Gebäudetechnik 10.12.1999, 17:23 Uhr

Das digitale Haus gehorcht seinem Bewohner aufs Wort

Die eigenen vier Wände werden im Internet-Zeitalter transparent. Viele Hersteller zeigten auf der Comdex Produkte und Visionen für das vernetzte, digitale Haus.

Infinite Home, das unendliche Haus, nannte Philips seine Demonstration des Wohnens im Internet-Zeitalter. Auf dem zweitgrößten Messestand der Comdex in Las Vegas war ein komplettes Haus aufgebaut, in dem dargestellt wurde, wie intelligente, digitale „Appliances“ künftig den Menschen das Leben leichter machen sollen.
Von außen wird das Haus der Zukunft wenig verändert aussehen, doch schon beim Betreten zeigt sich der neue Service-Gedanke: Der Hausherr sagt „gedämpftes Licht, Beethovens Neunte, zweiter Satz“, und schon sorgt die Haustechnik für die gewünschte Umgebung. Und ganz selbstverständlich hat der Fernseher die Lieblingssportsendung aufgezeichnet und gibt sie auf Wunsch wieder, während in anderen Zimmern DVD-Wiedergaben der neuesten Filme laufen.
Zukunftsvisionen? Keinesfalls, wie die Philips-Ingenieure versichern. Die meisten Technologien für ein Haus dieser Art existieren, sie müssen nur zusammengeführt werden. „Ein solches Haus hebt Trennungen auf“, heißt es bei Philips, „die Trennung zwischen TV und Telefon, zwischen den Funktionen einzelner Zimmer, ja sogar die Trennung zwischen dem Bewohner und seinem Haus, wenn er einmal abwesend ist.“ Stichwort: Fernsteuerung aller wichtiger Funktionen.
Sun-Chef Scott McNealy prophezeite auf der Comdex, dass alle elektronischen Geräte über kurz oder lang miteinander vernetzt werden. Die Philips-Demo und zahlreiche andere Produkte unterstützen diese These. Intelligente Hausgeräte, so heißt es bei Philips, müssten in der Lage sein, miteinander zu kommunizieren. Wird z. B. in den Videorekordern ein Band eingelegt, sollte er den Fernseher einschalten. Standards für die Vernetzung elektronischer Geräte gibt es mittlerweile genug, sei es Suns Jini-Konzept oder das auf der Comdex ganz heiß gehandelte Bluetooth-Konzept für drahtlose Mikrowellenverbindungen.
Im Philips-Konzept, aber auch in ähnlichen Demonstrationen bei National Semiconductor, entwickelt sich die Settop-Box, als Schnittstelle zum digitalen TV-Programm zu einer Säule des digitalen Hauses, eine andere ist das Telefonnetz, egal ob Funk- oder Festnetz. Und als dritte Säule nicht zu vergessen: Das Internet.
Damit entstehen im häuslichen Umfeld nicht nur neue Produkte, sondern auch neue Geschäftsmodelle. Vtech präsentierte z. B. seine E-Mail-Postbox. Eine kleine Tastatur mit LC-Display, die ausschließlich zum Lesen und Verfassen von E-Mails gedacht ist. Sie kostet unter 100 Dollar und wird gemeinsam mit einem Internet-Anschluss vertrieben, für den dann jährliche oder vierteljährliche Gebühren anfallen. Andere Geräte dieser Klasse, wie der iOpener von Netpliance oder Microsofts Web Companion zielen in die gleiche Richtung.
Philips sieht sich in diesem Umfeld in einer guten Position, da man sich mit seinem Konsumenten-orientierten Ansatz im Zentrum der Konvergenz von Unterhaltungselektronik, PC und Internet sieht. Doch Chancen bieten sich auch für kleinere Chiphersteller, wie die schweizer Micronas. Deren kleiner MP3-Decoderchip könnte schon bald viele Geräte – vom Handy bis zum Küchenradio – zu vollwertigen MP3-Playern machen. jdb
Per Spracherkennung ohne Hände durchs Web surfen. Internet-Appliances wie dieses, Set-Top-Box, Telefon und Hauselektronik können vernetzt für zahlreiche Anwendungen im Haus genutzt werden.

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