Tokio Motor Show 02.11.2015, 15:04 Uhr

Warum Yamaha einem Roboter das Motorradfahren beibringt

Er ist eines der Highlights der Tokio Motor Show: Motobot. Der humanoide Roboter von Yamaha kann wie ein Mensch Motorrad fahren. Doch was soll das bringen?

Motobot während einer Testfahrt: Der humanoide Roboter kann lenken, Gas geben, bremsen und mit den Füßen schalten.  

Motobot während einer Testfahrt: Der humanoide Roboter kann lenken, Gas geben, bremsen und mit den Füßen schalten.  

Foto: Yamaha

Und wieder eine Technologie, die aus einem Science-Fiction-Film zu kommen scheint: Ein Werbevideo von Yamaha zeigt einen blauen humanoiden Roboter, der auf einem YZF-R1 Motorrad über ein verlassenes Flugfeld donnert. Er hat sogar einen Namen: Motobot. Zu bestaunen ist er derzeit auf der Tokio Motor Show – die wichtigste Automobilausstellung Japans, die vom 28. Oktober bis 8. November voraussichtlich über 900.000 Besucher anzieht und 76 Weltpremieren zeigt.

Ganz allein schafft es Motobot noch nicht: Ein Ingenieur verfolgt am Monitor die Bilder aus dessen Helmkamera und hilft bei der Steuerung. 

Ganz allein schafft es Motobot noch nicht: Ein Ingenieur verfolgt am Monitor die Bilder aus dessen Helmkamera und hilft bei der Steuerung. 

Foto: Yamaha

Die Yamaha-Ingenieure haben Motobot mit High-tech-Gliedmaßen ausgestattet, damit er Schritt für Schritt die Kunst des Fahrens lernen kann: Auf der rechten Seite umschließt die Hand als Faust den Gasgriff. Wenn Motobot losfahren soll, dreht sich ein Servomotor. Beide Hände haben zudem jeweils eine Klaue, die Brems- und Kupplungshebel ziehen. Die Füße sind ebenfalls beweglich, damit Motobot die Fußschaltung betätigen kann. Zu technischen Details verrät Yamaha bislang aber noch nichts.

2017 soll Motobot die 200-km/h-Grenze durchbrechen

Motobot steckt noch in den Kinderschuhen. Das zeigen beispielsweise zwei lange Stützräder, die an der Maschine befestigt sind und den Roboter bei engen Kurven vor Stürzen bewahren. Außerdem ist eine Kamera in seinen Helm integriert, deren Livebilder auf den Laptops der Ingenieure erscheinen. So können sie während der Fahrt korrigierend eingreifen.

In der rechten Hand befindet sich ein Servomotor, der den Gasgriff dreht. Mit Klauen kann Motobot zudem Kupplungs- und Bremshebel ziehen. 

In der rechten Hand befindet sich ein Servomotor, der den Gasgriff dreht. Mit Klauen kann Motobot zudem Kupplungs- und Bremshebel ziehen. 

Foto: Yamaha

Motobot soll aber immer autonomer werden: Ende des Jahres soll er Slaloms und Kurven meistern und mit bis zu 100 km/h geradeaus fahren können. 2017 soll er dann auf Rennstrecken mit bis zu 200 km/h unterwegs sein.

Yamaha hat dem blauen Roboter sogar eine Stimme verpasst, die sich im Werbevideo nicht gerade bescheiden zeigt: „Ich wurde gebaut, um dich zu übertreffen“, klirrt es in Richtung Valentino Rossi ­– ein italienischer Motorradrennfahrer, der mit neun Weltmeistertiteln zu den erfolgreichsten Piloten der Geschichte zählt. „Ich verbessere mich jeden Tag.“

Was soll ein motorradfahrender Roboter bringen?

Doch wofür entwickelt Yamaha überhaupt einen Fahrroboter? Sollen sich Motorradfahrer zukünftig von hinten an ihn kuscheln und durch die Gegend chauffieren lassen?

Nein. Motobot soll Yamaha vielmehr dabei unterstützen, neue Assistenzsysteme für Zweiräder und Schneemobile zu entwickeln. Die japanische Firma hofft, erste Serienprodukte bis 2020 auf den Markt zu bringen. 

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