Kultur 04.02.2005, 18:36 Uhr

Nixie-Röhren sind Herzstück einer elektronischen Pendel-Wanduhr

VDI nachrichten, Düsseldorf, 4. 2. 05 –
Kennen Sie Nixies? Das Wort „Nixie“ entstand Ende der 50er Jahre, als die Firma Burroughs ein Patent für Ziffernanzeigeröhren unter diesem Namen anmeldete. Ein Burroughs-Mitarbeiter hatte nämlich grade ein paar Zeichnungen für eine neue Röhre auf dem Schreibtisch liegen mit der Bezeichnung „NIX I“, abkürzung für „Numeric Indicator eXperimental No. 1“. Streng genommen handelt es sich dabei um Neon-Glimmlampen: Die Kathode hat die Form einer Ziffer und wird von einem Anodengitter umgeben. Die Ziffern von 0 bis 9 sind in verschiedenen Ebenen angeordnet. Im Gegensatz zu herkömmlichen Heizfadenröhren werden Nixies nicht warm. Sie leuchten ab einer Anodenspannung von 170 V und verbrauchen weniger als 5 mA.
In Zeiten allgegenwärtiger LC-Displays verbreiten die Nixies den Charme einer vergangenen Elektronikepoche und so haben findige Bastler aus diesen Röhren Uhren entworfen, die z. T. wahre Schmuckstücke für Haus und Büro technikbegeisterter Menschen sind. Jan Philip Wüsten z. B. bietet auf seiner Website eine vollelektronische Pendel-Wanduhr an: Sechs Nixies – je zwei für Stunden, Minuten und Sekunden – 16 Glimmlampen und ein elektronisch erzeugtes Tick-Tack sind hier zusammengefasst. Die Uhr gibt es nicht nur als fertiges Produkt, sondern auch als Bausatz. Ein Videoclip im Web zeigt überdies, wie das Ganze funktioniert. Allerdings warnt Wüsten vor zu langer Betrachtung dieser Uhr: Das durch wechselnd angeschaltete Glimmlampen simulierte Pendel könne durchaus süchtig machen.
Weltweit hat sich rund um die Nixie-Röhren ein breites Angebot an Bausätzen und Fertiguhren entwickelt. Da die Lebensdauer der Röhren auf rund 100 000 Stunden geschätzt wird – bei dem für Uhren üblichen Dauerbetrieb also rund 11 Jahre – kann man sich an diesen Meisterwerken auch entsprechend lange erfreuen.jdb

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