IFA 2015 in Berlin 02.09.2015, 14:01 Uhr

Smart-Watch statt Smart-TV: Wearables sind das Trendthema

Smartwatches und andere Wearables sind großes Thema auf der Internationalen Funkausstellung (IFA), die am Freitag in Berlin ihre Pforten öffnet. Daneben gibt es die üblichen Verdächtigen zu sehen: Smartphones, Ultra-HD-Fernseher und Virtual-Reality-Brillen. 

Samsung Gear S Smartwatch: Kurz vor dem Start der IFA 2015 in Berlin hat Samsung erste Details zu seiner neuen Smartwatch veröffentlicht. Die neue Computer-Uhr Gear S2 soll in zwei Varianten auf den Markt kommen. 

Samsung Gear S Smartwatch: Kurz vor dem Start der IFA 2015 in Berlin hat Samsung erste Details zu seiner neuen Smartwatch veröffentlicht. Die neue Computer-Uhr Gear S2 soll in zwei Varianten auf den Markt kommen. 

Foto: Rainer Jensen/dpa

Zwar nehmen Smartwatches und Fitnesstracker auf dem Elektronikmarkt bislang einen eher kleinen Anteil ein, auf der Internationalen Funkausstellung (IFA) in Berlin sind sie aber schwer angesagt. Viele Branchenkenner sehen in den sogenannten Wearables großes Trendpotenzial. „Die Zukunft gehört Geräten, die der Verbraucher mit dem Smartphone oder Tablet vernetzen kann“, sagt dazu Bitkom-Präsidiumsmitglied Martin Börner.

Der IT-Branchenverband prognostiziert für dieses Jahr eine Absatzsteigerung der kleinen Alleskönner-Uhren auf gut eine Million verkaufte Geräte – von bislang 645.000. Der durchschnittliche Preis für eine Smartwatch beträgt derzeit 262 €, für Fitness-Tracker zahlen Verbraucher im Schnitt 66 €. Börner: „Mit ihren zusätzlichen Funktionen und intelligenten Sensoren ergänzen Wearables das Smartphone perfekt.“

Verkaufsrekord für Smartphones erwartet

Analog zur Marktlage werden wohl auch auf der IFA Smartphones und Tablets einen Bärenanteil ausmachen. Mit 25,56 Millionen verkauften Geräten und einem Umsatzwachstum von 7,3 % auf 9,1 Milliarden € sollen Smartphones nach Bitkom-Prognose in diesem Jahr einen neuen Verkaufsrekord aufstellen.

HTC präsentiert auf der IFA 2015 die VR-Brille Vive. Lieferbar soll sie allerdings erst 2016 sein. 

HTC präsentiert auf der IFA 2015 die VR-Brille Vive. Lieferbar soll sie allerdings erst 2016 sein. 

Foto: HTC

Eher ernüchternd sieht die Nachfrage für Fernsehgeräte aus. Derzeit schrumpfen die Umsätze mit Flachbild-TVs um 6,1 %. Dafür sieht die Branche einen handfesten Grund: ein fehlendes sportliches Großereignis als zusätzlicher Kaufanreiz – keine Fußball-WM oder -EM in diesem Jahr.

High-End-Fernseher werden günstiger

Für den Verbraucher könnte die schlechte Absatzlage aber etwas Positives haben: Sogenannte Ultra-HD-Fernseher mit 4K-Auflösung dürften im Preis deutlich sinken. Geräte für unter 1000 € werden bereits angeboten – im vergangenen Jahr war das noch undenkbar. Und: Das nach wie vor bestehende Ärgernis für potenzielle Käufer, dass die Fernsehsender gar keine Inhalte in der vierfachen HD-Auflösung anbieten, wird zumindest durch Streamingdienste wie Netflix oder das Amazon-Angebot abgedämpft, die bereits UHD im Programm haben.

Miss IFA präsentiert Produktneuheiten zur IFA 2015: Hier den Fernseher Samsung SUHDTV mit Soundbar. Dank Nanokristall-Technologie erscheinen Farben heller und intensiver. 

Miss IFA präsentiert Produktneuheiten zur IFA 2015: Hier den Fernseher Samsung SUHDTV mit Soundbar. Dank Nanokristall-Technologie erscheinen Farben heller und intensiver. 

Foto: IFA

Eher weniger für den Otto-Normalverbraucher erschwinglich und wohl dennoch zahlreich auf der IFA gezeigt sind die sogenannten Oled-Fernseher. Der Vorteil gegenüber herkömmlichen LCD-Bildschirmen besteht unter anderem darin, dass die Oled-Technik ohne Hintergrundbeleuchtung auskommt und so ein dunkles Schwarz auch wirklich als ein solches darstellen kann. Der Hersteller LG verlangt für sein Spitzenmodell mit 164 cm Bilddiagonale etwa 9000 €.

Handynachricht von der Waschmaschine

Etwa 82 % der gezeigten Geräte aus dem Bereich Consumer Electronics sind vernetzbar – mit dem Internet oder über andere Schnittstellen untereinander. Diesen Trend wollen auch die Hersteller zahlreicher Haushaltsgeräte nicht verschlafen. Ein Beispiel: Der deutsche Konzern Miele wird in Berlin voraussichtlich eine Waschmaschine vorstellen, die über Wlan mit dem Hausnetz verbunden ist und dem Besitzer eine Nachricht aufs Smartphone schickt, wenn das Waschmittel zur Neige geht – mit der Option, direkt Nachschub zu bestellen.

Ob zu Hause oder unterwegs: Geht das Waschmittel in der vernetzten Waschmaschine von Miele zur Neige, gibt es eine automatische Meldung auf dem Smartphone oder Tablet des Benutzers. 

Ob zu Hause oder unterwegs: Geht das Waschmittel in der vernetzten Waschmaschine von Miele zur Neige, gibt es eine automatische Meldung auf dem Smartphone oder Tablet des Benutzers. 

Foto: Miele & Cie. KG/dpa

Dem Vernehmen nach wird Microsoft an einem Acer-Notebook demonstrieren, wie sich Nutzer nicht mehr mit einem klassischen Passwort und Tastatur, sondern mit ihrem Körper bei Windows 10 anmelden. Das neue Betriebssystem erkennt individuelle biometrische Eigenschaften und nutzt sie als Authentifizierung. 

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