Projekt Re-App standardisiert Schnittstellen 21.02.2014, 12:52 Uhr

Robotik soll auch für Mittelständler wirtschaftlich werden

Kleine und mittelständische Unternehmen sollen zukünftig Roboter mit weniger Aufwand in ihre Produktionsabläufe einbinden können. Dafür setzt sich das Projekt Re-App ein. Forscher des Fraunhofer Instituts in Stuttgart entwickeln eine standardisierte Integrationsplattform mit wiederverwertbaren Apps. 

Zukünftig sollen sich Roboter wesentlich schneller für neue Anwendungen programmieren lassen. Auch von Arbeitern, die über wenig Vorwissen verfügen. Das kommt besonders kleineren Unternehmen mit häufigen Produktionswechseln zugute. Sie müssen nicht extra einen Experten für Robotik beschäftigen.                                                                             

Zukünftig sollen sich Roboter wesentlich schneller für neue Anwendungen programmieren lassen. Auch von Arbeitern, die über wenig Vorwissen verfügen. Das kommt besonders kleineren Unternehmen mit häufigen Produktionswechseln zugute. Sie müssen nicht extra einen Experten für Robotik beschäftigen.                                                                             

Foto: Fraunhofer IPA

Viele kleine und mittelständische Unternehmen sehen sich einem starken Verdrängungswettbewerb ausgesetzt. Automatisierungslösungen und Roboter können helfen. Doch ist die Implementierung derzeit besonders bei niedrigen Produktionsstückzahlen unwirtschaftlich. 

Software für Roboter ist im Robot-App-Store erhältlich

Damit der Umstieg auf Roboter günstiger wird und Produktionsabläufe nicht unnötig lange unterbrochen werden müssen, arbeitet das Stuttgarter Fraunhofer Institut IPA im Rahmen des Forschungsprojekt Re-App derzeit an einer einheitlichen Integrationsplattform mit standardisierten Schnittstellen und wiederverwendbaren Softwaremodulen für Roboter.

„Diese parametrierbaren Apps sind über einen Robot-App-Store verfügbar und können in der Integrationsplattform beispielsweise als Plug-ins eingebunden werden“, erklärt Projektkoordinator Ulrich Reiser. „Dank einer modellbasierten Werkzeugkette können Applikationsentwickler neue Apps implementieren und über das App-Store auch anderen Anwendern zur Verfügung stellen.“ 

Anwender braucht kaum Vorwissen 

Die Integrationsplattform arbeitet mit einer Technologie namens Plug-and-Produce, um die Apps für die Hardware zu konfigurieren. So lassen sie sich schnell anpassen und für verschiedene Robotersysteme wiederverwenden. Ein Programmierassistent empfiehlt dem Anwender die geeignete App für seine Zielanwendung. Applikationsentwickler können zudem mit einem cloudbasierten Simulationsdienst Anwendungstests schnell und ohne Zusatzaufwand durchführen. 

Nach drei Jahren Projektlaufzeit sollen die in Re-App entwickelten Technologien in der Praxis getestet werden. Projektpartner ist auch Dresden Elektronik. Der Verarbeiter von Leiterplatten ist einem immer stärkeren Verdrängungswettbewerb durch Großunternehmen ausgesetzt und könnte von kostengünstigen Automatisierungslösungen profitieren. 

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