Boote voller Hightech 29.01.2016, 11:29 Uhr

Das sind die größten Yachten und kleinsten Jollen der Boot 2016

Brauchen Sie für den nächsten Sommerurlaub noch Wasserskier, ein Surfbrett oder eine Luxus-Yacht? Dann schnell auf nach Düsseldorf. Denn am Sonntag endet die Boot 2016 – die größte Wassersportmesse der Welt. Wir haben uns die tollsten Yachten angeschaut – und das kleinste Bötchen. Auch zeigen wir Ihnen in Videos den Transport-Aufwand und was Big Willi damit zu tun hat. 

Fast 1.800 Aussteller aus mehr als 60 Ländern präsentieren auf der Boot 2016 vom 23. bis 31. Januar 2016 wieder Neuheiten für den Wassersport – vom Surfbrett über die Tauchausrüstung bis zur Super-Yacht.

Fast 1.800 Aussteller aus mehr als 60 Ländern präsentieren auf der Boot 2016 vom 23. bis 31. Januar 2016 wieder Neuheiten für den Wassersport – vom Surfbrett über die Tauchausrüstung bis zur Super-Yacht.

Foto: Constanze Tillmann/Messe Düsseldorf

Der nächste Sommerurlaub ist zwar noch etwas hin. Doch um die Wartezeit zu verkürzen, können Wassersportfans auf der Boot 2016 schon einmal einen Blick auf die Neuheiten der anstehenden Saison werfen. Rund 1800 Aussteller aus 65 Ländern – 100 mehr als auf der Boot 2015 – zeigen noch bis 31. Januar 2016 Produkte aus der gesamten Palette des Wassersports – darunter Surfbretter, wasserfeste Kamera-Drohnen, Tauchgeräte und Angelausrüstungen.

Und was darf natürlich nicht fehlen? Richtig, die spektakulären Luxus-Yachten, die den rund 250.000 Besuchern Aahs und Oohs entlocken. Und welche Boote sind das in diesem Jahr? Und wie groß ist eigentlich das kleinste Boot der Messe?

Die M 30 des niederländischen Yachtbauers Princess ist die größte Yacht der Boot 2016. Sie wurde mit sechs anderen Yachten auf einem Ponton in vier Tagen von Rotterdam über den Rhein nach Düsseldorf gebracht.

Die M 30 des niederländischen Yachtbauers Princess ist die größte Yacht der Boot 2016. Sie wurde mit sechs anderen Yachten auf einem Ponton in vier Tagen von Rotterdam über den Rhein nach Düsseldorf gebracht.

Foto: Constanze Tillmann/Messe Düsseldorf

1. Super-Yacht Princess 30 M feiert Weltpremiere in Düsseldorf

Bootsbauer Princess Yachts präsentiert auf der Boot 2016 eine Weltneuheit: die 30 M. Die 30,45 m lange Super-Yacht ist das größte Schiff, dass 2016 auf der Boot ausgestellt wird. Die 120-Tonnen-Yacht verfügt über zwei 2637 PS starke Motoren und erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 27 Knoten (etwa 50 km/h).

Die Princess 30 M aus den Niederlanden ist mit 30,45 m Länge die größte Yacht der Boot 2016. 

Die Princess 30 M aus den Niederlanden ist mit 30,45 m Länge die größte Yacht der Boot 2016. 

Foto: Princess

Bei einem Tiefgang von rund 2 m verdrängt sie 98 t Wasser. Im Inneren bekommen die Passagiere von diesem Leistungskampf kaum etwas mit. Denn dort ist Luxus pur angesagt, der alle Sinne in Beschlag nimmt. Es gibt Lounge-Landschaften mit großen Fensterfronten, ein großes Schlafzimmer mit Dachfenstern, die aus dem Kingsize-Bett den Blick in die Sterne freigeben, und ein Badezimmer mit Marmorflächen. Sogar einen ausklappbaren Balkon gibt es. Noch Fragen?

Luxus pur: Der Wohnbereich der Princess 30 M.

Luxus pur: Der Wohnbereich der Princess 30 M.

Foto: Princess

2. Luxus-Yacht Explorer von Drettmann hat eigene Sauna an Bord

Der Bremer Bootsbauer Drettmann ist mit der Explorer nach Düsseldorf gereist – einer 24 m langen und 175 t schweren Luxus-Yacht. „Diese Yacht leitet für uns eine neue Ära ein und wird am Markt für Aufsehen sorgen“, ist Geschäftsführerin Claudia Drettmann überzeugt.

Ein Beachclub mit Liegefläche direkt am Wasser ist eines der Highlights der Luxus-Yacht Explorer der Bremer Werft Drettmann.

