Keine Verlängerung bis 2024 14.05.2014, 13:30 Uhr

Russland will nicht länger mit den USA auf der Internationalen Raumstation arbeiten

Russland lehnt das Angebot der USA ab, die Internationale Raumstation ISS noch bis zum Jahr 2024 gemeinsam weiterzubetreiben. Im Jahr 2020 soll die Zusammenarbeit mit den Amerikanern im All pünktlich enden. Experten vermuten, dass es sich bei dieser Entscheidung um eine Reaktion auf die Sanktionen des Westens im Ukraine-Konflikt handelt. Russland droht sogar damit, GPS-Anlagen stillzulegen.  

Die USA sind seit dem Ende ihres Spaceshuttleprogramms im Jahr 2012 auf russische Trägerraketen angewiesen. Von dieser Abhängigkeit befreien sie sich gerade. Im Bild zu sehen ist eine Cygnus-Kapsel des privaten US-Raumfahrtunternehmens Orbital Sciences Corporation, die im US-Bundesstaat Virginia mit einer Antares-Rakete ins All gestartet ist. 

Die USA sind seit dem Ende ihres Spaceshuttleprogramms im Jahr 2012 auf russische Trägerraketen angewiesen. Von dieser Abhängigkeit befreien sie sich gerade. Im Bild zu sehen ist eine Cygnus-Kapsel des privaten US-Raumfahrtunternehmens Orbital Sciences Corporation, die im US-Bundesstaat Virginia mit einer Antares-Rakete ins All gestartet ist. 

Foto: dpa

Erst kürzlich stellte die US-Raumfahrtagentur NASA ihre Zusammenarbeit mit der russischen Raumfahrtbehörde Roskosmos teilweise ein, da sich die Länder im politischen Streit befinden. Die NASA legte jedoch Wert darauf, dass es keine Einbußen im Betrieb der Internationalen Raumstation ISS gibt. Sie machte Russland sogar das Angebot, die Zusammenarbeit bis zum Jahr 2024 auszudehnen. 

Russland verfolgt jetzt eigene Pläne im All 

Doch Russland hat ganz eigene Pläne. Man wolle nach 2020 in andere Raumfahrtprojekte investieren, erklärte Russlands Vize-Ministerpräsident Dimitri Rogosin der Agentur Interfax in Moskau. „Wir wollen die Ressourcen auf andere perspektivische kosmische Projekte richten“. Entsprechende Zukunftspläne wolle die russische Raumfahrtbehörde Roskosmos bald vorstellen. 

Möglicherweise könne Russland die ISS auch alleine weiterbetreiben, erklärte Rogosin. „Das russische Segment kann unabhängig vom amerikanischen existieren – aber das amerikanische nicht unabhängig vom russischen“. Der Hinflug ist für amerikanische Astronauten derzeit ein Problem: Den US-Forschern stehen nur die russischen Sojus-Kapseln als Transportmittel zur ISS zur Verfügung – Ende 2012 stellte die NASA ihr Spaceshuttle-Programm ein. Für jede Reise zahlt die US-Raumfahrtagentur nun etwa 50 Millionen Euro. Das wollen die USA schnell ändern: Unter dem Titel Space Launch System (SLS) entwickeln sie derzeit eine eigene Trägerrakete, die 2017 ihren Jungfernflug antreten soll. 

Vize-Ministerpräsident Rogosin droht GPS-Anlagen stillzulegen 

Rogosin kündigte weiterhin an, das amerikanische Satelliten-Navigationssystem GPS ab Juni 2014 auszusetzen. Er geht sogar so weit, dass die GPS-Anlagen in Russland völlig stillgelegt werden könnten, wenn die USA nicht bereit seien, über die Installation entsprechender Anlagen für das russische Navigationssystem Glonass in den USA zu verhandeln. Er drohte auch mit der Einstellung der Lieferung russischer Raketentriebwerke an die USA, sollten diese nicht zum Start ziviler Satelliten genutzt werden. 

Die ISS bewegt sich seit 1998 in der Erdumlaufbahn und könnte nach Aussage von Experten noch bis 2028 die Erde umkreisen. Am 28. Mai startet übrigens der Deutsche Alexander Gerst gemeinsam mit dem Russen Maxim Surajew und dem US-Astronauten Reid Wiseman zur ISS. Sie werden ein halbes Jahr dort verbringen. 

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