Digitale Lernspiele 05.12.2017, 09:07 Uhr

Mit Codey Rocky sollen Kindern spielend leicht Programmieren lernen

Das Arbeitsfeld der Zukunft wird mit Sicherheit nicht ohne IT auskommen, dort entstehen die Arbeitsplätze von morgen – schon heute. Deshalb entwickelt der aus China stammende Jasen Wang Lernspiele für Kinder. Sein neuestes Produkt soll ein Programmierroboter werden.

Codey-Rocky

So sieht er aus, der kleine Programmierroboter, der kinderleicht zu bedienen sein soll.

Foto: Makeblock

Mit Codey Rockey möchte der aus Shenzhen stammende Entwickler von Roboterbausätzen ein Produkt auf den Markt bringen, das Kindern und Jugendlichen das Programmieren beibringen soll. Für die Umsetzung benötigt das Team rund um Jasen Wang gute 84.000 Euro, zwei Drittel hat er über Kickstarter bereits eingesammelt. Und noch läuft das Projekt und alle Finanzierer können sich für 69 US-Dollar einen Codey Rockey sichern, der später für 99 US-Dollar über die Ladentheke gehen soll.

Welche Technik steckt in dem Programmierroboter?

Codey Rockey besteht aus zwei verschiedenen Teilen. Codey bildet die Basis und ist das Herzstück des Roboters, Rockey ist der fahrbare Untersatz, der darüber hinaus mit allerlei Sensoren ausgestattet ist. Schon ab dem Alter von sechs Jahren sollen Kinder in der Lage sein, mit Codey Rockey einfache Programme zu erstellen und Probleme eigenständig zu lösen. Damit das gelingt, wird die Programmierung mithilfe der App mBlock 5 so einfach wie möglich gehalten. Hier müssen lediglich vorgefertigte Blöcke zusammengesteckt und konfiguriert werden.

Als Programmiersprachen kommen Scratch 3.0 und Python zum Einsatz. Erstere ist eine komplette Neuauflage von Scratch 2.0 und dank der mittlerweile vollständigen Implementierung von HTML 5 kompatibel mit WebGL, Web Workers und Web Audio sowie den neuesten Versionen von CSS und Javascript. Später sollen sich die Programme dann direkt in Python erstellen lassen und bereits vorhandene Programme problemlos umgewandelt werden können. Die interpretierte höhere Programmiersprache wird allgemein wegen ihrer klaren, übersichtlichen Syntax geschätzt, ist aber wesentlich komplexer als Scratch und nicht auf vorgefertigte Blöcke limitiert. Die Software ist verfügbar für Windows, Linux, Chrome OS, MacOS und iOS. Überraschenderweise gehen Android-Nutzer aber leer aus.

Codey Rockey kommuniziert über allerlei Sensoren

Für die Signalverarbeitung und I/O stehen sowohl Codey als auch Rockey eine Reihe von Modulen zur Verfügung. Codey selbst verfügt über zwei Infrarotsensoren, ein LED-Display mit integriertem LED-Statusindikator, Licht- und Stimmenerfassung, einen Lautsprecher, ein Sechs-Achsen-Gyroskop und drei Knöpfe sowie einen Drehregler für einfache Befehle. Rocky hat einen Farbsensor, einen Infrarot-Annäherungssensor und einen Graustufensensor eingebaut. Alle Module können unabhängig voneinander ausgelesen und angesteuert werden. Möglich ist zudem der parallele Betrieb von mehreren Sensoren gleichzeitig.

Beim Display handelt es sich um ein Gitternetz-LED-Display mit 16 × 8 LEDs. Die Ausgabe komplexer Grafiken erfolgt über das Gerät, das zum Programmieren genutzt wird. Dennoch kann das zusätzliche Display beispielsweise für die Darstellung einfacher Statusanzeigen oder Interaktion mit dem Nutzer verwendet werden. Der Controller verfügt zur Kommunikation mit anderen Geräten über WiFi, Bluetooth und USB.

Das Team hinter Codey Rockey

Jasen Wang ist Gründer und Geschäftsführer von Makeblock Inc. und außerdem verantwortlich für die Entwicklung und Produktion von Codey Rockey. Das in Shenzhen – eine Unterprovinzstadt nördlich von Hongkong – gelegene Unternehmen ist keinesfalls neu im Geschäft. Die Marke existiert bereits seit 2011, das Kerngeschäft umfasst vor allem für Kinder und Jugendliche entwickelte Bausätze für Roboter oder Drohnen und sogenannte „STEM-Kits“, also Materialien für die Mint-Schulfächer Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik. Die Erfahrungen mit vergangenen Produkten sind in die Entwicklung von Codey Rockey eingeflossen.

„Die Kombination von einfach zu benutzender Hardware und grafischer Programmierung gibt allen Kindern die Möglichkeit, ihre ersten Schritte in der Welt der Programmiersprachen zu machen und in kürzester Zeit das erste „Hello World“-Programm zu erstellen. Zudem ist es eine tolle Gelegenheit, um die eigene Kreativität zu erkunden“, erklärt Wang auf Kickstarter. Zusammen mit Codey Rockey werden 20 aufeinander aufbauende Lektionen mitgeliefert, die zunächst die grafische Programmierung und später auch die Basis des Python-Codes erklären. „Von einer Herausforderung zur nächsten werden die Kinder und Jugendlichen vom einfachen Block-Code zum fortgeschrittenen Python-Code begleitet und können bis dahin erstellte Programme mit einem einzigen Klick konvertieren“, so der Gründer.

Gute Aussichten trotz starker Konkurrenz

Doch ganz so neu ist die Idee, Kindern und Jugendlichen das Programmieren mithilfe von Robotern beizubringen, nicht. Mit den Lego Mindstorms oder dem Lego Boost hat der wohl größte Konkurrent von Codey Rockey gleich zwei heiße Eisen im Feuer, die ein ganz ähnliches Konzept verfolgen. Zwar sind die etwas teurer, dafür ist die volle Kompatibilität zu allen Lego-Produkten gegeben, sodass sie sich im Prinzip unendlich erweitern lassen. Trotzdem hat Makeblock vor allem aufgrund des attraktiven Preises von unter 100 Euro gute Chancen am Markt. Sollte die Kickstarter-Kampagne erfolgreich sein, wird das Produkt voraussichtlich ab April 2018 ausgeliefert und soll wenig später im Handel verfügbar sein.

Eine Anleitung, wie man verständlich programmiert, haben bereits drei 18-Jährige Flensburger entwickelt. Ihr Jugend-Programmiert-Starterkit wurde ebenfalls über Kickstarter finanziert und ist mittlerweile im Handel erhältlich.

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