darüber hinaus auf die verschiedenen Schlafphasen und sollen beim Aufwachen belebend wirken. Zusätzliche Funktionen sollen für Entspannung, die Begleitung bei kurzen Nickerchen und Erholung von einem Jet-Lag sorgen.

Auf eine Kombination aus Licht und Ton setzt das französische Unternehmen Withings, um einen erholsameren Schlaf zu fördern.

Auf eine Kombination aus Licht und Ton setzt das französische Unternehmen Withings, um einen erholsameren Schlaf zu fördern.

Foto: Withings

Es gibt weitere Systeme, die für einen erholsamen Schlaf sorgen sollen. Sanftes und natürliches Wecken verspricht beispielsweise das Wake-up-Light von Philips. Die Kombination aus Licht und Ton, die das Aufwachsignal dieses Weckers bilden, wurde vom Sonnenaufgang in der Natur inspiriert. Der Lichtwecker steigert das Licht 30 Minuten vor der eingestellten Weckzeit allmählich von weichen Rottönen der Morgendämmerung über einen warmen Orangeton bis hin zu einem hellen gelben Licht.

Das soll dem Körper signalisieren, langsam aus dem Schlaf- in den Wachzustand überzugehen und so auf natürliche Weise aufzuwachen. Die Lichtintensität lässt sich dazu individuell einstellen. Auf einen Weckton verzichtet aber auch das Wake-up-Light nicht.

Philips setzt auf künstlichen Sonnenaufgang als Wecker

Die ersten Nutzer-Umfragen, die Philips dazu durchgeführt, zeigen eine positive Reaktion auf den Lichtwecker: So sagen 92 Prozent der Nutzer, dass ihnen das Aufstehen damit leichter fällt.

Erholsamer Schlaf ist nicht nur für das reine Wohlbefinden wichtig. Er sorgt auch für ein funktionierendes Gedächtnis. Auch dafür spielt der Melatonin-Spiegel eine wichtige Rolle. Die Wirkung des Hormons sorgt dafür, dass die Grundlage von Lernen und Erinnern, die synaptische Plastizität, einem deutlichen Tag-Nacht-Rhythmus unterworfen ist.

Von Andrea Ziech

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