Domino's testet 21.03.2016, 14:49 Uhr

Liefern bald Roboter die Pizza an der Haustür ab?

Die Fast-Food-Kette Domino’s jedenfalls will demnächst mobile Roboter im Außendienst einsetzen. Sie sollen den Kunden Pizza und Co. nach Hause bringen. Erste Tests in Neuseeland sind angekündigt.

Da steht er nun, bereit getestet zu werden: Domino's Roboter Unit, kurz DRU. Der Prototyp des autonom fahrenden Pizza-Roboters schafft 20 km/h.  

Da steht er nun, bereit getestet zu werden: Domino's Roboter Unit, kurz DRU. Der Prototyp des autonom fahrenden Pizza-Roboters schafft 20 km/h.  

Foto: Domino´s Australien

Der neu entwickelte Roboter-Lieferant heißt Domino’s Roboter Unit (DRU) und sieht etwas bizarr aus: Er ist etwa so groß wie ein Kinderwagen und erinnert zugleich an einen elektrischen Rollstuhl. Auf seinen vier Rädern soll das Gefährt die Pizza zuverlässig über Gehwege vor die Haustür bringen. Dabei schafft der etwa 190 kg schwere Liefer-Roboter etwa 20 km/h – ist also ungefähr so schnell wie ein Fahrrad.

Regeln für selbstfahrende Fahrzeuge fehlen noch

Wann genau die ersten DRUs ihren Dienst antreten, steht noch nicht fest. Bei der Präsentation des Prototyps im Hauptsitz der Fast-Food-Kette, im australischen Brisbane, war Domino’s-Chef Don Meij zwar optimistisch, dass es in einem halben Jahr soweit sei.

Hilfe, wer verfolgt mich da? Es ist der Pizzabote der Zukunft: ein autonom fahrender Roboter mit Platz für zehn Pizzen in seinem Bauch. 

Hilfe, wer verfolgt mich da? Es ist der Pizzabote der Zukunft: ein autonom fahrender Roboter mit Platz für zehn Pizzen in seinem Bauch. 

Foto: Domino´s Australien

Doch bevor die Pizza-Roboter ausschwärmen dürfen, muss die neuseeländische Regierung erst noch fehlende Regeln für selbstfahrende Fahrzeuge festlegen. Laut des Unternehmens soll jeder DRU 30.000 $ wert sein. Zu den Entwicklungskosten wurde nichts gesagt.

Technologie wie bei selbstfahrenden Autos

Die Batterie des Liefer-Roboters reicht hin und zurück für insgesamt 20 km. Da der Pizza-Boy mit Kameras und Sensoren ausgestattet ist, sind Hindernisse kein Problem. Er verwendet GPS über Google Maps und Lidar – die gleiche Technologie also, die in selbstfahrenden Autos zu finden ist.

Im DRU befinden sich herausfahrbare Boxen, in denen die Pizzen und Getränken Platz finden.

Im DRU befinden sich herausfahrbare Boxen, in denen die Pizzen und Getränken Platz finden.

Foto: Domino´s Australien

Dabei werden Laserstrahlen ausgesendet. Eine Multispektralkamera nimmt das zurückfallende Licht auf. Dann berechnet der Computer Abstand und Geschwindigkeit von umgebenden Passanten, Baustellen und allen sonstigen Hindernissen.

Kunde benötigt Zahlencode

So soll der DRU die Bestellung sicher und schnell an der Haustür abliefern und gleich eine ganze Großfamilie sättigen: Im „Bauch“ des Roboters jedenfalls ist eine beheizbare Box mit Platz für zehn Pizzen. In einer zusätzlich eingebauten Kühlbox bringt er auf Wunsch auch gleich kühle Getränke mit. Der Kunde erhält bei seiner Bestellung einen Zahlencode, mit dem er Essen und Getränke herausnehmen kann.

Mit autonomer Liefertechnik experimentieren derzeit einige Unternehmen. In Großbritannien etwa testet Starship Technologies ein Lieferwägelchen, das auch auf dem Gehweg fährt. Und Google hofft als Erster überhaupt Pakete per Drohne auszuliefern. Angepeilt ist das fürs nächste Jahr. Verhandlungen in den USA laufen. 

DXP von Domino´s: Der umgebaute Chevy Spark hat einen Ofen im Heck, der Pizzen während der Fahrt warm hält.

DXP von Domino´s: Der umgebaute Chevy Spark hat einen Ofen im Heck, der Pizzen während der Fahrt warm hält.

Foto: Domino´s Pizza

Was PR- und Marketing anbelangt lässt sich Domino´s offenbar gerne etwas Besonderes einfallen. In den USA kooperierte das Unternehmen Ende 2015 mit Chevrolet-Händlern und ließ 100 Fahrzeuge mit Öfen ausstatten – damit die Pizza schön warm und frisch beim Kunden ankommt.  

Von Lisa von Prondzinski

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