Kennzeichen erfasst 31.05.2016, 11:19 Uhr

Robocop K5 hat Kunden, Ladendiebe und Einbrecher im Blick

K5 hat alles im Blick: einparkende Autos, einkaufende Kunden, zwielichtige Leute. K5 ist eine rollende Videokamera und ein Stück Polizist in Roboterform. Seinen Dienst schiebt der gut 1,5 Meter große Roboter, der R2D2 aus Star Wars ähnelt, in einer Shopping-Mall in Palo Alto. Bewaffnet ist K5 allerdings nicht.

Der Roboter Knightscope K5 ist mit HD-Kameras, mehreren Mikrofonen, GPS und Sensoren ausgestattet. Er kann seine Umgebung im 360-Grad-Modus überwachen und auch feststellen, wenn ein Zaun oder ein Tor aufgebrochen oder beschädigt wurde.

Der Roboter Knightscope K5 ist mit HD-Kameras, mehreren Mikrofonen, GPS und Sensoren ausgestattet. Er kann seine Umgebung im 360-Grad-Modus überwachen und auch feststellen, wenn ein Zaun oder ein Tor aufgebrochen oder beschädigt wurde.

Foto: Knightscope

Der Roboter Knightscope K5 ist mit HD-Kameras, mehreren Mikrofonen, GPS und Sensoren ausgestattet. Er kann seine Umgebung im 360-Grad-Modus überwachen und auch feststellen, wenn ein Zaun oder ein Tor aufgebrochen oder beschädigt wurde.

Foto: Knightscope

Foto: Knightscope

Foto: Knightscope

Foto: Knightscope

Foto: Knightscope

Foto: Knightscope

Foto: Knightscope

Foto: Knightscope

Foto: Knightscope

Foto: Knightscope

Foto: Knightscope

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Foto: Knightscope

Foto: Knightscope

Diese Zahl hat gerade erst Schlagzeilen in deutschen Zeitungen geschrieben: 167.136 Wohnungseinbrüche und Versuche hat die Polizei im vergangenen Jahr in Deutschland registriert. Gegenüber 2007 bedeutet das eine Steigerung von 53 Prozent. Keine Frage, das Land ist unsicherer geworden. Das Bedürfnis nach Überwachung steigt. In den USA geht nun ein Roboter auf Streife. In der kalifornischen Stadt Palo Alto, Mekka der IT-Freaks im Silicon Valley, fährt der Roboter Knightscope K5 im Stanford-Shoppingcenter über Flure und Parkplätze.

Der K5, den Ingenieur.de schon vor gut anderthalb Jahren in einem Bericht vorgestellt hat, ist ein gut 1,5 m großer Roboter, der an sieben Tagen in der Woche 24 Stunden lang im Einsatz ist. Schwächelt der Akku, fährt der Roboter selbstständig in die Ladestation. Er rollt mit einer gemächlichen Geschwindigkeit zwischen 1,6 und 4,8 km/h durch die Mall.

Der K5 ist ausgerüstet mit Kameras und Sensoren

Die wichtigste Aufgabe des autonomen Roboters ist es, Gefahren früh zu erkennen und sofort Alarm zu schlagen. Dafür ist der K5 gespickt mit Kameras und Sensoren. Er hat vier hochauflösende Kameras, die im 360-Grad-Modus die Umgebung erfassen und zum Beispiel erkennen, wenn ein Tor aufgebrochen wurde.

Mit HD-Kameras, Mikrofonen und Sensoren überwacht der Roboter die gesamte Umgebung im 360-Grad-Modus.

Mit HD-Kameras, Mikrofonen und Sensoren überwacht der Roboter die gesamte Umgebung im 360-Grad-Modus.

Foto: Knightscope

Die Videobilder werden in Echtzeit an eine Kontrollzentrale gesendet, in der die Mitarbeiter sofort die notwendigen Maßnahmen einleiten können. Die Übertragung der Daten erfolgt verschlüsselt.

Der Roboter erkennt das Geräusch von zersplitterndem Glas

Vier Mikrofone lauschen auf verdächtige Stimmen und sind in der Lage, das Geräusch von zersplitterndem Glas zu erkennen. Außerdem erfasst K5 die Temperatur, die Luftfeuchtigkeit, den Luftdruck und sogar den Kohlendioxidgehalt der Luft.

Der Roboter Knightscope K5 bei der Kontrolle eines Parkplatzes vor einem Supermarkt: Er kann pro Stunde 300 Kennzeichen einscannen und speichern.

Der Roboter Knightscope K5 bei der Kontrolle eines Parkplatzes vor einem Supermarkt: Er kann pro Stunde 300 Kennzeichen einscannen und speichern.

Foto: Knightscope

Eventuelle Heißsporne erkennt der autonome Roboter mit Hilfe einer Wärmebildkamera. Der unbewaffnete Roboter schlägt mit einem lauten Ton Alarm, wenn er Ungemach wittert. Der K5 ist zwar recht robust gegen Vandalismus, seine Oberfläche ist mit einer graffitiabweisenden Schutzschicht überzogen, er ist aber nicht schusssicher.

Pro Minute scannt der Roboter bis zu 300 Nummernschilder

Der K5 bewegt sich vollkommen autonom und kann Passanten ausweichen. Dazu ist der Roboter ausgestattet mit GPS-Chip, einem lasergestützten Messsystem, das Entfernungen und Geschwindigkeiten erfasst, und Abstandssensoren.

Der an einen in die Länge gezogenen R2D2 aus der Science-Fiction-Saga Star Wars erinnernde K5 ist ein wahrer Datensammler. Pro Minute scannt der Roboter bis zu 300 Nummernschilder der Autos auf dem Parkplatz der Mall. Eine Software erkennt die Nummernschilder und führt so regelrechte „schwarze Listen“ für unerwünschte Besucher wie etwa überführte Ladendiebe.

Der Überwachungsroboter kostet 7 $ pro Stunde

Das Sicherheits-Start-up Knightscope versteht seinen K5 nicht als Ersatz für menschliches Wachpersonal, eher als Ergänzung. Die Firma Knightscope mit Sitz im kalifornischen Mountain View verlangt für den K5 eine Mietgebühr von 7 $ pro Stunde.

Der autonome Roboter K5 soll Menschen ein Gefühl von Sicherheit vermitteln, weil er seine Umgebung rund um die Uhr überwachen kann. Auf seinen Patrouillengängen überträgt er seine Bilder an eine Leitstelle, die sofort bei Gefahr reagieren kann.

Der autonome Roboter K5 soll Menschen ein Gefühl von Sicherheit vermitteln, weil er seine Umgebung rund um die Uhr überwachen kann. Auf seinen Patrouillengängen überträgt er seine Bilder an eine Leitstelle, die sofort bei Gefahr reagieren kann.

Foto: Knightscope

Nach Angaben der britischen Tageszeitung Guardian kommt der K5 bei den Besuchern gut an. „Jeder will Selfies mit ihm machen“, zitiert das Blatt den Knightscope-Mitgründer Stacy Dean Stephens.

Der ehemalige Polizist Stephens hat Knightscope als Reaktion auf den Amoklauf am 14. Dezember 2012 in der Sandy Hook Elementary School in Newtown im US-Bundesstaat Connecticut gegründet, bei dem 28 Menschen ihr Leben verloren. Wäre damals die Polizei nur eine Minute früher am Tatort gewesen, hätten zwölf Menschenleben gerettet werden können, meint Stephens.

Von Detlef Stoller

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