Schiffbau 14.01.2005, 18:36 Uhr

Superyachten fahren wieder auf der Erfolgswelle

VDI nachrichten, Düsseldorf, 14. 1. 05 -In Düsseldorf treffen sich vom 15. bis zum 23. Januar auf der boot 2005 Segler, Taucher, Angler und andere Wassersportler, die die Begeisterung für das feuchte Nass vereint. Wichtigster Wachstumsmotor der Branche ist nach wie vor der Export.

Sie ist bereits die größte Bootsausstellung der Welt und kennt dennoch auf der Wachstumsskala nach oben keine Grenzen. Die boot 2005 wird – zumindest in Sachen Ausstellungsfläche – alle vorangegangenen Auflagen überbieten.
Der Zuwachs resultiert vor allem aus der gestiegenen Nachfrage nach Standfläche bei den Ausstellern von Booten und Yachten, Superyachten und aus dem Tauchsportsektor. Glück für die Messe Düsseldorf, dass sie dem wachsenden Bedarf auch die entsprechende Fläche zur Verfügung stellen kann: Durch die neue Messehalle 8 erweitert sich das Angebot um 20 000 m2 auf insgesamt 234 000 m2.
Werner Matthias Dornscheidt wertet das Meldeergebnis als „Ausdruck der anhaltend positiven Stimmung, die vor allem in der europäischen Yacht- und Bootswirtschaft herrscht, aber auch in weiten Teilen der deutschen Branche“, so der Vorsitzende der Messe-Geschäftsführung.
Es ist insbesondere der Export, der die maritime Branche positive Zahlen schreiben lässt. Von 1998 bis 2003 hat sich der Wert der exportierten Segelyachten mehr als vervierfacht (von 51,2 Mio € auf 222,7 Mio. €), der Wert der Motoryachten fast verachtfacht (von 22,3 Mio. € auf 172 Mio. €). Die Bavaria Yachtbau, mit einer Fabrikationsquote von etwa 300 Yachten jährlich einer der Großen der Branche, verkauft inzwischen 80 % ihrer Produkte ins Ausland. Die Konkurrenz aber schläft nicht. Auf dem deutschen Markt tummeln sich verstärkt Anbieter aus Polen, die ihre Waren extrem preisgünstig auf den Markt bringen. Bei den technisch anspruchsvollen Booten aber sind deutsche Produkte nur schwer zu schlagen.
Die Käuferschicht „im mittleren Segment“, also der gut verdienende Mittelstand“, reagiere sensibel auf die Steuer- und Abgabenlast, was sich bei der schwimmenden Ware besonders in den Produkten von 50 000 € bis 150 000 € niederschlage, so Jürgen Tracht vom Bundesverband Wassersportwirtschaft. Alles darüber und darunter aber floriert. Besonders gefragt sind derzeit komplett ausgestattete Yachten über 12 m Länge sowie kleinere Boote bis zu 7,5 m Länge. Im Motorsportbereich ist die Lage mit einem Gesamtumsatz von 232 Mio. € noch rosiger als bei den Seglern. Die rund 2500 Unternehmen der Wasserwirtschaft verkraften daher die Krise in der Mitte recht gut: Der Umsatz stieg im Jahre 2003 um 1,5 % auf mehr als 1,7 Mrd. €.
Die boot wird immer stärker ihrem Anspruch gerecht, ein weit greifender internationaler Markt zu sein. Der Anteil der ausländischen Gäste ist in den letzten Jahren auf 15 % gestiegen. 635 Aussteller kommen aus dem Ausland nach Düsseldorf und belegen damit mehr als 45 % der Ausstellungsfläche. Am zahlenmäßig stärksten vertreten sind die benachbarten Niederlande mit 160 Werften, Ausrüstern und Dienstleistern, gefolgt von Italien und Frankreich mit jeweils 66 und Großbritannien mit 40 Beteiligungen.
Aus dem Schatten der großen boot-Konkurrenz treten immer mehr die Sportfischer heraus. Schließlich rechtfertigt allein die imposante Zahl von 3,3 Mio. Angelanhängern eine eigene Bühne. Im erstmals eingerichteten „Sportfischer-Center“ sind nicht nur Handel und Industrie, sondern auch Tourismus und Medien mit zahlreichen Ständen vertreten. Wer will, kann sich dort auch in der komplizierten Wurftechnik des Fliegenfischens üben.
Spätestens seit den faszinierenden Unterwasserbildern von Jacques Cousteau hat das Tauchsportfieber auch weite Teile Deutschlands erfasst. Sein Sohn Jean Michel hat sich des Erbes angenommen und sich als Meeresschützer und Gründer der „Ocean Future Society“ einen Namen gemacht. Am Samstag, den 22. Januar, stellt Cousteau seine Aktivitäten für die Meereswelt der British Virgin Islands im Tauchsportcenter der Halle 3 vor.
Eine Messe wie die boot kann natürlich nicht so tun, als ginge sie die Flutkatastrophe in Südostasien nichts an. Mit der Spendenaktion „Helfen Sie mithelfen“ werden alle Wassersportfreunde aufgerufen, die Opfer der Katastrophe zu unterstützen. Die Messe Düsseldorf geht mit gutem Beispiel voran. Pro vermietetem Quadratmeter spendet sie 50 Cent, was mindestens 50 000 € entspricht.
Die Wassersportbranche hat insgesamt kaum Grund zum Klagen. Entgegen der allgemeinen wirtschaftlichen Entwicklung behauptet sich dieser Nischenmarkt seit Jahren mit relativ konstanten Zahlen, die leicht nach oben weisen. Warum also Trübsal blasen? Die deutschen Unternehmen schauen mit Optimismus in die Zukunft. 71,4 % von ihnen glauben an eine gleich gute oder bessere Konjunktur in den nächsten zwei bis drei Jahren. Rund 300 000 Besucher werden sich in Düsseldorf ein Bild von der Leistungsstärke der nationalen und internationalen Wassersportwirtschaft machen.WOLFGANG SCHMITZ
www.boot.de

Von Schmitz

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