Im Tal der Könige 15.03.2013, 16:44 Uhr

Ägyptologen finden jahrtausendealte Sonnenuhr

Forscher der Universität Basel haben bei Ausgrabungsarbeiten im Tal der Könige in Oberägypten eine 3300 Jahre alte Sonnenuhr gefunden. Das Besondere: Sie ist wie „moderne“ Uhren in 12-Stunden-Abschnitte unterteilt.

Die jahrtausendealte Sonnenuhr aus dem Tal der Könige.

Die jahrtausendealte Sonnenuhr aus dem Tal der Könige.

Foto: Universität Basel

Als das Forschungsteam unter Leitung von Professor Susanne Bickel einen Grabeingang freilegte, fand es einen abgeflachten Kalkstein in der Größe einer Untertasse, den man auch Ostrakon nennt. Darauf ist ein Halbkreis mit zwölf Unterteilungen zu je 15 Grad in schwarzer Farbe aufgezeichnet. In der Mitte befindet sich eine Vertiefung, die der Befestigung eines Holz- oder Metallstiftes diente. Der Schatten dieses Stiftes zeigte die Stunden an. Die Zeit konnte noch genauer mit kleinen Punkten gemessen werden, die sich in der Mitte jedes Stundenwinkels befinden.

Sonnenuhr als „Stechuhr“?

Wahrscheinlich haben im 13. Jahrhundert vor Christus mit den Königsgräbern beschäftigte Arbeiter ihre Arbeitzeiten auf diese Weise gemessen. „Ich glaube schon, dass dies ein Nutzobjekt war“, schätzt Bickel ein.

Die „moderne“ halbrunde Form sowie die weit entwickelte Berechnungsart zeichnen diese Sonnenuhr laut Bickel aus. Ältere altägyptische Sonnenuhren funktionierten mit einer linearen Skala und waren stabförmig angelegt.

Oder Sonnenuhr für den Sonnengott?

Die Sonnenuhr könnte aber auch einen anderen Zweck erfüllt haben. Mit ihr könnten auch Aufzeichnungen der nächtlichen Fahrten des Sonnengottes gemacht worden sein, da die zwölf  Nachtstunden nicht direkt gemessen werden konnten. Die Fahrt des Jenseitsführers wurde auf diese Weise beobachtet und mit illustrierten Texten festgehalten.

Im Tal der Könige ruhen nach Angabe von Bickel nicht nur Pharaonen. Auch nichtkönigliche Personen und andere Mitglieder der Königsfamilie sollen dort bestattet worden sein. Insgesamt wurden bereits 64 Gräber bis heute ausgegraben.

Von Petra Funk
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