Quadcopter Cracuns 22.03.2016, 14:51 Uhr

Diese Drohne kann fliegen, schwimmen und tauchen

Eine fliegende Unterwasserdrohne? Das ist wirklich etwas Neues auf dem boomenden Drohnenmarkt. Und sie könnte das Interesse der US Army wecken. Denn entwickelt wurde das ungewöhnliche Gerät namens Cracuns vom Applied Physics Laboratory (APL) der Johns Hopkins Universität. Und das arbeitet unter anderem für das US-Verteidigungsministerium und die Nasa. 

Cracuns: Diese Drohne kann vom Meeresboden aus gestartet werden. Und hält auch einen zweimonatigen Aufenthalt in Salzwasser aus, ohne zu rosten.

Cracuns: Diese Drohne kann vom Meeresboden aus gestartet werden. Und hält auch einen zweimonatigen Aufenthalt in Salzwasser aus, ohne zu rosten.

Foto: Johns Hopkins APL

Bevor die Erfindung vorgestellt wurde, musste sich die Unterwasserdrohne einem Härtetest unterziehen: Zwei Monate lang tauchte das Gerät ab – in salzigem Wasser. Es hielt im Bottich, was sich die Forscher von ihm versprochen hatten. Selbst nach so langer Zeit zeigten sich keine Korrosionsschäden. Die Drohne ist wasserdicht. 

Kein stabilisierendes Metallgerüst

Zudem kommt das kleine unbemannte Flugobjekt (UAV) mit Wasserdruck zurecht, obwohl es im Inneren kein stabilisierendes Metallgerüst gibt. Die leichte Drohne hält selbst noch den Wasserdruck aus, der in 700 Fuß Tiefe herrscht – das sind mehr als 200 m. Dafür wurde mit dem 3D-Drucker eine Druckkammer gebaut, die die Bauteile der Drohne schützt. 

Cracuns im Bottich: Die Drohne wurde einem zweimonatigen Salzwasser-Test unterzogen. Es gab keine Korrosionsschäden.

Cracuns im Bottich: Die Drohne wurde einem zweimonatigen Salzwasser-Test unterzogen. Es gab keine Korrosionsschäden.

Foto: JHU Applied Physics Laboratory

Cracuns (Corrosion Resistant Aerial Covert Unmanned Nautical System) haben die Entwickler den tauchfähigen Quadcopter genannt. Er kann vom Meeresboden oder von einem unbemannten Unterwassergefährt aus gestartet werden. Die Drohne soll zu Wasser und zu Land Missionen ausführen können. Details werden vom Labor nicht genannt.

Mal wieder unter Wasser: der unbemannte Quadcopter Cracuns.

Mal wieder unter Wasser: der unbemannte Quadcopter Cracuns.

Foto: JHU Applied Physics Laboratory

Auch fehlen genaue Angaben zu den Herstellungskosten. Betont wird jedoch, dass diese niedrig seien. Deshalb könne die Drohne in großer Stückzahl produziert und zu riskanten Einsätzen verwendet werden. Was das sein soll, verraten die Forscher nicht. Obwohl selbst leicht, soll Cracuns eine hohe Tragkraft besitzen.

„Cracuns demonstriert erfolgreich eine neue Art des Denkens bei der Herstellung und Verwendung unbemannter Systeme“, sagte Luftfahrt- und Maschinenbauingenieur Rich Haken, Physiker an der Hopkins-Universität und  verantwortlich für die neue additive Fertigungstechnik der Unterwasserdrohne. Dass sich ein Drohnen-Zeitalter im Meer abzeichnet, davon ging die französische Wehrtechnik-Gruppe DCNS in Paris schon Ende 2014 aus.

Laut Projekt-Manager Jason Stipes arbeiten Ingenieure des APL-Labors schon lange sowohl an Unterwassersystemen als auch an autonomen Fluggeräten. Mit der Entwicklung der fliegenden Unterwasserdrohne sei auf neue Herausforderungen der Förderer des Labors reagiert worden. Wozu auch die US-Regierung zählt.

Wasser- und lufttauglich ist auch der Loon Copter, eine Drohne, die an der Oakland University in den USA entwickelt wurde. Sobald diese auf dem Wasser landet, kann sie wie ein Schiff fahren. Dafür sorgt ein Schwimmkörper, der sich in einem dritten Betriebsmodus mit Wasser füllen lässt. Und dann verwandelt sich die Drohne kurzerhand in ein U-Boot. Sie beginnt zu sinken und kippt um 90 Grad nach vorne. 

Loon Copter im Tauch-Modus: Die Propeller der Drohne, die natürlich auch durch die Luft fliegen kann, funktionieren wie Schiffschrauben, die der Pilot einzeln ansteuert.

Loon Copter im Tauch-Modus: Die Propeller der Drohne, die natürlich auch durch die Luft fliegen kann, funktionieren wie Schiffschrauben, die der Pilot einzeln ansteuert.

Foto: Oakland University

Was Drohnen in der Luft angeht, hat das britische Start-up OpenWorks Engineering eine interessante Erfindung anzubieten: Skywall 100. Das ist ein Abwehrsystem, mit dem sich Drohnen vom Himmel holen lassen. Es sieht aus wie eine Bazooka, ist 1,30 m lang und 10 kg schwer.

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