Hilfe für Fluggäste 01.12.2015, 11:34 Uhr

So führt ein Roboter Passagiere in Schiphol zum richtigen Gate

Seit Montag können Passagiere am Amsterdamer Flughafen Schiphol einen blau-weißen Roboter mit Gesicht durch die Gänge huschen sehen. In einer fünftägigen Testphase soll Spencer beweisen, dass er Fluggäste schnell und sicher zu ihrem jeweiligen Gate führen kann. Verlaufen unmöglich.

Der Roboter Spencer soll Fluggäste, die sich im Gewirr auf Flughäfen schlecht zurecht finden, sicher zum Gate bringen. Derzeit wird das Gerät auf dem Amsterdamer Flughafen Schiphol getestet.

Der Roboter Spencer soll Fluggäste, die sich im Gewirr auf Flughäfen schlecht zurecht finden, sicher zum Gate bringen. Derzeit wird das Gerät auf dem Amsterdamer Flughafen Schiphol getestet.

Foto: Spencer

Der Roboter Spencer soll Fluggäste, die sich im Gewirr auf Flughäfen schlecht zurecht finden, sicher zum Gate bringen. Derzeit wird das Gerät auf dem Amsterdamer Flughafen Schiphol getestet.

Foto: Spencer

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„Passagier Peter Müller wird gebeten, sich dringend zu Gate C5 zu begeben.“ Jeder, der hin und wieder ein Verkehrsflugzeug benutzt, kennt Lautsprecherausrufe wie diesen. Dass Peter Müller kurz vor Abflug noch immer nicht da ist, ist eher weniger darauf zurückzuführen, dass jener Muster-Fluggast ein Langschläfer und Trödler wäre. Häufigste Ursache fürs zu spät Kommen: Ein Passagier findet einfach nicht das richtige Gate.

Umso schlimmer, wenn die Zeit bei Anschlussflügen ohnehin knapp bemessen ist. Die niederländische Fluggesellschaft KLM will orientierungsschwache Fluggäste an die Hand nehmen lassen – zumindest bildlich gesprochen. Dafür setzt die Airline am Amsterdamer Flughafen Schiphol in einem einwöchigen Test nun einen Roboter namens Spencer ein.

Der Roboter fährt vor und zeigt den Weg 

Ein Video, das unter gestellten Bedingungen gedreht wurde, zeigt, wie Spencer in der Praxis funktionieren soll: Der Roboter fährt auf eine kleinere Menschengruppe zu, und ein Mann drückt auf dem Touch-Screen auf des Roboters Brust den Startknopf. Sofort wendet Spencer der Gruppe den Rücken zu, auf seinem Kopf beginnt eine gelbe Lampe zu blinken.

Roboter Spencer wird auf dem Flughafen Schiphol ausgepackt: Fünf Tage lang wird der Roboter auf dem Flughafen getestet. Kommt er mit den vielen Passanten zurecht? Kann er sich wirklich richtig orientieren?

Roboter Spencer wird auf dem Flughafen Schiphol ausgepackt: Fünf Tage lang wird der Roboter auf dem Flughafen getestet. Kommt er mit den vielen Passanten zurecht? Kann er sich wirklich richtig orientieren?

Foto: Spencer

Ähnlich wie das „Follow Me“-Auto auf dem Rollfeld dem Jumbo-Jet den Weg zur Startbahn weist, setzt sich nun auch der Passagier-Tross hinter Spencer in Gang. Damit der Roboter die für ihn nötigen Informationen bekommt, können Fluggäste auch mit ihm reden, in unterschiedlichen Sprachen.

Spencer solle menschliches Verhalten deuten

Für die sichere Navigation und Orientierungsfähigkeit verfügt Spencer über diverse Sensoren, Laser-Abstandsmesser sowie einen digitalen Lageplan. Im Demonstrationsvideo gelingt es dem armlosen Roboter einigermaßen gut, die Gruppe durch eine entgegenkommende Menschentraube zu navigieren.

Dabei achtet Spencer gleichzeitig darauf, dass keines seiner „Schäfchen“ verloren geht. Auffällig ist die äußerst geringe Geschwindigkeit des Helfers, die deutlich unter dem durchschnittlichen menschlichen Geh-Tempo liegen dürfte. Zum einen kommt dies in der Praxis älteren Menschen entgegen, andererseits will das Gate erreicht werden, bevor sich die Flugzeugtüren schließen.

Spencer erfasst die Menschen, die er zu einem Ziel bringen soll, und passt sogar auf, dass niemand verloren geht.

Spencer erfasst die Menschen, die er zu einem Ziel bringen soll, und passt sogar auf, dass niemand verloren geht.

Foto: Spencer

Spencer soll auch sensibel auf bestimmtes menschliches Verhalten in bestimmten Situation sein. So soll er beispielsweise eigenständig erkennen, wenn sich Personen in Eile befinden und zielgerichtet seine Dienste anbieten. In der aktuellen Erprobungsphase, auf die im kommenden März eine weitere folgen wird, führt der Roboter erst einmal nur ausgewählte Testpersonen durch die langen Gänge.

An der Entwicklung des Projekts Spencer, das seit zwei Jahren von der EU-Kommission gefördert wird, sind auch deutsche Ingenieure beteiligt – unter anderem der TU München, der RWTH in Aachen sowie der Uni Freiburg. Auf YouTube haben die Forscher auch einen Videokanal eingerichtet, den Sie hier finden.

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