Mit Lego kompatibel 28.10.2015, 11:14 Uhr

Programmierbarer Roboter-Bausatz schon für Fünfjährige

„Robo Wunderkind“ ist ein Roboter-Bausatz aus farbenfrohen Würfeln zum Zusammenstecken. Der selbst kreierte Roboter wird auf Rumfahren, Plappern oder Hindernissen ausweichen programmiert – mittels einer App, die schon Kinder im Grundschulalter beherrschen sollen. Mit Lego-Steinen könne die Kids ihre Konstruktion noch ausbauen. 

„Robo Wunderkind“: Der Roboter-Bausatz aus farbenfrohen Würfeln zum Zusammenstecken soll sich schon von Fünfjährigen programmieren lassen.

„Robo Wunderkind“: Der Roboter-Bausatz aus farbenfrohen Würfeln zum Zusammenstecken soll sich schon von Fünfjährigen programmieren lassen.

Foto: Robo Wunderkind

In Großbritannien werden schon Kinder ab fünf Jahren fit gemacht für die IT-Branche: Programmieren steht dort neuerdings als Pflichtfach für alle Schülerinnen und Schüler ab fünf Jahren auf dem Stundenplan. Auch in vielen anderen Ländern hat die Förderung der digitalen Kompetenz von Kindern offenbar einen höheren Stellenwert als in Deutschland, wo Informatik selbst an Gymnasien noch unter „Angebot für Freiwillige“ rangiert und über kleinere Kinder am Computer eher die Nase gerümpft wird.

Programmieren leicht gemacht

Dabei hat die Industrie die Zeichen der Zeit längst erkannt und eine ganze Reihe von Produkten auf den Markt gebracht, mit denen schon die Jüngsten spielerisch die digitale Welt verstehen und gestalten lernen. In der Programmiersprache Scratch zum Beispiel entwickeln Kinder und Jugendliche Computerspiele und Multimedia-Anwendungen, Lego hat mit der Produktserie „Mindstorms“ einen Roboter-Bausatz auf den Markt gebracht, der wie Scratch sogar bei Workshop-Projekten an deutschen Schulen im Einsatz ist.

Das Herzstück des Roboters ist das orangefarbene Systemmodul, in dem der Rechner steckt. Per Steckverbindung lassen sich andere Module mit vielen verschiedenen Funktionen anfügen. 

Das Herzstück des Roboters ist das orangefarbene Systemmodul, in dem der Rechner steckt. Per Steckverbindung lassen sich andere Module mit vielen verschiedenen Funktionen anfügen. 

Foto: Robo Wunderkind

Zu den kindgerechten Roboterbaukästen mit Modulen im Klötzchen-Format, wie die der Marken „Cubelets“ oder „Tinkerbots“, gesellt sich nun „Robo Wunderkind“. Auf der Crowdfunding-Plattform Kickstarter hat die Kampagne für das Roboterspielzeug das Finanzierungsziel schon weit überschritten.

Und das steckt alles drin im Systemmodul.

Und das steckt alles drin im Systemmodul.

Foto: Robo Wunderkind

Im Sommer kommenden Jahres sollen die verschiedenen Baukasten-Ausstattungen für Preise zwischen 79 und 499 US-Dollar an die Unterstützer ausgeliefert werden. Auch Schul- und Workshop-Klassensätze werden angeboten.

Für jede Funktion ein eigener Würfel

Zu jedem Robo-Kit gehört ein als „Systemmodul“ bezeichneter Rechner im Würfel: mit ARM Cortex A8-Prozessor und 256 MB Arbeitsspeicher, einem 4 GB Flash-Speicher, WiFi-Schnittstelle, Mikrophon- und Lautsprecher-Anschluss. Strom bekommt der Rechner von einem ebenfalls im Systemmodul verbauten 1500 mAH-Akku, der sich per USB aufladen lässt.

Die Extra-Würfel von Robo Wunderkind lassen sich über Steckverbindungsplatten miteinander kombinieren. Es gibt Würfel mit Motoren, Würfel mit Lichtsensoren, mit Beschleunigungsmesser, Annäherungssensor oder Kamera, Würfel mit Bluetooth-Schnittstelle und sogar einen mit einem Wettersensor, der Temperatur, Luftdruck und -feuchtigkeit erfasst. 

