Crowdfunding-Kampagne 21.12.2016, 14:21 Uhr

Vorhang auf für Slide, den smarten Gardinenschieber

Da hat man immer gedacht, die Holländer hätten keine Gardinen und jetzt kommt ausgerechnet aus Amsterdam das kleine Gerät „Slide“, der Intelligenzschub für Vorhänge. Mit Slide und der dazugehörigen App lassen sich Gardinen in An- und Abwesenheit der Hausbewohner öffnen und schließen, was ungemein praktisch sein kann, etwa beim Aufwachen oder im Urlaub.

Der kleine Werbespot für den neuen Gardinenschieber Slide zeigt den Humor seiner Erfinder. Geweckt vom morgendlichen Sonnenlicht, das ins Zimmer fällt, nachdem sich die Gardinen von selbst beiseite geschoben haben, steht der junge Mann am Fenster, den automatisch gebrühten Kaffee in der Hand. Ein Smart Home, wie es im Buche steht und in dem man sich offenbar so wohl fühlt, dass man ohne Bekleidung auskommt. Und dadurch das Missfallen der Passanten auf sich zieht. Nackt oder nicht, das bleibt Privatsache, aber wer Spaß hat an einem vernetzten Zuhause, dem könnte Slide gefallen.

Slide lässt sich an beinahe jedem Gardinensystem anbringen

Kaj Beetstra und Thijy Olthof stecken hinter dieser Erfindung, für die sie ein Patent angemeldet und das Start-up „Innovation in Motion“ gegründet haben. Slide ist 10×16 cm groß und lässt sich, so betonen die beiden Unternehmer, auf so gut wie jedes existierende horizontale Gardinensystem montieren. Im gut 400 g schweren Gerät befinden sich ein Motor, der bis zu 19 kg Gardinen bewältigen kann, ein Spulensystem, ein Rotationssensor und ein Chip.

Slide lässt sich schnell und unauffällig an der vorhandenen Gardinenstange oder an der Decke befestigen. Am anderen Ende der Gardine wird die letzte Gardinenöse durch einen kleinen Aufsatz ersetzt, in den ein Nylonfaden gespannt wird. Das ist die Verbindung zum Motor, der den Faden aufspult und so die Gardine bewegt. Durch den Rotationssensor weiß das Gerät, an welcher Stelle sich die Gardine befindet, so dass sie etwa auch die Anweisung befolgen kann, sich nur halb auf- oder zuzuziehen.

App für iOS und Android

Jetzt wird’s interessant, denn zum Leben wird die smarte Gardine natürlich erst durch die dazugehörige App erweckt, die es für iOS und Android gibt. Hier kann so ziemlich alles eingestellt werden, was sich im Zusammenhang mit Gardinenbewegungen nur vorstellen lässt. Will man morgens mit Tageslicht geweckt werden, ist das kein Problem. Man verbindet einfach die App mit dem Wecker im Smartphone. Gibt es mehrere Gardinen im Zimmer und in unterschiedlichen Räumen zu kontrollieren, können diese in Gruppen zusammengeführt und bewegt werden. Insgesamt lassen sich bis zu 20 Slide-Geräte in einem Haushalt installieren und kontrollieren.

In der App gibt es auch einen Ferien-Modus, der für eine festgelegte Dauer das Verhalten der Bewohner bezüglich der Gardinen imitiert, etwa indem die Vorhänge irgendwann innerhalb einer Stunde nach Sonnenaufgang aufgezogen werden. Wollen mehrere Personen im Haushalt ein Wörtchen zum Status der Vorhänge mitreden, ist das ebenfalls machbar. Slide unterstützt bis zu acht Endgeräte der verschiedenen Nutzer. Damit es kein Durcheinander gibt und klar ist, wer das Sagen hat, darf der Gardinen-Admin sogar die Zugänge erlauben oder beschränken. Und schließlich lässt sich die App mit anderen Smart-Home-Netzwerken verbinden und programmieren.

Rasanter Start auf Kickstarter

Auf der Crowdfunding-Plattform Kickstarter haben die beiden Niederländer mit dem Gardinenschieber Slide derweil einen rasanten Start hingelegt. Die Kampagne läuft noch bis zum 8. Januar 2017 und hat bereits jetzt das Dreifache des ursprünglichen Finanzierungsziels von 40.000 Euro erreicht.

Die Slide-Geräte zu den Frühbucher-Preisen zwischen 39 und 225 Euro sind schon nicht mehr verfügbar. Die Auslieferung der Geräte ist für Juni 2017 geplant. Übrigens kann man, auch wenn Slide montiert ist, seine Gardinen nach wie vor per Hand bewegen.

Ein Beitrag von:

  • Gudrun von Schoenebeck

    Gudrun von Schoenebeck

    Gudrun von Schoenebeck ist seit 2001 journalistisch unterwegs in Print- und Online-Medien. Neben Architektur, Kunst und Design hat sie sich vor allem das spannende Gebiet der Raumfahrt erschlossen.

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