Ein Beachclub mit Liegefläche direkt am Wasser ist eines der Highlights der Luxus-Yacht Explorer der Bremer Werft Drettmann.

Foto: Drettmann

Zu den Highlights zählen beispielsweise ein Beach-Club mit Bar und Sonnenliegefläche direkt am Wasser sowie eine Sauna, in die sich Passagiere bei schlechtem Wetter zurückziehen können.

Neu ist auch der diesel-elektrische Antrieb. „Der neue Antrieb basiert auf bewährter Technik, kommt aber zum ersten Mal weltweit auf einer Yacht dieser Größenordnung zum Einsatz. Das bedeutet deutlich erhöhtes Fahrvergnügen, kinderleichtes Steuern, weniger maintenence und wesentlich bessere Energieausbeute.“

3. Weltpremiere der italienischen Azimut 66

Die Nummer 3 in Sachen Größe auf der Boot 2016 ist die Motor-Yacht Azimut 66. Fast 21 m lang ist das Boot natürlich voller Luxus. Doch der Clou ist die Hightech-Steuerung. Die riesige Yacht lässt sich mit dem Finger steuern. Das ermöglicht ein elektronisches Steuersystem mit personalisierbaren Funktionen der Empfindlichkeitssteuerung: Der Eigner kann die seinem Fahrstil am besten entsprechende Konfiguration wählen und die Umdrehungen und die Kraft je nach Drehung des Ruders und Nenndrehzahl einstellen.

Die Luxus-Yacht Azimut 66 ist voller Hightech: Sie lässt sich über ein elektronisches System, das auf jeden Steuermann individuell eingestellt werden kann, per Finger steuern. Alle Daten der Yacht lassen sich auf dem Tablet abrufen.

Die Luxus-Yacht Azimut 66 ist voller Hightech: Sie lässt sich über ein elektronisches System, das auf jeden Steuermann individuell eingestellt werden kann, per Finger steuern. Alle Daten der Yacht lassen sich auf dem Tablet abrufen.

Foto: Azimut

Und wenn der Kapitän an Bord den Zustand seines Schiffes auf dem Sofa kontrollieren will, so kann er von den Motordaten bis zu Alarmmeldungen, von der Regelung der Klimaanlage bis zur Steuerung der Lenzpumpen, von den Tankständen und der Tankentleerung bis zur Maschinenraumbelüftung alle Daten auf seinem Tablet abrufen.

Die Azimut-Ingenieure haben zudem Karbon bei der Konstruktion des Schiffskörpers eingesetzt und konnten damit das Raumvolumen vergrößern.

4. Kleine Yacht für zwischendurch: Deutschlandpremiere der Tempest 44

Natürlich geht es auch eine Nummer kleiner: Cantieri Capelli feiert auf der Boot 2016 die Deutschlandpremiere ihrer Tempest 44. Das 6 t schwere Flagschiff der italienischen Werft ist zwar nur 13,1 m lang und 3,96 m breit, aber so raffiniert geschnitten, dass eine geräumige Kabine mit Schlafgelegenheit für zwei Personen, ein WC und eine Dusche Platz findet.

Man glaubt es kaum: Dieses 13 m lange Boot Tempest 44 der italienischen Werft Cantieri Capelli ist so raffiniert geschnitten, dass eine geräumige Kabine mit Schlafgelegenheit für zwei Personen, ein WC und eine Dusche Platz haben.

Man glaubt es kaum: Dieses 13 m lange Boot Tempest 44 der italienischen Werft Cantieri Capelli ist so raffiniert geschnitten, dass eine geräumige Kabine mit Schlafgelegenheit für zwei Personen, ein WC und eine Dusche Platz haben.

Foto: Cantieri Capelli

Die Mini-Yacht hat zudem zwei große Sonnendecks, auf denen sich entspannte Tage auf dem Wasser erleben lassen. Ein schneller Standortwechsel ist kein Problem. Dafür sorgen drei Motoren mit jeweils 350 PS.

5. Für Segelfans: Weltpremiere der Delphia 46 DS

Motor muss übrigens gar nicht sein. Im Trend sind wieder Segelboote. Das beweisen 340 Hersteller, die auf der Messe Segelyachten, Mehrrumpfboote, Cats und Jollen präsentieren. „Ein Gang durch die Segelhallen lässt das Herz jedes leidenschaftlichen Seglers höher schlagen“, sagt Messe-Direktor Goetz-Ulf Jungmichel. „Hier präsentiert sich alles, was in der Szene Rang und Namen hat und man wünscht sich, mit einer dieser wunderbaren Yachten oder schnittigen Katamaran einmal hart am Wind zu segeln.“

Die Delphia 46 DS bietet auf ihren 14,48 m Länge ebenfalls puren Luxus. Beide Kabinen bieten jeweils ein eigenes Bad.

