Nächste Roboter-Generation 25.11.2014, 14:41 Uhr

Imperial College baut Labor für schwimmfähige Drohnen

Die britische Elite-Universität Imperial College bereitet den Bau eines rund 1,56 Millionen Euro teuren Labors für die Entwicklung und Tests von Robotern der nächsten Generation von. Diese können sowohl fliegen als auch unter Wasser tauchen und sich dort weiterbewegen. Die Maschinen sollen künftig vor allem im Such- und Rettungsdienst eingesetzt werden.

Roboter, die fliegen und schwimmen können: „Die Zeit ist reif für Investitionen in derartige Drohnen", sagt Dr. Mirko Kovac, Direktor des Aerial Robotics Lab im Imperial College in London. 

Roboter, die fliegen und schwimmen können: „Die Zeit ist reif für Investitionen in derartige Drohnen", sagt Dr. Mirko Kovac, Direktor des Aerial Robotics Lab im Imperial College in London. 

Foto: Dave Guttridge/Imperial College

Die Bauarbeiten sollen 2016 starten. Ein Jahr später soll es den Betrieb aufnehmen. Dann wird es weltweit eines der wenigen sein, die sich für Versuche mit Drohnen, die auch schwimmen können, eignen. Dafür sollen eine zweistöckige Anlage und eine Werkstatt auf dem Dach des „City and Guilds“-Gebäudes der Universität im Londoner Stadtteil Kensington entstehen.

Die Flugarena ist als beleuchtetes, verglastes Gebäude in Form eines Würfels geplant, bei dem die Drohnen auch von außen sichtbar sind.

Ein zugängliches Dach soll eine Plattform für den Start und das Landen von Flügen im Freien bieten. Das Labor wird über 16 Hochgeschwindigkeits-3D-Kameras verfügen, die die Roboter im Flug verfolgen können. Weitere acht Kameras sollen unter Wasser Aufnahmen machen. 

Extrem gut ausgestattetes Testzentrum

Während die Universität Bristol und das MIT schon über entsprechende Anlagen verfügen, bietet das neue Drohnen-Labor von Imperial aber als einziges auch ein Dunstabzugssystem. Es ermöglicht auch Forschung und Tests in Bezug auf die Verbrennung  der fliegenden Roboter.

Ziel ist es, neue Motoren und neue Prinzipien für die Robotik, die mit gefährlichen Chemikalien arbeitet, zu entwickeln. Das neue Labor soll mit einer Rapid Prototyping Einrichtung gepaart werde, die es den Forschern erlaubt, Drohnen mit 3D Druckern und Lasermikromaschinen zu produzieren. Dadurch soll das Imperial College zu den bestausgerüsteten Zentren für fluggestützte Robotik werden. 

Inspiration für junge Ingenieure

Das Geld für das neue Labor kommt von Brahmal Vasudevan, einem Imperial College-Absolventen und Vorstandvorsitzendem von Creador, einer führenden asiatischen Private Equity Gesellschaft. Vasudevan studierte Luftfahrttechnik am Imperial College. Das neue Labor soll seinen Namen tragen: Brahmal Vasudevan Aerial Robotic Labor.

Pläne für das Brahmal Vasudevan Aerial Robotic Labor.

Pläne für das Brahmal Vasudevan Aerial Robotic Labor.

Foto: Imperial College

Nach Aussagen der Universität soll es auch junge Menschen inspirieren und das Interesse am Beruf des Luftfahrtingenieurs wecken. Neben den Anlagen für die Testflüge der unbemannten fluggestützten Hybridroboter wird es dort auch Einrichtungen für Lehrveranstaltungen geben.

Großes Marktpotenzial für fliegende Roboter

Schätzungen zufolge soll der globale Marktwert für die so genannten luftgestützten Roboter in den nächsten zehn Jahren auf 89 Milliarden Dollar steigen. Potenzielle Anwendungsbereiche für diese Roboter werden im Such- und Rettungsdienst, im Naturschutz sowie in der Kontrolle und der Reparatur von industriellen Einrichtungen, vor allem in gefährlichen Umfeldern gesehen. „Die Zeit ist reif für Investitionen in derartige Drohnen. Smartphones sind inzwischen weit verbreitet und Technologien wie GPS-Chips sind derart klein und billig, dass sie in Drohnen eingesetzt werden können,“ erläutert Dr. Mirko Kovac, Direktor des Aerial Robotics Lab im Imperial College in London.

Hinzu kommt nach Aussagen von Kovac, dass Drohnen heute nicht mehr allein im Militär eingesetzt werden sondern zunehmend Anwendungen im zivilen Bereich finden. Viele Industriezweige hätten erkannt, dass Drohnen ihr Geschäft weiterentwickeln helfen könnten. 

Von Peter Odrich Tags:

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