Starke deutsche Teams 14.07.2015, 12:29 Uhr

Uni Delft gewinnt in Silverstone das erste Rennen der Formula Student

Silverstone gehört zu den berühmtesten Rennstrecken der Formel 1. Genau dort hat die TU Delft am vergangenen Wochenende das erste Rennen der Formula Student 2015 gewonnen. 96 Hochschulen aus aller Welt beteiligten sich in diesem Jahr in Silverstone.

Start zum Rennen der Formula Student in Silverstone: Vorne rechts im Bild das Team der Westsächsischen Hochschule Zwickau, das zweiter wurde. In der zweiten Startreihe zu sehen das Team der TU Delft, das am Ende souverän vorne lag.

Start zum Rennen der Formula Student in Silverstone: Vorne rechts im Bild das Team der Westsächsischen Hochschule Zwickau, das zweiter wurde. In der zweiten Startreihe zu sehen das Team der TU Delft, das am Ende souverän vorne lag.

Foto: TU Delft

Das vergangene Wochenende brachte auf der klassischen britischen Rennstrecke Silverstone den Studenten der niederländischen Uni Delft den Sieg. Doch beeindruckend war das deutsche Abschneiden: Unter den ersten fünf auf der Siegerliste befanden sich gleich drei deutsche Teams.

Die Formula Student auf der Silverstone-Rennstrecke wird von der britischen Institution of Mechanical Engineers veranstaltet, einer Organisation, die in Teilen dem VDI in Deutschland ähnelt. Wie beim deutschen Rennen auf dem Hockenheimring vom 28. Juli bis zum 2. August unter ideeller Trägerschaft des VDI geht es dabei keineswegs nur um die Geschwindigkeit. Aufgabe der Studenten und der Hochschulen ist es, Fahrzeuge zu entwickeln, zu bauen und zu fahren, die dann in einer Fülle von Kategorien bewertet werden.

Die jungen Ingenieure der TU Delft haben ihren Boliden im Vergleich zum Vorjahr noch einmal deutlich leichter gebaut. Auch beim deutschen Rennen auf dem Hockenheim-Ring werden die Niederländer antreten.

Die jungen Ingenieure der TU Delft haben ihren Boliden im Vergleich zum Vorjahr noch einmal deutlich leichter gebaut. Auch beim deutschen Rennen auf dem Hockenheim-Ring werden die Niederländer antreten.

Foto: TU Delft

Dazu gehören unter anderem die Beschleunigung, der Treibstoffverbrauch und auch die Standfestigkeit des Fahrzeugs im Einsatz auf der Rennstrecke. Und gute Kaufleute müssen die Stundenten auch noch sein. Denn zur Bewertung zählt auch der Business Plan, mit dem die Studenten darlegen müssen, welchen Markt sie für ihr Auto sehen.

TU Delft vor Zwickau und Stuttgart

Das Sieger-Team der Universität Delft erreichte jetzt in Silverstone 909,3 von 1000 möglichen Punkten. Die Zweitplatzierten, die Westsächsische Hochschule Zwickau, kamen auf 792,5 Punkte, die Universität Stuttgart als Dritte erreichte 750,8 Punkte. Es folgen die britische Universität Bath (748,49 vor der TU München mit 724,8 Punkten. Insgesamt rangen in Silverstone 96 Hochschulen mit zusammen gut 3000 studentischen Teilnehmern um Punkte. 90 von ihnen kassierten wenigstens einige Punkte. Das schlechteste Abschneiden waren immerhin noch 25 Punkte.

Das Interesse der Zuschauer an der Strecke in Silverstone war groß: 96 Teams ging beim ersten Rennen der Formula Student an den Start. Das deutsche Rennen auf dem Hockenheimring findet 31. Juli bis 2. August statt.

Das Interesse der Zuschauer an der Strecke in Silverstone war groß: 96 Teams ging beim ersten Rennen der Formula Student an den Start. Das deutsche Rennen auf dem Hockenheimring findet 31. Juli bis 2. August statt.

Foto: TU Delft

Professor Richard Folkson, Präsident der Institution of Mechanical Engineers, sprach nach Abschluss des Rennens in Silverstone von einem „exzeptionellen Kaliber des Engineering“ in diesem Jahr. In ähnlichem Sinne äußerten sich auch Repräsentanten verschiedener Hochschulen sowie der Sponsoren, zu denen aus Deutschland vor allem Bosch und Mercedes-Benz gehören.

Ingenieure aus Delft haben Boliden noch leichter gebaut

Stijn Pennings, der Team-Leader aus Delft, führt den Erfolg des eigenen Teams vor allem darauf zurück, dass es nochmals gelungen war, das Gewicht des später siegreichen Fahrzeugs zu senken. Dazu hatten sich die Teilnehmer aus Delft vor allem auf die Gewichtsreduzierung des Antriebssystems konzentriert. Auch die Karosserie in Monocoque-Bauweise trug zu deutlichen Gewichtseinsparung bei.

Am deutschen Rennen der Formula Student auf dem Hockenheimring wollen 115 Teams aus 34 Ländern teilnehmen. 40 Teams treten im Rennen für Elektroautos an.

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