Die Delphia 46 DS bietet auf ihren 14,48 m Länge ebenfalls puren Luxus. Beide Kabinen bieten jeweils ein eigenes Bad.

Foto: Delphia

Segelfans können auch Zeuge der Weltpremiere der Delphia 46 DS werden. Die 14,48 m lange und 14,3 t schwere Segelyacht bietet unter Deck einigen Luxus: eine voll ausgestattete Küche, eine Amateurheckkabine mit großem Badezimmer und Erholungsraum sowie eine Buggastkabine mit eigenem Badezimmer und separater Dusche. Laut Delphia ist die 46 DS mit einer Segelfläche von 62,5 m2 sowohl für zwischenkontinentale Seefahrten als auch Reisen um die Welt perfekt geeignet. Steht der Flucht aus dem Alltag doch eigentlich nichts mehr im Weg.

6. Ankleidezimmer in der Cruiser 51 Style von Bavaria

Noch nicht genug? Dann müssen Sie zum Stand der Bavaria-Werft. Dort finden Sie 19 Segelyachten und Motorboote. Darunter ist auch der Luxussegler Cruiser 51 Style. Auf seinen 15,59 m Länge verstecken sich nicht nur eine Küche, eine edle Lounge und drei Kabinen.

In der Segelyacht Cruiser 51 Style von Bavaria gibt es sogar an Ankleidezimmer.

In der Segelyacht Cruiser 51 Style von Bavaria gibt es sogar an Ankleidezimmer.

Foto: Bavaria

Es gibt für die Dame des Schiffes sogar ein Ankleidezimmer. Und wenn man will, kann man sich ab Werft gleich eine Waschmaschine einbauen lassen.

So groß ist nicht mal jede Küche in einer Studentenbude: Küche in der Segelyacht Cruiser 51 Style von Bavaria.

So groß ist nicht mal jede Küche in einer Studentenbude: Küche in der Segelyacht Cruiser 51 Style von Bavaria.

Foto: Bavaria

7. Das bekannteste Dinghy der Welt

Und wenn Ihnen das alles nicht gefällt, zu groß oder aber viel zu teuer ist, dann haben wir noch was für Sie. Wie wär’s mit dem Zweihand-Dinghy Mirror? Es ist leicht, seefest und absolut günstig. Schon für 2395 € können sie segeln gehen. Von keinem Segelboot wurden mehr verkauft als vom Mirror. Seit 1963 wurden mehr als 70.000 Stück zu Wasser gelassen.

Rennen mit dem Dinghy Mirror: Das kleine Segelboot Mirror wurde seit 1963 schon mehr als 70.000 Mal verkauft und ist damit das meist verbreitetste Segelboot der Welt.

Rennen mit dem Dinghy Mirror: Das kleine Segelboot Mirror wurde seit 1963 schon mehr als 70.000 Mal verkauft und ist damit das meist verbreitetste Segelboot der Welt.

Foto: International Mirror Class Association

Das Boot ist mit seinen 3,30 m Länge nicht nur ideal, um überhaupt das Segeln zu lernen. Mit dem Dinghy werden sogar Rennen gefahren. Drei Personen passen rein, und paddeln kann man mit dem Bötchen auch. Also, wenn das nichts ist, dann wissen wir von Ingenieur.de auch nicht mehr weiter.

Wenn Sie immer noch nicht genug haben, dann hätten wir noch für Sie eine Luxus-Yacht in Form eines U-Bootes und die Trauminsel Kokomo, die auch fahren kann. Wie Sie wollen.

„Kokomo Ailand“ ist etwa für ganz reiche Menschen auf dieser Welt. Die Insel verfügt über ein Penthouse in 80 m Höhe, einen Palmengarten, Pools, Wellness-Bereiche und sogar ein Esszimmer unter Wasser mit Blick auf Haie und Wale – sofern sie in der Nähe sind. Rechts im Bild ein privates U-Boot mit Pool, ebenfalls vom österreichischen Hersteller Migaloo.

„Kokomo Ailand“ ist etwa für ganz reiche Menschen auf dieser Welt. Die Insel verfügt über ein Penthouse in 80 m Höhe, einen Palmengarten, Pools, Wellness-Bereiche und sogar ein Esszimmer unter Wasser mit Blick auf Haie und Wale – sofern sie in der Nähe sind. Rechts im Bild ein privates U-Boot mit Pool, ebenfalls vom österreichischen Hersteller Migaloo.

Foto: Migaloo

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