Buchbar ab 2016 26.10.2013, 12:00 Uhr

Ballonreise an die Grenze des Weltraums

In einem Heliumballon sollen Weltraumtouristen künftig aus 30 000 Meter Höhe eine fantastische Aussicht genießen können. Die knapp fünfstündige Reise zur Grenze des Weltraums bietet ein US-Unternehmen ab 2016 für 55 000 Euro an. 

In 30 000 Meter Höhe die Krümmung der Erde zu sehen und den Übergang des Horizonts in die Schwärze des Alls zu erleben, soll eine ergreifende Erfahrung sein. Die Touristen können sie zwei Stunden lang genießen. Kostenpunkt des Ausblicks: rund 450 Euro pro Minute. 

In 30 000 Meter Höhe die Krümmung der Erde zu sehen und den Übergang des Horizonts in die Schwärze des Alls zu erleben, soll eine ergreifende Erfahrung sein. Die Touristen können sie zwei Stunden lang genießen. Kostenpunkt des Ausblicks: rund 450 Euro pro Minute. 

Foto: World View Enterprises

Mit einem echten Weltraumflug werden die Reisenden im Ballon der Firma World View zwar nicht prahlen können, denn der beginnt erst bei 100 Kilometer Höhe. Aber die Fahrt, die das amerikanische Startup-Unternehmen aus Arizona anbieten will, ist spektakulär genug. Ein Heliumballon soll sieben Passagiere und einen Piloten in einer luxuriösen Kapsel auf eine Höhe von 30 000 Metern bringen. Die Fahrt mit dem atemberaubenden Blick wird umgerechnet 55 000 Euro kosten und ab 2016 möglich sein. Tickets könnten bereits in den nächsten Monaten in den Verkauf kommen.

Amerikanische Luftfahrtbehörde stuft Ballon als Weltraumfahrzeug ein

Die Reise wird fast fünf Stunden dauern. Die ersten 90 Minuten soll es mit einem Tempo von 300 Metern die Minute aufwärts gehen. Dann wird der Ballon zwei Stunden lang in 30 Kilometer Höhe gleiten. Schließlich wird die Kapsel vom Ballon getrennt und schwebt am Gleitschirm in 40 Minuten zurück zur Erde.

Jane Poynter, Chefin von World View Enterprises, erklärte, dass die Technologie mit Ballons dieser Größe und Reichweite seit Jahrzehnten erprobt sei. „Vom technischen Standpunkt ist das wunderbar machbar, kleines Risiko.“ Auch die amerikanische Luftfahrtbehörde FAA hat die Pläne geprüft und jetzt ihr Okay gegeben. Sie hatte dabei den Ballon als Weltraumfahrzeug eingestuft, da die Kapsel in Höhen aufsteigt, in der Menschen ohne besondere Schutzvorkehrungen nicht überleben können.

Ohne Schutz könnte In 30 000 Meter Höhe kein Mensch überleben. Deswegen sind die Touristen sicher in einer luxuriösen Schutzkapsel untergebracht. 

Ohne Schutz könnte In 30 000 Meter Höhe kein Mensch überleben. Deswegen sind die Touristen sicher in einer luxuriösen Schutzkapsel untergebracht. 

Foto: World View Enterprises

Poynter und ihr Ehemann Taber MacCallum, Technik-Chef bei World View, sind keine Neulinge im Weltraumgeschäft. Die beiden haben ebenfalls die Paragon Space Development Corporation gegründet, die für die Entwicklung der Kapsel zuständig ist. Das Unternehmen entwickelt außerdem Technologien für extreme Umweltbedingungen und konnte Experimente zu selbsterhaltenden Ökosystemen unter anderem auf der Internationalen Raumstation ISS durchführen.

„Wir wollen den Menschen die Möglichkeit geben, die Erde vom Weltall aus zu betrachten“, sagt Poynter. Die Krümmung der Erde zu sehen und den Übergang vom Horizont in die Schwärze des Alls zu erleben, sei ergreifend und eine menschlich transformierende Erfahrung.

Konkurrenz kommt aus Spanien

Direkte Konkurrenz steht dem texanischen Ballon mit der spanischen Firma zero2infinity ins Haus. Das Unternehmen mit Sitz in Barcelona plant ähnliche Passagierflüge mit dem Ballon bloon. Der soll, ebenfalls mit einer Kapsel, in 36 Kilometer Höhe aufsteigen und dabei vier Reisende und zwei Piloten mitnehmen. Im September war der microbloon von zero2infinity vom Flughafen in Cordoba aus zu einem Testflug aufgestiegen und hatte sich eine knappe Stunde lang in 27 000 Meter Höhe aufgehalten.

Ziel des Fluges sei es gewesen, die aufblasbare Kapsel zu testen. Die Kapsel, die die kanadische Firma Thin Red Line Aerospace entwickelt hat, habe sich fehlerlos verhalten, erklärte José Mariano López-Urdiales, Chef von zero2infinity: „Diese aufblasbaren Strukturen sind unglaublich effizient im Vergleich zu Kohlefasern und Leichtmetallen. Sie versprechen viele sichere und kostengünstige Anwendungen im All.“

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