Angst vor Datenspionage 13.09.2013, 14:05 Uhr

Smartphone-Verbot für französische Minister

Die Minister der französischen Regierung sollen in Zukunft nur noch sichere Handys benutzen. Nach einem Bericht der Tagesschau hat Premierminister Jean-Marc Ayrault sie dazu in einem Rundschreiben aufgefordert.

Die Bundeskanzlerin mit dem als „Merkelphone“ bekannten abhörsicheren Simko3. Es ist nicht nur außen durch den Bundesadler deutsch geprägt, auch innen steckt überwiegend deutsche Technik.

Die Bundeskanzlerin mit dem als „Merkelphone“ bekannten abhörsicheren Simko3. Es ist nicht nur außen durch den Bundesadler deutsch geprägt, auch innen steckt überwiegend deutsche Technik.

Foto: dpa/picture alliance

Für die französischen Minister bedeutet das den Verzicht auf die beliebten Smartphones – jedenfalls im Dienst. Der Grund dafür ist die NSA-Affäre und die Furcht vor Spionen aus dem Ausland. Alle abgefangenen Informationen der Verwaltung könnten der Nation Schaden zufügen, heißt es in dem Rundbrief. Diese Furcht ist nicht unbegründet: Das französische Finanzministerium wurde bereits ausspioniert, wie der Journalist Emmanuel Paquett berichtet. Neu sind auch die Sicherheitsmaßnahmen nicht. Doch wurden sie offenbar längst nicht von allen beherzigt, „Ganz offensichtlich gibt es viele Minister, die den Ratschlägen nicht folgen. So ist ja lange Zeit das Finanzministerium wohl von einer asiatischen Regierung ausspioniert worden, im letzten Jahr ist der Elysée-Palast abgehört worden“, so Paquett.

Französische Handys gewünscht

In seinem Rundschreiben wünscht der Premierminister jetzt, dass die Minister nur noch Sicherheitshandys wie das Teorem benutzen, das von dem französischen Konzern Thales entwickelt wurde. Es erinnert in Form und Aussehen an die Handys der ersten Generationen und auch die Bedienung ist weniger komfortabel als bei modernen Handys. Ex-Präsident Nicolas Sarkozy lehnte es ab, ein französisches Teorem zu benutzen, weil es bis zu 30 Sekunden dauere, bis sich eine Verbindung aufbaue.

Die französische Sicherheitsbehörde hat deshalb jetzt nach dem Bericht einer französischen Zeitung 700 Samsung-Handys mit einer überarbeiteten Version des Android-Betriebssystems ausgestattet und an die Regierung verteilt. Bei diesen Handys ist die Geolokalisierung deaktiviert und der Download von nicht-autorisierten Apps blockiert. Die Sicherheitsbehörde wünscht sich aber ein Smartphone, das komplett aus französischer Hand stammt.

In Deutschland Realität

Was in Frankreich diskutiert wird, ist in Deutschland bereits Realität. Mit dem als „Merkelphone“ bekannten Simko3 ist in der deutschen Regierung nun schon die zweite Generation abhörsicherer Handys im Einsatz – ausgestattet vorwiegend mit deutscher Technik.

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