Lift-Bit 14.04.2016, 09:16 Uhr

Internet of Things: So lässt sich dieses Sofa per App verwandeln

Im Internet der Dinge ist ein Sofa aufgetaucht. Es heißt Lift-Bit und ist derzeit auf der Triennale in Mailand zu sehen. Per Tablet oder wie von Zauberhand lassen sich schicke, aufgepolsterte Hocker höhenverstellen und zur Chaiselongue kombinieren oder zur ganzen Sitz- oder Schlaflandschaft.

Eine smarte Wohnlandschaft: Eine App bietet verschiedene Gestaltungsmöglichkeiten an. Jeder Hocker ist höhenverstellbar – kostet allerdings auch pro Stück 800 €. 

Eine smarte Wohnlandschaft: Eine App bietet verschiedene Gestaltungsmöglichkeiten an. Jeder Hocker ist höhenverstellbar – kostet allerdings auch pro Stück 800 €. 

Foto: Max Tomasinelli/Lift-Bit

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Foto: Max Tomasinelli/Lift-Bit

Foto: Max Tomasinelli/Lift-Bit

Foto: Max Tomasinelli/Lift-Bit

Foto: Max Tomasinelli/Lift-Bit

Foto: Max Tomasinelli/Lift-Bit

Foto: Max Tomasinelli/Lift-Bit

Foto: Max Tomasinelli/Lift-Bit

Foto: Max Tomasinelli/Lift-Bit

Foto: Max Tomasinelli/Lift-Bit

Eigentlich ist die Sitzlandschaft eine innenarchitektonische Erfindung der 1970er Jahre. Omas Gute-Stube-Sofa hatte ausgedient, die Jugend flegelte sich in frei beweglichen Sitz- und Kissenelementen, die sich beliebig bugsieren und zum Diskussionsforum oder bedarfsweise auch zur Schlaflandschaft kombinieren ließen.

Die Möbelindustrie übernahm das Konzept. Die Sitzlandschaften wandelten sich im Laufe der Jahre mit der Mode. Und so musste es ja irgendwann kommen: Für das moderne Sofa von heute gibt’s ‘ne App.

Viele Hocker formen die Sitzlandschaft

Die italienische Designschmiede Carlo Ratti Associati hat eine Sitzlandschaft aus einzelnen Hockern ersonnen, die sich per Smartphone oder Tablet bewegen und kombinieren lassen. Das Sitz- und Liegemöbel nennt sich „Lift-Bit“ und ist seinen Machern zufolge das erste Sofa im Internet der Dinge.

Das Konzept: Sechseckige, aufgepolsterte Hocker lassen sich nach Belieben zusammen- beziehungsweise nebeneinanderstellen und einzeln in der Höhe verstellen. So werden je nach Zahl und Höhe der Module aus dem Sofa ein oder mehrere Stühle, eine Chaiselongue, ein Bett oder so etwas wie ein modernes Matratzenlager.

Auf dem Lift-Bit lässt es sich auch zu zweit gut sitzen. 

Auf dem Lift-Bit lässt es sich auch zu zweit gut sitzen. 

Foto: Max Tomasinelli/Lift-Bit

In jedem Hocker steckt ein linearer Stellmotor. Der könne die Sitzhöhe innerhalb weniger Sekunden verdoppeln oder halbieren, wie der Hersteller verspricht. Die Sitzhöhe lässt sich zwischen 48 cm und 78 cm stufenlos verstellen. Die an ein Netzwerk angebundenen Module lassen sich per App steuern: Laut Hersteller kann der Nutzer mit der App voreingestellte dreidimensionale Figuren auswählen oder ein enthaltenes Werkzeug für eigene Kreationen verwenden.

Die Sitzhöhe der Hocker lässt sich aber auch wie von Geisterhand einstellen: Der User bewegt einfach seine Hand in der Luft über der Sitzfläche nach oben oder unten, ein Sensor im Hocker erkennt die Bewegung und passt die Höhe entsprechend an.

Gelangweiltes Sofa bewegt sich von alleine

Nur eines sollten zukünftige Besitzer des smarten Sofas auf keinen Fall tun: Es längere Zeit in Ruhe lassen. Dann fängt das gute Stück an, sich vor Langeweile selbst zu bewegen, verspricht – oder droht – der Hersteller.

Der Prototyp des Designerstücks wird derzeit auf der XXI Triennale von Mailand ausgestellt, einer Internationalen Ausstellung für modernes Gebrauchs-, Industrie-Design und moderne Architektur. Man kann die Hocker aber auch schon bestellen. Das Stück kostet 799 € und ist in den Farben Blau, Mint, Rot oder Gelb verfügbar.

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