Die Extra-Würfel von Robo Wunderkind lassen sich über Steckverbindungsplatten miteinander kombinieren. Es gibt Würfel mit Motoren, Würfel mit Lichtsensoren, mit Beschleunigungsmesser, Annäherungssensor oder Kamera, Würfel mit Bluetooth-Schnittstelle und sogar einen mit einem Wettersensor, der Temperatur, Luftdruck und -feuchtigkeit erfasst. 

Foto: Robo Wunderkind

Weitere Module sind jeweils in einem Extra-Würfel verbaut, die sich über Steckverbindungsplatten miteinander kombinieren lassen. Da gibt es Würfel mit Motoren, Würfel mit Lichtsensoren, mit Beschleunigungsmesser, Annäherungssensor oder Kamera, Würfel mit Bluetooth-Schnittstelle und sogar einen mit einem Wettersensor, der Temperatur, Luftdruck und -feuchtigkeit erfasst. Auch ein Würfel mit LED-Display und einer mit Laser-Pointer steht je nach Bausatz-Ausführung zur Verfügung.

Intuitive Programmierung mittels Symbolen

Jeder Roboter lässt sich über spezielle Adapter mit Lego-Steinen ausbauen und verschönern. Zur Programmierung des Roboters haben die Entwickler eine App geschrieben, die auf iOS und Android-Geräten läuft, eine Windows-Version soll im kommenden Jahr folgen. Symbole zeigen dabei die einzelnen Funktionen der Module an, die Kinder per Fingertipp kombinieren und so Pläne von ihrem Roboter entwerfen können.

Kinderleichtes Programmieren versprechen die Macher des Wunderkind-Roboters mit ihrer intuitiv zu bedienenden App.

Kinderleichtes Programmieren versprechen die Macher des Wunderkind-Roboters mit ihrer intuitiv zu bedienenden App.

Foto: Robo Wunderkind

Die App eigne sich schon für Fünfjährige, versprechen die Entwickler. Die können ihrem Roboter damit intuitiv beibringen, was er machen soll: rumfahren zum Beispiel, Worte plappern, die man ihm beigebracht hat, Melodien abspielen, wenn jemand in die Hände klatscht oder den Raum betritt, Hindernissen ausweichen, Labyrinthe meistern oder Lichtern folgen.

Für Jugendliche haben sich übrigens drei 18-Jährige eine verständliche Anleitung zum Programmieren ausgedacht. 

Von Susanne Neumann
Das könnte sie auch interessieren

Top 5 Robotik

Top Stellenangebote

West Pharmaceutical Services Deutschland GmbH & Co. KG-Firmenlogo
West Pharmaceutical Services Deutschland GmbH & Co. KG Manager Product Development, EU (m/f) Eschweiler
West Pharmaceutical Services Deutschland GmbH & Co. KG-Firmenlogo
West Pharmaceutical Services Deutschland GmbH & Co. KG Messingenieur (m/w) Quality Control Eschweiler Eschweiler
West Pharmaceutical Services Deutschland GmbH & Co. KG-Firmenlogo
West Pharmaceutical Services Deutschland GmbH & Co. KG Engineer Product Development, EU (m/f) Eschweiler
Hochschule Niederrhein-Firmenlogo
Hochschule Niederrhein Fachlehrerin/Fachlehrer für den Bereich Konstruktionslehre und Technische Mechanik Krefeld
Hochschule Aalen - Technik und Wirtschaft-Firmenlogo
Hochschule Aalen - Technik und Wirtschaft W2-Professur "User Experience" Aalen
Montanuniversität Leoben-Firmenlogo
Montanuniversität Leoben Universitätsprofessur für das Fachgebiet Energieverbundtechnik Leoben (Österreich)
Hochschule Aalen - Technik und Wirtschaft-Firmenlogo
Hochschule Aalen - Technik und Wirtschaft Professur (W2) "Additive Fertigung/ Konstruktion" Aalen
HOCHSCHULE FÜR ANGEWANDTE WISSENSCHAFTEN HAMBURG-Firmenlogo
HOCHSCHULE FÜR ANGEWANDTE WISSENSCHAFTEN HAMBURG Professor/in für das Lehrgebiet Energie-und Anlagensysteme Hamburg
Bayerisches Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz-Firmenlogo
Bayerisches Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz Referentin/Referent München
Technische Hochschule Mittelhessen (THM)-Firmenlogo
Technische Hochschule Mittelhessen (THM) W2-Professur für das Fachgebiet Konstruktionssystematik, -methodik, Technische Mechanik und CAE Friedberg
Zur Jobbörse