Roboterabsatz auf Rekordniveau 20.02.2014, 16:25 Uhr

Brodtmann: Wo Google einsteigt, schauen die Leute hin

Der Einstieg des Internet-Konzerns Google ins Robotergeschäft wird der Branche einen großen Aufschwung bescheren. „Wo Google einsteigt, schauen die Leute hin. Damit wird das Thema Servicerobotik befeuert“, sagte Thilo Brodtmann, Geschäftsführer des Branchenverbands EUnited Robotics, den VDI nachrichten. 

Kuka-Roboter im Spiel mit Tischtennis-Star Timo Boll: Der Absatz von Robotern ist 2013 auf das Rekordniveau von 168.000 weltweit gestiegen.

Kuka-Roboter im Spiel mit Tischtennis-Star Timo Boll: Der Absatz von Robotern ist 2013 auf das Rekordniveau von 168.000 weltweit gestiegen.

Foto: Kuka

Brodtmann glaubt, dass sich dadurch die Servicerobotik in den nächsten zwei Jahren durchsetzen wird. „Vom Sommer 2014 bis Sommer 2016 werden wir diese Durchbruchphase anhand vieler Produkte sehen“, so Brodtmann, der gerade zum Hauptgeschäftsführer des Maschinenbauverbandes VDMA berufen wurde. Serviceroboter werden vor allem in der Logistik, aber auch zunehmend in der Produktion eingesetzt, etwa an Arbeitsplätzen, wo sich Menschen und Roboter verschiedene Aufgaben teilen.

Roboterabsatz ist auf Rekordniveau gestiegen

Wie stark sich die Robotik entwickelt, zeigen die neuen Branchenzahlen, die am Donnerstag das IFR Statistical Department des VDMA veröffentlicht hat. So wurden 2013 rund 168.000 Industrieroboter weltweit verkauft, so viele wie noch nie. Allerdings hat sich das Wachstum mit einem Plus von fünf Prozent gegenüber 2012 abgeschwächt. Zwischen 2010 und 2013 lagen die jährlichen Wachstumszahlen im Robotergeschäft bei durchschnittlich zwölf Prozent.

Kuka-Roboter beim Aufschlag: Am 11. März wird der Agilus-Roboter gegen Tischtennis-Star Timo Boll antreten.

Kuka-Roboter beim Aufschlag: Am 11. März wird der Agilus-Roboter gegen Tischtennis-Star Timo Boll antreten.

Foto: Kuka

Erfreulich entwickelten sich die Roboterlieferungen nach Amerika, wo vor allem die Automatisierung der nordamerikanischen Industrie für Wachstumsimpulse sorgte. Auch die Verkäufe nach Asien stiegen laut IFR erheblich an. Insbesondere die hohe Nachfrage aus China, Korea und anderen asiatischen Wachstumsmärkten beflügelten dort den Absatz.

In Europa gab es 2013 laut IFR-Angaben nach der eher schwachen Entwicklung in den ersten drei Quartalen insgesamt eine Stagnation der Roboterlieferungen. Die Robotikorganisation sieht allerdings einen positiven Trend. So habe die beginnende Erholung in der Eurozone im vierten Quartal 2013 für einen erheblichen Anstieg der Nachfrage nach Industrierobotern in Europa gesorgt.

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